Versuch Gspaltenhorn 3436 m


Publiziert von marc1317 , 12. Juli 2010 um 01:58.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum: 3 Juli 2010
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Unterkunftmöglichkeiten:Gspaltenhornhütte SAC

Solo-Besteigungsversuch am Gspaltenhorn - leider heute eine Nummer zu gross...

Schon seit sputnik diese Tour allein unter die Füsse genommen hat, lässt mich dieser Berg nicht mehr aus seinem Bann. Er bietet schlichtweg alles, was einem anspruchsvollen Bergsteiger gefallen wird... und... er ist durch einen nicht vorhandenen Gletscher und die nicht zu schwierige Kletterei gut im Alleingang möglich.

Ich startete daher meine Tour gegen Mittag mit dem Aufstieg zur Gspaltenhornhütte 2455 m. Zu allererst nahm ich das Postauto von Reichenbach hinauf zur Griesalp über die steilste Postautostrecke Europas. Bereits auf der Fahrt wird das Nervenkostüm bzw. die Gelassenheit der Gipfelaspiranten auf die Probe gestellt. In manchen der sehr engen Kurven muss der Fahrer nämlich eine Art Warnsignal geben, damit der Gegenverkehr nicht in den Bus rast. Dieses Signal kommt aber unangekündigt und ist so dermaßen laut und schrill, dass es jeden Fahrgast auf "Herz und Nieren" prüft ;-).

Auf der Griesalp angekommen führt ein schön angelegter, durchgehend markierter Wanderweg in etwas mehr als 1000 hm hinauf zur Gspaltenhornhütte SAC 2455 m. Bereits eine halbe Std. vor Ankunft schüttete und hagelte es wie aus Kübeln, auch die Sicht beschrenkte sich so, dass ich die Hütte erst bemerkte, als ich schon quasi auf der Türschwelle stand ( nun ja, Meteo lag mit der Prognose am kompletten Wochenende arg daneben ).

Am anderen Morgen warf mich der Uhrwecker bereits um kurz vor 4 aus den Federn, da ich auch den Sonnenaufgang auf dem Bütlassesattel 3020 m geniessen wollte. Ich kam zügig voran und erreichte den Sattel fast genau bei Sonnenaufgang, wobei von Sonne nur kurz etwas zu sehen war. Das Wetter verschlechterte sich wieder und Nebel zog auf, später auch wieder Regen. Ein Blick reichte um beurteilen zu können, dass heute hier der Gipfel wohl kaum erreichbar wäre. Die steile Schuttrampe oberhalb des Sattels war noch mit reichlich Schnee bedeckt, auch das Stück vom Grat ( was man sehen konnte ) sah alles andere als einladend aus - das dachte sich auch eine grössere SAC-Gruppe.

Der Abstieg gestaltete sich durch den später kommenden Regen an mancher Stelle recht heikel, da sich Steine und Schutt unter meinen Füssen selbstständig machten.

Ich erreichte aber schliesslich doch noch zum regulären Frühstücksbeginn um 7.00 Uhr die Hütte und trocknete hier erst einmal meine Kleidung, bevor ich den Abstieg in Richtung Griesalp antrat.


Tourengänger: marc1317


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