Zugspitze (2963 m) über das Höllental


Publiziert von Ole Pro , 19. Juli 2010 um 13:30.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Wetterstein-Gebirge
Tour Datum:15 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 2200 m
Strecke:Hammersbach - Höllentalangerhütte - Zugspitze - Eibsee
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW/Bus oder Zugspitzbahn nach Hammersbach
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Zugspitzbahn/Bus zum Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels und Gasthöfe in Hammersbach/Greinau Evt. Zwischenübernachtung auf der Höllentalangerhütte
Kartennummer:AV-Karte 4/2 Wetterstein- und Mieminger Gebirge

Der Aufstieg durch das Höllental gilt als schönste, landschaftlich sehr abwechslungsreiche aber auch anspruchsvollste Tour auf die Zugspitze. Sie sollte aber nur bei sicherem Wetter angegangen werden.
Bei guten Bedingungen und etwas Kondition kann man die Zugspitze von Hammersbach gut in 7 Stunden erreichen.

Start um 5:30 Uhr auf dem Parkplatz vor Hammersbach (Gebürenpflichtig). Von hier an der Straße nach Hammersbach hinein bis zu der Brücke über den Hammersbach. Nach der Brücke rechts haltend zur Höllentalklamm. Zunächst leicht ansteigend über einen Forstweg entlang des Baches, danach in leichten Kehren, am Schluß etwas steiler, bis nach ca. 45 Minuten die Höllentaleingangshütte erreicht wird.

Die Begehung durch die Klamm ist gebührenpflichtig (Gebühr 3 Euro, AV-Mitglieder 1 Euro). Ist die Eingangshütte nicht bewirtschaftet, kann die Klamm trotzdem begangen werden. 

Bei der Höllentalklamm handelt es sich um eine spektakuläre Wanderung durch eine tief eingeschnittene Felsschlucht wo der Hammersbach über Wasserfälle ins Tal stürzt. Der in den Fels gesprengte Weg führt über beleuchtete Tunnels, über Brücken und Stufen durch die Klamm.

Nach ca. einem Kilometer erreicht man das Ende der Klamm. Von hier führt der Weg weiter in Kehren zur Höllentalangerhütte (1387 m), die ich gegen 7:00 Uhr erreichte.

Nach der Hütte rechts haltend geht es in einer knappen Stunde zum Ende des Talkessels, wo der erste Klettersteig beginnt ("Brett"). Die erste Steilstufe wird über Klammerreihen, Drahtseile und Stahlstiften in ca. einer Stunde überwunden. Danach in leichter Kletterei zum "Grünen Buckel". 

Nach dem Klettersteig wurde die Sicht immer schlechter. Durch dichten Nebel wanderte ich in einer weiteren Stunde durch das Höllentalkar zum Höllentalferner der in ca. 2250 m erreicht wird. Durch das warme Wetter der letzten Tage waren auf dem Gletscher keine Spuren zu sehen. Hier traf ich auf weitere Bergsteiger die nach dem Einstieg zum zweiten Klettersteig suchten. Die nächsten drei Stunden verbrachten wir (in der Zeit waren es sicher 20-30  Personen, davon einige die den Weg schon einmal gemacht hatten) mit der Suche nach dem Einstieg. (Wenn man bei klarer Sicht die Bilder vom Gletscher sieht kann man sich das kaum vorstellen).
Glücklicherweise wurde die Sicht danach etwas besser, wir fanden gegen 13:00 Uhr den Einstieg. Wir mußten feststellen, dass wir bei der Umgehung von Blankeisstellen nur wenige Meter vom Einsteig (bei ca. 2450 m) einfach vorbeigelaufen waren. 

Der Zustieg über den Gletscher ist bei guten Bedingungen (Firn, gute Sicht) einfach (Neigung ca. 30-35 °). Durch die hohen Temperaturen waren jedoch keine Spuren mehr zu sehen, es mußten Blankeisfelder überwunden werden. Einige waren noch ohne Steigeisen unterwegs. Ohne Hilfe (Stufen schlagen) wären die nicht über die Eisfelder rüber gekommen.

Die Randkluft kann zur Zeit mit einem großen Spreizschritt und einem angebrachten Fixseil noch gut überwunden werden. Es kann aber bei anhaltenden hohen Temperaturen nur schlechter werden. Nach Überwinden der Randkluft (inzwischen waren wir nur noch 9 Personen) am Einstieg geht es immer gut gesichert in ca. 2 h über den zweiten Klettersteig in Richtung Gipfel. Das Wetter wurde immer besser. Den Gipfel erreichte ich gegen 15:30 Uhr.

Bei dem Trubel auf den Aussichtterassen am Gipfel war ich froh mit der Seilbahn zum Eibsee abfahren Fahrt  zu können. Von hier mit der Zugspitzbahn nach Hammersbach.

 


Tourengänger: Ole


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