Saint-Luc – Le Toûno (3018 m) – Pointe de Tourtemagne/Turtmannspitze (3080 m)


Publiziert von johnny68 Pro , 8. Juli 2010 um 20:24.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum: 7 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Saint-Luc - Le Toûno - Pointe de Tourtemagne
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Postauto nach Saint-Luc
Unterkunftmöglichkeiten:in Saint-Luc

Die letzten heissen Tage mit Starkgewittern haben dem Schnee in höheren Lagen zugesetzt. Die beiden von mir bestiegenen Dreitausender im Val d’Anniviers waren praktisch schneefrei.
 
Ich startete die Tour im hübschen Dorf Saint-Luc auf rund 1650 m. Man durchquert das ganze Dorf (mit schönen Holzhäusern) und steigt auf einem Feldweg in Richtung Lac du Toûno bzw. Le Toûno. Auf 2198 m erreicht man die Alp Le Chiesso, wo man den Feldweg verlässt und auf einen Bergweg abzweigt. In einem schönen Bachtobel geht es aufwärts. Oberhalb der Waldgrenze erreicht man eine weite Almfläche. Man umrundet den Toûno. Kurz vor dem Lac du Toûno biegt man nach links ab und steigt steil die Südflanke des Toûno hoch. Zuoberst ist der Gipfelaufbau grasig-schrofig (T2). Auf dem Gipfel hat es ein Kreuz und sogar ein Ruhebänklein. Nordseits fällt der Toûno 800 m steil ab.
 
An diesem Prachtstag hatte es hier nicht wenige Leute. Insbesondere schaffte es eine sehr geordnete Schulklasse mit 12-Jährigen (vor allem Mädchen) aus dem flachen Belgien, diesen Gipfel zu erreichen. Sie starteten um 0700h in Ayer und waren um 1330h oben. Chapeau für die insgesamt rund 1700 Höhenmeter, zumal die Rückkehr über den Pass Bella Vouarda erfolgte!
 
Mich lockte der Grat (T4+) sowie der Gipfel (T4) der benachbarten Pointe de Tourtemagne. Man steigt zuerst über eine Grasflanke nach Osten ab, bis man eine Abbruchstelle im Grat erreicht. Hier gilt es leicht zu klettern. Über Blöcke und felsige Couloirs geht es bis rund 2820 m hinunter; man muss einige Felszähne des Grates südlich umgehen. Man findet hier nur einzelne Wegspuren. Über ein weiteres steiles Couloir steigt man wieder hoch und erreicht die mässig steile Blockstein-Gipfelflanke der Pointe de Tourtemagne. In der Gipfelflanke der Pointe de Tourtemagne hat es Wegspuren und einzelne Steinmänner. Vom zerschrundenen Gipfel mit breiten Spalten sieht man das charakteristische Meidhorn (auffälliger Felszahn im Turtmanntal) direkt vor sich, rundherum natürlich die bekannte Gipfelparade.
 
Der Abstieg von der Pointe de Tourtemagne zum Lac du Toûno ist nicht leicht zu finden. Es führen mehrere Steilcouloirs runter, wobei einige von ihnen aber bei Felswänden enden. Der Abstieg erfolgt über das westlichste Couloir (vom Gipfel Richtung westsüdwest). Ganz wenige Steinmänner weisen den Weg. Dieses Couloir hat einige Steilstufen, wo man leicht klettern muss.
 
Vom Lac du Toûno kehrte ich auf demselben Weg wie beim Aufstieg nach Saint-Luc zurück.

Tourengänger: johnny68

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