Traumtour auf den Clariden (3267 m)


Publiziert von alpinos , 17. Juli 2010 um 11:51.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:12 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-UR   Claridengruppe   Ortstockgruppe 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Klausenpasshöhe - Tierälpeligrat - Iswändli - Chammlijoch - Clariden-Nordgipfel - Clariden - u.z.
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW bis Klausenpasshöhe; hier Parkmöglichkeiten beim Kiosk.

Hochtourenwoche Juli 2010 - Teil I
[Tour Robert mit Reto]

Nach der gestrigen Einlauftour im Hoch-Ybrig-Gebiet starteten Reto und ich mit einer Traumtour in unsere Hochtourenwoche Juli 2010 - der Besteigung des Clariden vom Klausenpass aus. Eine klassische Tour - allein auf dieser Seite gibt es zahlreiche Einträge - für uns die ideale Vorbereitung auf die nächsten Tage. Die Bedingungen waren ideal und hätten einfach nicht besser sein können: wunderbares Wetter mit großartiger Fernsicht; bis auf einige Stellen noch reichlich Schnee auf dem Gletscher, das Iswändli war gut zu begehen; die Kletterpassage auf den Hauptgipfel des Clariden ein Genuss; und was das Tollste war: keine Menschenseele sonst unterwegs - insgesamt eine Traumtour in einsamen Bergwelt!



Um kurz nach fünf begannen wir vom Parkplatz auf der Klausenpasshöhe im ersten Tageslicht unseren Aufstieg auf dem gut ausgetreten Weg (kurz hinter der Kapelle gibt es die ersten rot-weiß-roten Markierungen, dann viele Steinmännchen; auf einem Stein der Hinweis: Planurahütte 4,5 Stunden). Während langsam der Tag begann und im Osten die Sonne farbenprächtig aufging, stiegen wir auf dem Tierälpeligrat zügig in etwas über zwei Stunden zum Iswändli hinauf. Die Bergkulisse des Schächentals und des Glarnerlandes bot im Morgenlicht einen atemberaubenden Anblick.

Zunächst noch ohne Steigeisen gings hinauf auf den Gletscher. Oben auf dem Chammiloch wurde der Weg flacher und wir wanderten in weiter Linkskurve hinüber in zum Nordgipfels des Clariden. Die ausgeaperten Stellen konnten in gutem Trittschnee umgangen werden. Ein paar Spalten verbargen sich allerdings darunter, konnten aber ohne Probleme überquert werden. Der letzte Anstieg auf den Gletscher war dann recht aper und vereist und so legten wir für die letzten Meter doch noch die Steigeisen an.

Nach einer kleinen Rast am Fuß des Nordgipfels machten wir uns an den Aufstieg über Schutt und Felsblöcke; in wenigen Minuten hatten wir den Nordgipfels des Clariden (3191 m) erklommen. Zunächst ging es wieder steil bergab in das Joch zwischen Nord- und Hauptgipfel, dann weiter über Firn hinüber an den Fuß des Hauptgipfels. Hier kamen ein paar Spuren von links das steile Firnfeld der Clariden-Nordwand herauf. Die folgende Kletterpassage entlang der Ketten zum Gipfel war der reine Genuss; der Fels war gut und griffig, die großartigen Tief- und Weitblicke rundeten das Erlebnis ab. Schon um neun Uhr nach etwa 3 1/2 Stunden Gehzeit standen wir auf den Gipfel des Clariden (3268 m) und konnten unser Glück kaum fassen. Ein traumhaftes Wetter, gigantische Fernsicht, idealer Tourenverlauf und noch dazu kein Mensch sonst am Berg.

Das Wetter lud zu ausgiebiger Gipfelrast ein und wir genossen die warme Morgensonne. Dann machten wir uns an den Abstieg auf der gleichen Route. Der Schnee auf den Gletscher war schon etwas weicher geworden, aber trotzdem noch gut zu gehen. Den Abstieg auf dem Tierälpeligrat erleichterten zahlreiche Schneefelder, die wir hinunter rutschen konnten. So standen wir schon um zwölf Uhr nach nur zwei Stunden Abstiegszeit wieder am Klausenpass.

Tourengänger: alpinos


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Geodaten
 2812.gpx Clariden

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