Rund um's Wildhorn


Published by Hudyx Pro , 28 July 2010, 19h01.

Region: World » Switzerland » Valais » Mittelwallis
Date of the hike:26 July 2010
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS   CH-BE 
Time: 3 days
Route:Lauenensee - Wildhornhütte - Schnidejoch - Cab. des Audannes - Col des Audannes - Sanetschpass - Gsteig
Access to start point:Mit dem Postauto bis zum Lauenensee
Accommodation:Wildhornhütte SAC und Cabanne des Audannes

Tour rund um's Wildhorn

Allgemeine Informationen
Bei dieser Bergwanderung bewegt man sich in zwei unterschiedlichen Regionen der Schweiz. Im ersten Teil spricht man Deutsch (Kt. Bern) und im zweiten Teil Französisch (Kt. Wallis). Auch das Klima und das Wetter kann nördlich oder südlich vom Wildhorn verschieden sein (haben wir auf der Tour deutlich angetroffen).

Unsere ausgewählte Strecke bietet keine grossen technischen Schwierigkeiten. Nur der Col des Audannes ist ein anspruchsvoller Übergang (hier T4+ sonst T4). Die Südseite ist mit einem Fixseil und die Westseite mit Leitern, Eisenstiften und Fixseilen gesichert. Die Überschreitung des Charrenfeldes zwischen Lac Téhénet und Col des Eaux Froides verlangt ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit, die Route ist jedoch gut markiert und mit künstlichen Tritten versehen. Die Bergwanderstöcke auf den Rucksack geschnalt, die Hände frei zum kraxeln, bieten diese Kalkfelsen ein unterhaltsames und interessantes Vorwärtskommen. Unsere Tour ums Wildhorn verläuft meist auf guten Bergwegen (der Chirchligletscher nördlich vom Schnidejoch ist soweit zurückgebildet, dass man diesen problemlos umgehen kann) und in einer Höhe zwischen 1400-2900 müM. Falls das Wetter es zulässt geniesst man ein unglaubliches Panorama vom Eiger über die Walliser Alpen bis hin zum Mont Blanc.

Zwischen den Etappen gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten. Man befindet sich im Hochgebirge und die Wetterbedingungen können sich schnell ändern. Entsprechend sollte man die Kleidung wählen (auch im Sommer können Handschuhe und Mütze gute Dienste leisten).

1. Tag: Mit dem Postauto sind wir von Gsteig, via Gstaad zum schön gelegen Lauenensee hoch gefahren. Sofort ist eine Steigung vom 400 hm zu bewältigen. Dies führt uns auf einem Zickzack-Weg am Tungelschutz (Wasselfall) vorbei hinauf zur Alp Chüetungel. Hier trifft man auf den Bergweg, welcher von der Geltenhütte her kommt. Nun weiter gegen Osten bis zum Pt. 1988. Hier kann man den Weg zur Wildhornhütte mit dem Vermerk "Vorsicht" oder den Weg via den Dungelpass wählen. Der "Vorsicht-Weg" ist etwas direkter, so haben wir diesen gewählt. Nun geht es steil hoch, eben mit der gewissen Vorsicht bis zum Pt. 2317 (Stigle), dort trifft man auf den Weg welcher vom Dungelpass her kommt. Noch etwas weiter nach Osten und dann immer auf ca. 2300 müM zur Wildhornhütte. In der Wildhornhütte verbrachten wir die erste Nacht.

Wetter: es blieb während dem ganzen Aufstieg trocken
Laufzeit: 4 Std. ab Lauenensee
Aufstieg: 1'000 hm
Abstieg: 150 hm

2. Tag:  Wir haben eine ruhige Nacht in der Wildhornhütte verbracht. Die Wetterverhältnisse luden uns heute nicht gerade ein raus zu gehen. Aber was soll's, wir wollten ja weiter. Der Aufstieg über die Moräne des "Ja-welchen-Gletschers" (wohl der Chirchligletscher) stiegen wir auf dem Schnidejoch entgegen. Ab und zu sahen wir auch ein paar Umrissen von den umliegenden Gipfeln. Um auf das Schnidejoch zu kommen braucht man nicht mehr über den Gletscher zu gehen, es führt ein Weg darum herum.
Auf dem Schnidejoch war es dann auch ziemlich windig, kalt und neblig. Aber in den Bergen kann wettertechnisch alles passieren. Kaum sind wir 5 Minuten auf der südlichen Seite vom Schnidejoch abgestiegen, war vom Nebel nichts mehr zu sehen und das Schnidejoch zeigte sich mit herrlich blauem Himmel.
Nun stiegen wir ab bis zum Lac Téhénet und dort beginnt die herrliche Strecke über das Téhénet-Charrenfeld. Der Weg ist gut mit Stangen und anderen Markierungen (Steinmänner und rotweisse Zeichen) markiert. Heikle Passagen sind mit künstlichen Hilsmitteln gesichert. Anschliessend folgt der moderate Aufsteg zum Col des Eaux Froides. Noch der Abstieg zum Lac des Audannes und man steht bald vor den Türen der Cabanne des Audannes. Dies ist eine komfortable Hütte mit einem neuen Anbau (Baujahr 2009). Hier spricht man Französisch.
Wetter: auf der Nordseite vom Schnidejoch neblig und kühl, auf der Südseite eher sonnig und warm
Laufzeit: 5 Std. ab der Wildhornhütte
Aufstieg: 700 hm
Abstieg: 500 hm

3. Tag:  Heute steht wohl der interesanteste Abschnitt der Tour auf dem Programm. Als erstes genossen wir die herrliche Sicht gegen die Walliseralpen. Bei wolkenlosem Himmel stiegen wir dann leicht gegen Westen zum Übergang bei La Selle auf. Ab hier geht's bald steil hoch zum Col des Audannes auf 2884m. Von da aus genossen wir nochmals das phantastische Panorama vom Eiger bis hin zu Mont Blanc, einfach unbeschreiblich.
Nun folgt wohl der anspruchvollste Teil der Tour; der Abstieg im Westen vom Col des Audannes. Über Leitern und Eisentritte steigt man ca. 50hm ab. Der Abstieg ist mit einem dicken Seil gut gesichert und sollte für geübte Berggänger keine Schwierigkeiten bereiten. Für ungeübtere Berggänger ist eine zusätzliche Seilsicherung sicher hilfreich. Anschliessend steigt man ca. 400 hm ab zur Grand Gouilles. Westlich geht es weiter bis zur Crête de l'Arpille und nochmals 400 hm hinunter auf den Sanetschpass (Col du Sanetsch). Vom Pass ist es noch eine gute Stunde bis zum Sanetsch-Stausee. Die letzten 900hm legten wir mit der Werks-Seilbahn nach Gsteig hinunter zurück.
Wetter: herrlich sonnig am Morgen und Vormittag, gegen Mittag Zunahme der Bewölkung
Laufzeit: 5.5 Std. ab der Cab. des Audannes
Aufstieg: 560 hm
Abstieg: 1'010 hm

Hike partners: Hudyx

Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Post a comment»