Ochsenkopf - Augstenberg - Nospitz


Publiziert von Zwieback , 2. Juli 2010 um 11:15.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum:15 Juni 2010
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL   A 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 1350 m
Abstieg: 1350 m
Strecke:Malbun – Sareis – Gamsgrat – Ochsenkopf – Gamsgrat – Sareis – Sareiser Joch – Spitz – Augstenberg – Silberhorn – Tälihöhi – Nospitz – Tälihöhi – Vaduzer Täli – Malbun

Schöne Wanderung in bröckeligem Gelände an einem trüben Junitag

 

Der Weg von Sareis aus über den Gamsgrat auf den Ochsenkopf ist auf der Karte eingezeichnet und mit gelben Punkten markiert. Trotzdem keine ganz einfache Angelegenheit, denn der Berg scheint einem geradezu unter den Füssen wegzubrösmeln..

 

Von Buchs nach Steg zu gelangen wäre eigentlich ja recht einfach. Man steige einfach in den Bus nach Schaan ein, steigt dort Richtung Vaduz um und nimmt dort den Bus nach Steg. So die Theorie. Nur liess ich mich dieses mal vom SBB Onlinefahrplan dazu verleiten, statt per Bus mit dem Zug nach Schaan zu fahren. Das funktionierte ja eigentlich auch ganz gut. Nur lag zwischen Bahnhof und Busbahnhof eine riesige Baustelle, deren Umgehung mich prompt meinen Anschluss verpassen liess. Daraufhin nahm ich den nächsten Bus nach Vaduz, wo mir dann der Bergbus auch erwartungsgemäss vor der Nase wegfuhr, so dass ich nach einstündiger Warterei und halbstündiger Busfahrt dann endlich kurz nach 9 doch noch in Malbun starten konnte. Die Sesselbahn nach Sareis war wegen Wartungsarbeiten noch nicht in Betrieb, so dass ich erst ein paar hundert Meter der Strasse Richtung Bergstation folgte, um dann durch eine beinahe legföhrenfreie Rinne mehr oder weniger direkt den Hang hochzusteigen.

 

Von der Bergstation führt ein Weg erst ein wenig hinunter, durch die Legföhren und schliesslich über Geröllfelder in die imposanten, Felsigen, bröckligen Südabbrüche des Ochsenkopfes. Hier helfen gelbe Markierungen weiter. Wegspuren sind nicht immer vorhanden, insbesondere im Abstieg ist das Gelände dort ziemlich unübersichtlich. Über sehr viel Schutt, Geröll, bröcklige Schrofen und bröckligen Fels gelangt man, teilweise steil und abschüssig, auf die Höhe des Gamsgrates. Die Route ist im neuen Rätikonführer mit T5 bewertet, ist wohl eher etwas hoch.

Die düsteren Wolken und die vereinzelten Regentropfen sind nicht sonderlich erheiternd, schaffen aber eine Mystische Stimmung. Sollte es zu Regnen anfangen dürfte der Abstieg allerdings nicht sehr amüsant werden.

 

Der Gamsgrat, bzw. der Grat zwischen Gamsgrat und Ochsenkopf (bin mir da mit der Nomenklatur nicht sicher) ist anfangs zahm, breit und grasig, verwandelt sich jedoch bald in ein brüchiges, felsiges, zerschartetes Ungetüm, ist aber relativ einfach zu be- bzw. umgehen. Der Weg führt anfangs teils um die einzelnen Zacken herum, teils drüber und weicht dann vor dem letzten grossen Aufschwung vor dem Gipfelkopf links in die Flanke aus, ziemlich abschüssig und stellenweise ausgesetzt, aber ansonsten Problemlos. Über ein paar letzte Felsen, zuletzt wieder auf dem Grat gelangt man auf den Gipfel. Gemäss Gipfelbuch wird der Gipfel doch ab und zu Besucht, das Buch hat aber schätzungsweise trotzdem noch Platz für ein halbes Jahrhundert.Vom Gipfel könnte man auf dem Grat weiter, um dann nach links, meist auf einer guten Wegspur, die Flanke hinunterzusteigen. Möglich wäre es natürlich auch, dem Grat weiter zum Ruchberg und Bettlerjöchle zu folgen, sieht aber garstig aus.

Ich möchte noch weiter zum Augstenberg und gelange daher auf dem selben Weg zurück nach Sareis.

 

Von dort auf dem Wanderweg weiter zum Spitz (in kurzer Kraxelei über den Nordgrat, ca. T4) und Augstenberg. Durch dessen Westflanke führt eine – anfangs nicht sichtbare – Wegspur (T3), erst durch das Geröllfeld, dann hinüber auf den Nordwestgrat und hinunter zum Silberhorn (unscheinbarer Geröllhaufen mit Kreuz abseits des Gipfels in der Nordostflanke) . Von dort weiter zur Tälihöhi, von welcher man in wenigen Minuten auf einer guten Wegspur durch die Westflanke auf den Nospitz (T2) gelangt. Von der Tälihöhi schliesslich durch das Vaduzer Täli wieder hinunter nach Malbun.


Tourengänger: Zwieback

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