Auf Schafsteigen vom Monte Folgorito (911m) zum Monte Focoraccia (1147m)


Publiziert von felixbavaria , 28. Mai 2010 um 17:33.

Region: Welt » Italien » Toskana
Tour Datum:20 Mai 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpi Apuane   I 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Riomagno - M. Folgorito - Rif. Alleluia - M. Focoraccia - Rif. Alleluia - Riomagno
Zufahrt zum Ausgangspunkt:In Seravezza südlich des Flusses links abbiegen und auf der kleinen Asphaltstraße nach Riomagno. Beschränkte Parkmöglichkeiten entlang der Straße nahe des Einstiegs zum Wanderweg (Schild). Die Tour lässt sich auch gut als Bike+Hike von der Küste machen.
Unterkunftmöglichkeiten:zahlreiche Hotels an der Küste
Kartennummer:Kompass 646 (Alpi Apuane) - hier fehlerhaft

Der Monte Folgorito ist eine Erhebung im langen, hufeisenförmigen Höhenzug, der im Monte Altissimo (1589m) kulminiert. Vom M. Folgorito kann man auf verfallenen Wegen und Schafsteigen durch urtümliches Gelände zum Monte Focoraccia aufsteigen, der eine tolle Aussicht auf den wilden Monte Altissimo bietet.

Von Riomagno steigt man auf einem steilen, schmalen, gepflasterten Weg durch die Ostflanke des Höhenzugs auf. Wegen der Ausrichtung brennt die Sonne hier schon am Vormittag hinein, trotz des dichten Waldes kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Kurze Hosen sind wegen des dichten, stachligen Buschwerks allerdings weniger empfehlenswert. Bald erreicht man die Grathöhe und hat einen wunderbaren Blick zur Küste. Weiter geht es in sanfter Steigung durch an sich schönen Bergwald (leider teils verbrannt) zu einer kleinen Kirche und auf einem eingewachsenen Weg über eine Wiese wieder in den Wald.

Nach einem Steilstück scheint der Folgorito schon zum Greifen nah, doch sollte man sich nicht täuschen, denn das Kreuz ist riesig. Auf einer Schotterstraße wird der Berg in der Westflanke gequert. Auch wenn der Gipfel nah scheint, Abkürzen ist nicht möglich, es sei denn man hätte eine Motorsäge oder Machete zur Hand. Markierungen weisen nach oben, doch es gibt kein Durchkommen durch das dichte, stachlige Gestrüpp. Der einzige Zugang führt von einem kleinen Sattel nordseitig über plattige Felsen, die noch nicht überwuchert wurden, zum Gipfel (blau markiert, etwas ausgesetzt, T3+).

Vom Sattel geht es über einen laut Schild neu hergerichteten, aber bereits wieder eingewachsenen Pfad über einen Höhenzug (P. 916, P. 916) in Richtung Monte Carchio (mit Antenne), doch wird der Höhenzug bereits vorher wieder verlassen, und man wandert auf einer Forststraße gemütlich weiter. Laut Karte müsste der Weg scharf rechts abzweigen und dann wieder zur Grathöhe führen, wir folgen also dem Schild zum "Rifugio Alleluia" (geschlossen).

Vom Rifugio weiter auf der Schotterstraße und geradeaus auf einen kleinen, unmarkierten Pfad, der im Wiesengelände in der Westflanke des Monte Carchio ansteigt. Es gibt zahlreiche Alternativen (alte Pfade und Schafsteige), um die Grathöhe zu erreichen, das Gelände ist nicht schwierig. Der offizielle Weg ist es aber nicht, wie sich später herausstellen sollte.

Wegen der bereits fortgeschrittenen Uhrzeit definieren wir den Monte Focoraccia (1147m) als Gipfelziel und kehren von dort auf der Grathöhe zurück (oberhalb des Anstiegsweges, in Richtung des großen Marmorbruches oberhalb des Rifugio). Marmorquader und ein Gedenkstein aus dem 2. Weltkrieg liegen am Weg. Über eine Geröllhalde geht es in flinker Abfahrt zurück zum Refugio (oder alternativ über die Kehren einer Schotterstraße).

Abstieg dann nicht über den Höhenzug (P. 916) zum Folgorito, sondern einfach der Straße nach, bis man unterhalb des Folgorito wieder auf den Anstiegsweg trifft, den man zurück nach Riomagno nimmt.

Wer den offiziellen Weg Nr. 33 von Riomagno zum Monte Altissimo finden möchte, der sollte die Karte ignorieren und nach dem P. 916 stur den Markierungen nachlaufen. Der Weg befindet sich deutlich unterhalb der Grathöhe, und erreicht NICHT das Rifugio Pasquilio, wie auf der Karte angedeutet. Die vollständige Überschreitung des "Hufeisens" ist aber gigantisch lang!

Tourengänger: felixbavaria


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