Gletscherwanderung zur neuen Monte Rosa Hütte
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Nachdem wir (damals mit Bergführer) im August 2009 die alte Hütte besuchten und übernachteten um tags darauf den Gornergletscher in der gesamten Länge (bis Furi) durchwanderten, wollten wir jetzt natürlich die neue Hütte einmal in natura sehen. Mit der Gornergratbahn bis Rotenboden, der vorletzten Station vor dem Gornetgrat. Etwas Kritik zum am Schalter der Gornergratbahn erhältlichen Falzprospekt über die Wanderwege: die dort gedruckte Bezeichnung "Wanderweg zur Monte Rosa Hütte" ist ein stark untertreibend, weil damit ungenügend ausgerüstete und nichts ahnende Spaziergänger(!) dazu verleitet werden könnten, sich zur neuen Hütte zu begeben, um dort Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Später, auf dem Übergang zum Gletscher und auf dem spaltenreichen Weg zur Hütte sieht man dann solche Spaziergänger (in Turnschuhen und kurzen Hosen!), die zwar Mut, nicht aber die entsprechende Ausrüstung haben. Bei allem Respekt: so ausgerüstet hat dort wohl niemand etwas zu suchen. Dennoch: diese Berg- und Gletscherwanderung zur (neuen) Monte Rosa Hütte ist mit zweckmässiger Ausrüstung (und einigermassen gutes Wetter vorausgesetzt) und bei guter Kondition problemlos zu schaffen.
Start ab Rotenboden um 9 Uhr über den Bergwanderweg mit dem einmalig-spektaktulären Panorama bis zum Gletscher (ca. 3.4 km). Zwar hingen die Wolken über den Viertausendern, aber es war trocken, die Sicht seht gut und die Wettervorhersagen stimmten uns positiv. Und es sollte sich lohnen! Relativ wenig Gleichgesinnte, und deshalb an den neuralgischen Stellen keine Staus. Ich sehe die Schwierigkeit bei T4 (vor allem beim etwas kritischen Übergang auf den Gletscher, und später im Spaltenbereich auf dem Grenzgletscher (das ist der Gletscher, der unter der M. R. Hütte zum Monte Rosa-Massiv hoch führt). Der Übergang auf den Gletscher ist auf einem kurzen aber steilen, mit ein paar Eisentritten und fixseilgesicherten Abstieg zu erreichen. Der eigentlichen Übergang auf den Gletscher ist mit einem auf ca. 1,5 m und auf dem Gletschereis an einer ziemlich krummen (und deshalb wenig vertrauenserweckenden) Eisenstange fixierten dicken Seil "gesichert". Für kleinere Leute wie meine Frau mit 1,56 m deshalb etwas herausfordernd, weil die Stelle über die Spalte am Seil "hangelnd" und mit einem grossen Schritt von ca. 1,5 bis 2 m überwunden werden muss (T4). Gerade hier sind Steigeisen eine grosse Hilfe. Später - auf dem Übergang vom Grenzgletscher zum ziemlich steilen Hüttenweg ist wiederum Vorsicht angesagt (Steigeisen!). Zu Beginn hat es im steilsten Fels etwas rutschige Steinplatten (nass und/oder sandig), und es werden grosse Schritt verlangt, wo man oft auch die Hände zu Hilfe nehmen wird. Ein treppenartigen Teil des felsigen Wegs ist fixseilgesichert.
Die Strecke Rotenboden-neue Monte Rosa Hütte-Rotenboden misst 15.2 km und kann als Tagestour gesehen werden. Zu zweit benötigten wir 7 Stunden hin und zurück (exkl. Pausen). Die Summe der Steigungsmeter: 2768 m (Hin- und Rückweg).
Noch etwas zur neuen Hütte: die fügt sich unserer Meinung nach von unten gesehen sehr schön in die Landschaft ein. Von oben wirkt sie erst einmal imposant, aber nicht protzig. Uns hat die Architektur gut gefallen. Begeistert sind wir vom technischen Konzept und auch vom neuartigen Hütten-Ambiente. Im Vergleich zur alten Hütte fehlt (noch) etwas der Hütten-Charme.
Wir kommen wieder, dann aber mit Übernachtung in der neuen Hütte!
Renaiolo
Start ab Rotenboden um 9 Uhr über den Bergwanderweg mit dem einmalig-spektaktulären Panorama bis zum Gletscher (ca. 3.4 km). Zwar hingen die Wolken über den Viertausendern, aber es war trocken, die Sicht seht gut und die Wettervorhersagen stimmten uns positiv. Und es sollte sich lohnen! Relativ wenig Gleichgesinnte, und deshalb an den neuralgischen Stellen keine Staus. Ich sehe die Schwierigkeit bei T4 (vor allem beim etwas kritischen Übergang auf den Gletscher, und später im Spaltenbereich auf dem Grenzgletscher (das ist der Gletscher, der unter der M. R. Hütte zum Monte Rosa-Massiv hoch führt). Der Übergang auf den Gletscher ist auf einem kurzen aber steilen, mit ein paar Eisentritten und fixseilgesicherten Abstieg zu erreichen. Der eigentlichen Übergang auf den Gletscher ist mit einem auf ca. 1,5 m und auf dem Gletschereis an einer ziemlich krummen (und deshalb wenig vertrauenserweckenden) Eisenstange fixierten dicken Seil "gesichert". Für kleinere Leute wie meine Frau mit 1,56 m deshalb etwas herausfordernd, weil die Stelle über die Spalte am Seil "hangelnd" und mit einem grossen Schritt von ca. 1,5 bis 2 m überwunden werden muss (T4). Gerade hier sind Steigeisen eine grosse Hilfe. Später - auf dem Übergang vom Grenzgletscher zum ziemlich steilen Hüttenweg ist wiederum Vorsicht angesagt (Steigeisen!). Zu Beginn hat es im steilsten Fels etwas rutschige Steinplatten (nass und/oder sandig), und es werden grosse Schritt verlangt, wo man oft auch die Hände zu Hilfe nehmen wird. Ein treppenartigen Teil des felsigen Wegs ist fixseilgesichert.
Die Strecke Rotenboden-neue Monte Rosa Hütte-Rotenboden misst 15.2 km und kann als Tagestour gesehen werden. Zu zweit benötigten wir 7 Stunden hin und zurück (exkl. Pausen). Die Summe der Steigungsmeter: 2768 m (Hin- und Rückweg).
Noch etwas zur neuen Hütte: die fügt sich unserer Meinung nach von unten gesehen sehr schön in die Landschaft ein. Von oben wirkt sie erst einmal imposant, aber nicht protzig. Uns hat die Architektur gut gefallen. Begeistert sind wir vom technischen Konzept und auch vom neuartigen Hütten-Ambiente. Im Vergleich zur alten Hütte fehlt (noch) etwas der Hütten-Charme.
Wir kommen wieder, dann aber mit Übernachtung in der neuen Hütte!
Renaiolo
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Renaiolo
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