Löffelhorn (3095 m): sehr selten besucht - letzter Gipfeleintrag vom Oktober 2009


Publiziert von johnny68 Pro , 17. Juli 2010 um 16:51.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:16 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1750 m
Strecke:Geschinen - Löffelhorn und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der MGB nach Geschinen
Unterkunftmöglichkeiten:in Geschinen oder Münster

Im ausgezeichneten SAC-Führer „Wanderziel Gipfel – Oberwallis“ von Sabine und Fredy Joss ist diese Tour mit T6 bewertet. Dies ist vertretbar. Ich habe T5 gegeben, weil – allerdings nur bei richtiger Routenwahl auf dem Ostgrat - nirgends eine echte Ausgesetztheit zu verzeichnen ist.
 
Wenn man die Route verfehlt, kann es aber rasch heikel werden. Am besten bleibt man auf dem Ostgrat und umgeht die paar Türme im unteren Bereich ganz leicht rechts und im oberen Bereich ganz leicht links (Blockkletterei max. II). Abraten würde ich davon, in die südliche Schuttflanke auszuweichen. Dieser Schutt ist sehr instabil, und wenn es dumm geht, rutschen ganze Schuttpartien einschliesslich oben liegender grösserer Blöcke ab.
 
Ich startete im Gommer Dorf Geschinen (1351 m). Man überquert zuerst die Lawinenschutzdämme und den Geschinerbach. Auf dem Zustiegsweg zum Gommer Höhenweg geht es aufwärts zu Punkt 1542 m. Hier trennen sich die Wege. Man nimmt den Weg Richtung „Trützisee“. Der Weg führt in angenehmen Serpentinen den lichten Lärchenwald hinauf. Auf 1771 m biegt er nach Norden in das „Trützital“ ab. Nach einer heiklen Bachüberquerung auf einem nassen, morschen und schwankenden Holzbalken erreicht man bald die Alp „Chäller“, kurz danach die Alpen „Oberstafel“ und „Treichbode“. Nun wird es steiler, und der rot-weisse Bergweg führt in undeutlichen Serpentinen bis zur Anhöhe, hinter welcher sich der idyllische Trützisee (2579 m) verbirgt.
 
Man umgeht den Trützisee ostseitig und geht die nächste Geländestufe bis zum Punkt 2725 m hoch. Hier befindet sich ein weiterer See (war noch teilweise gefroren). Man biegt nach Westen ab und steigt vorerst steil, später etwas weniger steil das lang gezogene Schuttkar hoch (einzelne Steinmänner), bis man den Ostgrat des Löffelhorns erreicht. Von hier an muss man die Route selbst finden (siehe oben). Am Ende des Ostgrats geht man die Gipfeltürme südseits an. Man passiert praktisch unter dem ganzen Gipfel durch und klettert am westlichen Ende über einige grosse Blöcke (max. II) zum Gipfelkreuz, wo es sehr wenig Platz hat.
 
Rückkehr auf demselben Weg nach Geschinen, wobei ich mir im eiskalten Trützisee ein erfrischendes Fussbad gönnte.

Tourengänger: johnny68

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Kommentare (2)


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Fenek hat gesagt: schön!...
Gesendet am 17. Juli 2010 um 19:02
dass du diesen Gipfel auch besucht hast, er ist es wert!

liebe Grüsse
Fenek

johnny68 Pro hat gesagt: RE:schön!...
Gesendet am 18. Juli 2010 um 11:28
Hallo Fenek
Es war eine schöne Tour. Leider war die Aussicht durch die über den Berner Alpen liegenden dunklen Wolken etwas getrübt.
Weiterhin gute Touren wünsch ich dir.
Johnny


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