Bietschhorn (W-Grat), 3934m


Publiziert von markom , 17. Juli 2010 um 12:35.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:12 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 4700 m
Abstieg: 4700 m
Strecke:Ried-Bietschhornhütte-Schafbärg-Bietschorn(W-grat)

Kurz vornweg, die Höhenmeter beziehen sich auf die kompletten 3 Tage, die einzellnen hm`s und die Zeiten gebe ich wie immer unten bei Details an. Aus "Langeweile"  bin ich 2Mal zur Hütte aufgestiegen.
So lange wollte ich garnicht auf der Hütte bleiben, aber beim 1.Versuch musste ich die Übung bei 3300m abbrechen, weil ziemlich dunkle Gewitterwolken ankamen und das Bietschhorn zumindest oben komplett verhüllten. Ich wollte wenigstens etwas von dem berühmten Panorama mitkriegen, wenn ich schon da hoch turne. 
Am 2.Tag lief alles wie geschmiert. Neben einer 3er-Seilschaft und 2 Holländern ging ich eines der schönsten Hörner um 3 Uhr15 an. Durch meinem Übungsausflug vom Vortag waren mir die Verhältnisse bekannt, so konnte ich alles unnötige, wie Steigeisen und Pickel in der Hütte lassen. Über gut markierten kleinen  Pfad gehts flott den Schafbärg hinauf. ( Im Gegensatz zum Vortag, wo ich weglos irgendwo 100Meter weiter rechts hochturnte). Der Übergang und die Überschreitung des Gletschers bis zum Einstieg in den WestSüdWestgrat war ohne Steigeisen problemlos machbar. Blanke Stellen können gut umkurvt werden. Hier beginnt die Kraxelei, zuerst über nervöse Schuttblöcke, dann immer( der zuunterst) breiten Gratkante folgend hinauf. Der Grat wird dann schmal und luftig, aber nie wirklich heikel, das meiste wird in schönem Fels überklettert, teils sehr luftig. In der Westflanke sind fast immer deutlich Pfadspuren zu sehen,allerdings in ziemlich brüchigem,losem Zeug. Besser lieber oben an der Kante bleiben oder knapp rechts davon. Einige Schlingen und Haken sind angebacht. Der Rote Turm sollte bei trockenen Verhältnissen kein Problem sein, ansonsten wirds kritisch. Zwar kleingriffig, dafür sehr kompakter Fels. Es gibt glaube einen Zwischenhaken und oben noch einen Abseilring. Wie im Flow turnte ich nach oben, ich konnte es kaum glauben dass der Spass so schnell vorbei war als ich am Talgipfel ankam.Die Sonne kam auch langsam durch und so ging es, wieder sehr schmal, konzentriert hinüber zum Gipfelkreuz. Der Blick ging über den Wolken zum Mt.Blanc, zu den Wallisern und noch zu 1000 anderen Gipfeln....Traumtag erwischt. Was will man mehr ????
Runterwärts ging es auf gleicher Route zurück zur Hütte. Dort zauberte mir Anni, die Hüttenchefin, noch meine Büchsenravioli in den Topf, den restlichen Krempel verpackt, kurze Hose an und hinunter in das brütend heiße Ried.....
Details :  Ried- Bietschhornhütte :  1100hm ; 2h15
                      Hütte-Gipfel- Hütte : 1500hm ;  7h brutto ;  Netto:3h45min hoch,2h45min runter. ( Diese Zeiten beziehen sich auf Ohneseilbegehung, bei unsicheren Seilschaften könnte man etwas an Zeit drannhängen)

Tourengänger: markom

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