Schächentaler Windgällen - Höch & Läged Windgällen (2764 m & 2573 m)


Publiziert von alpinos , 18. Juli 2010 um 19:36.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:18 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Klausenpass (Kehre bei Unter Balm) - Vorderen Rustigen - Ruosalper Chulm - Höch Windgällen - Läged Windgällen - Ruosalper Chulm - Balmer Grätli - Hotel Klausenpass
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW bis Klausenpass; lezte Kehre vor Hotel Klausenpass; hier ein paar Parkmöglichkeiten.

Interessante und abwechslungsreiche Alpinwanderung am Klausenpass

Die beeindruckenden Felsklippen der Schächtentaler Windgällen erheben sich auf der nördlichen Seite des Schächtentals. Vom Klausenpass sind sie recht kurzweilig über Wanderwege zu erreichen. Der Aufstieg auf die Läged Windgällen durch ein großartiges Felscouloir, die anschließende Überquerung des zerfurchten Plateaus und schließlich die Besteigung der Höch Windgällen über die Südostwand lassen die Herzen jedes Alpinwanderers höher schlagen. Es sind nicht unbedingt die Schwierigkeiten der Kletterpassagen, oder die extremen Tiefblicke die hier begeistern, eher die Kombination aus vielen kleinen Dingen. Zusammen ergeben sie eine wirklich sehr schöne und abwechslungsreiche Tour.

Zusammen mit Reto haben wir heute diese Tour in Angriff genommen. Schnell noch den letzten Bericht und die GPS-Datein von Mehr MaeNi eingepackt (Danke euch beiden auch für die vielen hilfreichen Fotos!) und los ging's. Das Wetter war heute eher durchwachsen. Die Restbewölkung in den Alpen löste sich wider Erwarten nur sehr langsam auf; aber auch dieses Wetter hat seine interessanten Seiten. Von der letzten Kurve auf dem Klausenpass vor dem Hotel Klausenpass wanderten wir über weiß-rot markiertem Wanderweg hinauf zum Ruosalper Chulm (2178 m). Hier folgten wir den Trittspuren entlang des Grates nach Westen, zum Schluss durch Blockgelände und Schotter hinauf an den Wandfuß der Läged Windgällen.

Wir waren von dichten Nebel umgeben, die Wegspuren, das eigene Gespür und schließlich das GPS ließen uns das richtige Felscouloir finden. In interessanter, kurzweiliger Kletterei erreichten wir in wenigen Minuten das Plateau der Läged Windgällen. Entlang der zahlreichen Steinmännchen wanderten wir über Felsbänder, Schutt und einige angenehme Schneefelder hinüber zum Einstieg der SO-Wand der Höch Windgällen (von weitem sichtbar mit einem großen gelb Klecks markiert). Nun riss die Wolkendecke und der Nebel schon stellenweise auf und wir konnten einen Blick auf die Felswände erhaschen. Entlang der gelben Punkte, die die Orientierung doch wesentlich erleichterten, stiegen und kletterten wir hinauf. Die interessanteste Stelle ist wohl der kurz unterhalb des Gipfels zu durchquerende fast waagrechte Kamin. Oben angekommen, konnten wir endlich etwas in die Umgebung blicken und genossen die Ruhe.

Beim Abstieg machten wir noch einen kleinem Umweg weglos über Felsbänder und Schotter hinauf zum Gipfelpunkt der Läged Windgällen (P. 2573 m). Wieder beim Ruosalper Chlum angekommen, entschlossen wir  uns - danke Mehr MaeNi für die Anregung! - noch dem weiß-roten Wanderweg entlang des Grates über das Balmer Grätli (2218 m) und dann hinab zum Hotel Klausenpass zu folgten.

Eine wunderbare Halbtagestour im T6-Gelände - nur zu empfehlen. Sicherungsmaterial haben wir keines benötigt, ein Helm ist aber durchaus angebracht, da in den Couloirs und Wänden recht viel loses Zeugs herumliegt und leicht losgetreten werden kann.

Tourengänger: alpinos


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Geodaten
 2879.gpx Schächentaler Windgällen

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Kommentare (4)


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Bombo hat gesagt:
Gesendet am 18. Juli 2010 um 21:48
Beinahe getroffen... War auf der anderen Strassenseite (Wängihorn, Burg, Sittliser, Blinzi) - war aber zu 70% ein Nebelkack und deshalb alles andere als eine tolle Tour... Aber wir kommen wieder! :-) Kleiner Bericht folgt noch....

Gruess
Bombo

MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 28. Juli 2010 um 10:40
Schön, dass Euch unser Bericht gute Dienste geleistet hat. Ist immer schön, wenn man ein positives Feedback erhält.

Gratulation übrigens noch zu Roberts tollen Berichten im Berninagebiet. Wunderbar! Wir mussten letzte Woche leider wegen Verletzungspech auf Morteratsch, Palü und Co. verzichten :-(

Herzliche Grüsse
Marcel und Nicole

alpinos hat gesagt: RE:
Gesendet am 28. Juli 2010 um 13:02
Nachdem ihr so sehr von der Windgällen geschwärmt habt, mussten wir einfach auch mal da hin. Das GPS war in dem Nebel eine gute Hilfe.

Wir haben schon von eurem Pech gelesen; wirklcih ärgerlich so was. Wir hoffen, Nicole geht es bald besser.

Herzliche Grüße,
Anna&Robert.

MaeNi hat gesagt: RE:
Gesendet am 28. Juli 2010 um 13:10
Doch, doch es geht schon wieder recht gut. Zum Glück "nur" eine Zerrung..

glg
Marcel und Nicole


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