1472 Hm die es in sich haben - Lang und heiß - Der Weg auf den Knallstein 2599m


Publiziert von mountainrescue Pro , 17. Juli 2010 um 19:31.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Ennstaler Alpen
Tour Datum:17 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1472 m
Abstieg: 1472 m
Strecke:St.Nikolai im Sölktal - Kaltherberghütte - Klafterseen - Knallstein
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über Liezen - Gröbming - nach St.Nikolai im Sölktal

 Der Große Knallstein, ein Berg mit einer Höhe von 2.599 m ü. A., liegt in den Niederen Tauern (Schladminger Tauern) in Österreich. Der Gipfel befindet sich ca. 5 km Luftlinie westlich von Sankt Nikolai im Sölktal in der Steiermark. Der Normalanstieg führt in ca. 4 bis 4½ Stunden von St. Nikolai im Sölktal (1.127 m ü. A.), zuerst auf einer Forststraße, dann auf einem Karrenweg an der unbewirtschafteten Kaltherberghütte (1.608 m ü. A.) vorbei, weiter auf einem Steig, den Unteren und Oberen Klaftersee passierend und schließlich in nordwestlicher Richtung über einen Kamm, relativ steil zum Gipfel mit Kreuz. Soviel zur Wegbeschreibung aus Wikipedia.

 Für heute war noch einmal ein heißer Tag prophezeit worden und am Nachmittag sollten teilweise schwere Gewitter niedergehen. Es war also ein früher Start angesagt. Um 5.15 Uhr holten Luca und Ich Hans von zu Hause ab. Der Weg bis nach St.Nikolai im Sölktal "zieht" sich in die Länge, da auch einige Baustellen die Nerven der Autofahrer strapazieren. Um 6.45 Uhr konnten wir bei angenehmen Temperaturen, von einem großen Parkplatz, direkt neben einer idyllischen Kirche, starten. Der Weg führt wie gesagt zuerst ziemlich lange über Forststraßen bis er sich dann im Wald immer steil bergwärts windet. So einen Weg habe ich noch nie erlebt. Es geht nur steil bergauf und Steine im Weg erfordern immer sehr große Schritte, die sowohl die Muskulatur als auch die Gelenke aufs äußerste strapazieren. Eine schöne Weganlage ist etwas anderes!!!


Bald erreichen wir die sehr schön gelegene Kaltherberghütte. Der einzige Vorteil in diesem Gebiet ist, dass es ein unglaublich wasserreiches ist und Luca immer wieder Quellen findet um seinen Durst zu stillen. Auf der anderen Seite ist es auch ein sehr sumpfiges Gebiet.

Von der Kaltherberghütte führt der Weg zuerst durch einen lichten Wald wieder steil, um nicht zu sagen kerzengerade bergwärts. Es ist unglaublich heiß und der Schweiß fließt in Strömen. Immer wieder bleiben wir stehen um unseren Durst zu stillen. Nach diesen 200 Hm kommen wir an den 2 Kalfterseen vorbei und Luca nützt gleich die Gelegenheit für ein ausgiebiges Moorbad.

Wir haben nun die Seehöhe 1884 m erreicht und es fehlen noch über 700 Hm auf den Gipfel. Der Weg setzt sich fort, wie er begonnen hat - steil, steil, steil.

Nach 3Stunden und 15 Minuten stehen wir endlich am Gipfel. Immer wieder ziehen dichte Quellwolken rund um den Gipfel und aus dem Westen nähert sich stetig eine breite, dunkle Wolkenfront und wir brechen nach kurzer Rast zum Abstieg ins Tal auf.

Die 1500 Hm müssen nun im Abstieg bewältigt werden. Ein Lichtblick ist die Kaltherberghütte, wo der nette Besitzer für durstige Wanderer Bier, Radler und Limonade zur Verfügung stellt, gegen Einwurf von Geld in einer neben stehen "Bierkasse", was wir sehr gerne getan haben.

Nach 2,5 Stunden sind wir wieder glücklich, müde und total verschwitzt zurück in St. Nikolai, wo wir uns als krönenden Abschluß noch mit einer Malakofftorte und einer großen Tasse Kaffee verwöhnen!
 

Tourengänger: mountainrescue


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Geodaten
 2868.gpx Von St.Nikolai auf den großen Knallstein

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