Wanderbarer Bodensee - Tobel am Bodanrück (Teil I)


Publiziert von alpstein Pro , 25. Juli 2010 um 16:38.

Region: Welt » Deutschland » Alpenvorland
Tour Datum:25 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 250 m
Strecke:Ruine Kargegg - Marienschlucht - Richtung Bodman bis P. 413 - Echotal/Echo - Parkplatz Marienschlucht/Kargegg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Radolfzell - Liggeringen - Langenrain - Abzweig Marienschlucht/Golfplatz
Unterkunftmöglichkeiten:z.B. in Liggeringen, Radolfzell, Allensbach
Kartennummer:Kompass 1a - Bodensee-West

Eine Nebeltour im Monat reicht. Deswegen sind wir heute auch gar nicht erst in die Berge aufgebrochen. Als sich hier am Bodensee dann der blaue Himmel zeigte, haben wir das für eine kleine Rundtour auf dem Bodanrück genutzt. Rund 300 m erhebt sich der Bodanrück über den Überlinger und Zeller See, nimmt man die Felswände  dazu, die unter der Wasseroberfläche stecken, sind es über 400  m. Die nördlichen Abhänge fallen steil zum Überlinger See ab und sind der wildeste Teil am gesamten Bodensee. Auf  gut 10 km Länge gibt es dort weder Straßen noch Häuser. Die dichte und hohe Vegetation bietet auch an heißen Sommertagen Schutz, wer es mag, kann zur Abkühlung auch in den See springen oder sogar tauchen.

 

Wir machten uns beim Parkplatz Marienschlucht (510 m) auf den Weg nach unten zum See. Vor einigen Jahren durch ein Unwetter zerstört, wurde ein neuer Treppenweg aus Holz erstellt. Erst führt er am Hang entlang, dann tief eingeschnitten im Molassegestein nach unten. Im unteren Bereich ist die Schlucht so eng, dass der Treppenweg über dem Bach verläuft. Unten angekommen (395 m) findet man einen Kiosk und einen Bootssteg vor, an dem man im Sommer mit einem Schiff anlanden kann.

 

Wir nahmen dann den Weg westwärts dem Seeufer entlang Richtung Bodman. Steile Felswände ragen neben dem Weg in die Höhe. Runtergefallen sind schon welche, die den Weg nach unten abkürzen wollten, ob je einer raufgeklettert ist, weiß ich nicht. Die Warnschilder am Zugang zur Schlucht haben durchaus ihre Berechtigung.

Nach ca. 2,5 km Uferweg verzweigen sich am Lipsental die Wege. Wir nahmen die Forststraße Richtung Echo. Von einer spannenderen Alternative wieder auf den Bodanrück zu kommen hat marmotta berichtet.  Bei der dichten Vegetation im Sommer bräuchte man dazu aber vermutlich eine Machete.

 

Jedenfalls boten sich auch uns noch Überraschungen, aber wir wohnen ja auch erst seit 30 Jahren ganz in der Nähe, als wir doch noch den kurzen Abstecher zum „Echo“ auf uns nahmen. Wildromantisch ging es auf einem schmalen Pfad (T2) an Felswänden entlang, zum Teil sogar drahtseilgesichert, bis zu einer Bank. Der Pfad führt offensichtlich auch noch weiter, ein Schild „Wildruhezone, bitte nicht betreten“, hat uns aber davon abgehalten, ihm noch weiter zu folgen.

 

Der Rest ist schnell erzählt. Auf ca. 650 m Höhe kommt man zu einer Lichtung und von da an geht es teils auf Forstwegen und Pfaden am Waldrand entlang zum Ausgangspunkt zurück.

Wenn es auch keine Bergtour war, so war es ein wunderbarer Ausflug bei hervorragenden äusseren Bedingungen in heimischer Umgebung.

Wanderbarer Bodensee - Tobel am Bodanrück (Teil II)

Hompage Marienschlucht

 


Tourengänger: alpstein, Esther58


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Kommentare (2)


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laponia41 Pro hat gesagt: Einmal mehr...
Gesendet am 26. Juli 2010 um 18:43
Für einen stimmigen Bericht braucht es kein Superwetter und auch keine hochalpinen Kulissen. Einmal mehr bedaure ich aber, dass der Alpstein und der Bodensee so abgelegen sind....

Mit herzlichen Grüssen
Peter

alpstein Pro hat gesagt: RE:Einmal mehr...
Gesendet am 27. Juli 2010 um 06:39
Hallo Peter,

danke für das Feedback zu meinem Bericht aus heimischer Umgebung, die zwar keine alpinen Wanderungen, aber doch sonst einiges zu bieten hat.

Beste Grüße
Hanspeter


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