Aufs stolze Ärmighorn (2742m) vom Kiental aus


Published by Alpenorni Pro , 4 August 2010, 12h30.

Region: World » Switzerland » Bern » Frutigland
Date of the hike:16 July 2010
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 8:30
Height gain: 1800 m 5904 ft.
Height loss: 1800 m 5904 ft.

Das Ärmighorn, stolzer Felsgipfel in den westlichen Berner Voralpen, war nach Dreispitz (2520m) und Schwalmere (2777m) der dritte im Bunde, den wir "by fair means", also ganz zu Fuß, von unserer kleinen Ferienwohnung im heimeligen Dorf Kiental (958m) aus, erklommen haben.

Dazu dies :
Man könnte diese Touren allesamt mit Fahrbewilligung auf Alpsträßlein oder im Falle Ärmighorn mit der Sesselbahn nach Ramslauenen, um 500 bis 600 Höhenmeter abkürzen - aber wie schön war es, einfach die Tür hinter sich zu schließen, durch das noch schlafende Dorf zu tappen und dann die ganze Palette der Vegetationsstufen zu durchwandern, durch taufrische Wiesen und durch urige Wälder hoch zu den sonnigen Seitentälchen des Kientals, über blumenstrotzende bunte Grashänge, durch Geröll und Schrofen hochzusteigen, während die Aussicht sich weitet und schließlich mit dem fabelhaften, zweigeteilten Blick gekrönt wird:

- Nach Norden lieblich-sanft auf den Thuner See und auf das Mittelland bis hin zur Jurakette am Horizont.
- Nach Süden hin das Hochgebirge mit gleissenden Firnen und Gletschern und ungezählten Gipfeln, Zacken, Graten...

Zur Tour:
Von Kiental aus startet man tatsächlich auch am tiefsten Punkt, an der rauschenden Chiene auf 930 Metern.
Es geht gleich zügig bergan, über Weiden und ein lauschiges kleines Waldstück am Farnital geht es hinein in das schattige Tälchen bei Underbachli und diesem folgend, zuletzt links um eine Ecke herum, steht man dann schließlich bei der entlegenen, durch Grasbuckel von der weiteren Umgebung abgeschirmten Alp Obere Gumpel ( 2092m) (3 Std.30 Min., gemütlich gegangen) Sie war noch geschlossen.
Von diesem schönen Rastplatz ( mit Steinadler !) aus führt der rotmarkierte, nur spärlich begangene Bergweg hoch auf den Giesigrat ( P.2310), von dem aus man das Ärmighorn ansteuert.
Ein blau markierter und mit Steinmännern versehener Pfad führt, nun steiler, im Geröll empor zum kleinen Sattel am Südfuß des Gipfelklotzes. Bis hierher T2 bis T3+. Große blaue Pfeile weisen nun den Einstieg zu einer kleinen feinen Klettereinlage, die einen über ca. 60 Hm auf den Gipfelklotz und in wenigen Schritten auf den höchsten Punkt bringt. ( I, die ersten Schritte vielleicht II- : Man muss hier auch wieder runter !) ( 2 Std. ab Gumpel)
Leider hüllte eine große Wolke den Gipfel in zwielichtige Schwaden, so dass es mit der großartigen Fernsicht, wie ich sie von meinem Besuch 2005 in Erinnerung und auf Dias habe, nichts war.
Das winzige Gipfelkreuzlein ist ein echtes Unikum !
Abstieg dann auf gleichem Wege, wobei wir noch dem Ärmigchnubel ( 2412m ), einem vorgelagerten Blumenparadiesbuckel, einen Besuch abstatteten. Abstieg von hier nach Ober Gumpel zuerst nach Nord über den Gratrücken, dann nach links über die Grasflanke, weglos, einfach.

Kleiner Nachsatz:
2005 bin ich mit meinem Tourgefährten Bahne, aus mir selber nicht mehr ganz erklärlichen Gründen, nicht den blauen Pfeilen gefolgt, sondern wir haben die Gipfelwand nach kurzem Quergang rechterhand direkt erkraxelt und sind dort auch wieder abgestiegen : Ca. II, T5/T6 - ein etwas brüchiges kleines Abenteuer, ziemlich exponiert.
(siehe Foto Nr. 33 ).




                                                                                                                                                                                                          






















































































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Comments (1)


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Cassenoix says: Hallo Martin,
Sent 11 August 2010, 20h59
Danke für das interessante Bericht. Auf das Aermighorn will ich auch schon mal...
Gruss,
Cornelia


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