Diethelm (2093 m)


Publiziert von alpstein Pro , 18. Juli 2010 um 18:29.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:18 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Östliche Sihltaler Alpen 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 1180 m
Abstieg: 1180 m
Strecke:Ochsenboden - Schärmen - Obergross - P. 2038 - Diethelm - P. 2038 - Alp Fluebrig - Fläschlipass - Ochsenboden
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bodensee - Winterthur - ZH-Nord-/Westumfahrung - Schindeleggi - Studen - Ochsenboden
Kartennummer:map.wanderland.ch

Wuchtig erhebt sich das Fluebrig-Massiv aus der Ebene hinter dem Sihlsee. Unser heutiger Besuch dort war leider nicht vom Wetterglück begünstigt. Die angekündigte Wetterbesserung setzte sich erst so richtig durch, als wir nachmittags wieder am Parkplatz beim Golfplatz Ybrig auf dem Ochsenboden (929 m) angekommen waren.

 

Der Regen hatte wohl erst gerade aufgehört, als wir morgens bei dichtem Nebel und hoher Luftfeuchtigkeit vom Ochsenboden losgelaufen sind. Die ersten 50 Minuten ging es wenig spektakulär über einen breiten Forstweg dahin. Ab etwa P. 1300 kamen wir dann auf den weiss-rot-weiss markierten Bergweg, der nun im freien Gelände steiler nach oben führte. Höchste Konzentration war von nun an gefordert. Dafür waren weniger die technischen Schwierigkeiten verantwortlich, als die zahlreichen Alpensalamander, die alle paar Meter träge auf dem Weg daher krochen und natürlich nicht zertreten werden durften.

 

Zum Stichwort Konzentration kam mir beim Aufstieg, es ging gerade an einem eigentlich harmlosen Abhang entlang, eine gestrige Meldung von ORF-Videotext über Bergunfälle in den Sinn, wonach die meisten tödlichen Abstürze des letzten Jahres in Österreich durch Stolpern und Ausrutschen, zwei Drittel davon beim Abstieg, verursacht wurden. Bei den heutigen Verhältnissen wurde man wenigstens nicht durch das Panorama vom genauen Hinsehen auf den Weg abgelenkt. Auch in vermeintlich einfachen Passagen in hängigem Gelände sollte man aber auch sonst nicht zu sorglos sein.

 

Wir kamen jedenfalls ohne Probleme beim P. 2038 an. Wo ist der Diethelm war die Frage, die wir uns, vom Nebel umhüllt, stellten. Wegspuren führten ohne Markierung zu einer Schulter. Als wir dort drüben standen tauchte die markante Wändlispitz (1971 m) aus dem Nebel auf. Beim Blick auf die Karte  stellten wir fest, dass wir noch nicht auf dem Diethelm sein konnten. Just in diesem Moment zeigte der sich in östlicher Richtung. Bald waren wir dann auch an seinem Wandfuß, wo wir die Stöcke liegen ließen. Die einer Leiter folgende Rinne war mit einer Kette gesichert. Abwärts waren wir mit den nassen und Dreck verschmierten Schuhen über sie dankbar. Über einen grasigen Grat ging es zu einem nächsten felsigen Aufschwung, der abermals über eine unschwierige Rinne bezwungen wurde. In wenigen Metern waren wir dann am Gipfelkreuz.

 

Nur kurze Momente gab es auch mal ein bisschen was zu sehen. Das Glärnischmassiv hatte über Nacht Schnee bekommen. Sonst sahen wir mehr oder weniger nicht viel oder gar nichts. Da wir nicht bis zur angekündigten Wetterbesserung warten konnten, machten wir uns nach einer Brotzeit an den Abstieg. Auf den Turner (2069 m) verzichteten wir angesichts der Verhältnisse und das Wyss Ross (2018 m) begutachteten wir erst gar nicht. Dem Führer nach soll man den NE-Gipfel im Schwierigkeitsgrad EB kommen.

 

Hätten wir gewusst, welch sumpfige Verhältnisse uns unterhalb vom Fläschlipass (1308 m) erwarten, hätten wir den Abstieg über die Aufstiegsroute angetreten. Nasse Holzbohlen luden zu Pirouetten ein, zwei Ausrutscher blieben folgenlos, wenn man von den völlig verdreckten Schuhen und Hosen absieht. Wenigstens haben wir beim Abstieg unterhalb der Alp Fluebrig auch mal den Wägitalersee zu Gesicht bekommen. Und für das entgangene Gipfelpanorama gibt es ja 360, danke.

 

 

 


Tourengänger: alpstein, Esther58


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