Rocca Piana (1873m), Nonsberge


Publiziert von Tef Pro , 20. Mai 2010 um 22:37.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:15 Mai 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Aus dem Etschtal führt von Kurtatsch eine kleine Straße hianuf nach Fennberg. Zuerst kommt Oberfennberg, dann geht es wieder hinab nach Unterfennberg. Zahlreiche Parkplätze beim See in der Nähe der Kirche
Kartennummer:Kompass Nr. 74

Im südlichen Mendelkamm werden die Nonsberge nochmal richtig wild. Vor allem von der Etschtaler Seite wirken sie auch so.
Die wohl schönste Runde ist die komplette Überschreitung von Unterfennberg aus. Die großen Pluspunkte sind hier die Wildheit und Einsamkeit der Tour und die Naturerlebnisse. Von weiter oben bestechen dann die Ausblicke auf Brenta und Adamello. Die Wanderung ist an sich eh schon sehr lang, doch da auf dem Rückweg der Weg Nr. 519 wegen Erdrutsch gesperrt ist, mußten wir über den Weg ins Val dei Molini absteigen und dann nochmal über 400 Hm hinauf (Weg Nr.502). Aber auch dies hat sich landschaftlich durchaus gelohnt.
Los geht es beim Fenner See (1040m). Ein Wiesenpfad (Nr.3) führt an der hübschen Sankt Leonhard Kirche vorbei zum Waldrand. Nun geht es durch Wald in Serpentinen eine Ebene höher. Es wird flacher und wir erreichen die Fahrstraße nach Oberfennberg mit Schloß und Kapelle.
Wir folgen der Fahrstraße einige Minuten, ehe nach links der Weg Nr.3 wegführt. Nun geht es durch Buchenmischwald leicht bergauf, bei einer Forststraßenkreuzung gehen wir nach rechts. Bald darauf führt ein kleiner Pfad und durch schöne Landschaft hinauf zum Fenner Joch (1563m).
Hier wenden wir uns nach links (Weg Nr.503). Meist geht es nun durch dichten Wald im leichten Auf und Ab, in einem kleinen Sattel folgen wir einer schwachen Pfadpsur und nehmen noch den Cimonic (1729m) mit. Wieder zurück, folgen wir dem Pfad, er immer steile Waldhänge quert.
Wir kommen wieder auf die Ostseite des Bergrückens und aussichtsreich geht es nun zur schönen Prá d'Arza, einer kleinen Wiese, die zum Rasten einlädt. Danach geht es hinab in die Sella d'Arza (1503m).
Nun geht es wieder bergan, ein kleiner Hügel wird überschritten, ehe es enorm steil zwischen Latschen auf den Monte Cuc (1803m) hochgeht. Hier heroben haben wir einen tollen Rundumblick. Auch unser Gipfelziel steht schon vor uns. Doch um dies zu erreichen, geht es vorher steil nach Südwesten hinab.
Es ist wirklich sehr steil hier in der Latschengasse und zuletzt wird eine Felswand mit drei Leitern überwunden. Danach geht es wieder einfacher noch weiter hinab, bis wir bei der Portaza (1643m) den tiefsten Punkt zwischen den beiden Gipfeln erreichen. Steil aber unschwierig geht es nun über Felsen und zwischen Latschen hoch zur Rocca Piana mit riesigem Kreuz. Der Nordföhn brachte sogar bis hierher ein paar Schneeflocken, trotzdem war die Sicht ganz passabel. Aber frisch war's doch, so daß wir uns bald an den Abstieg machten.
Auf der Südostseite führt ausgeschildert ein schöner Pfad (Nr.518) zuerst zwischen Latschen, später durch Buchenwald hinab Richtung Malga Graun (1222m). Die zahlreichen Sitzmöglichkeiten deuten auf regen Besuch im Sommer hin.
Wir folgen der Almstraße nach links leicht bergan zum Waldrand. Nun geht es eine Weile durch dichten Wald, bis man zu einer kleinen Lichtung mit Jagdhaus kommt. Ein kleiner Pfad führt nun bergab in die wilde, wunderschöne Ostflanke des Rocca Piana- Cuco Massvis. Gleich zu anfang der Flanke verzweigt sich der Pfad. Geradeaus ginge es ohne große Höhenverluste durch die Flanke im Bogen hinüber nach Fennberg.
Doch dieser Weg ist gesperrt, ob er begehbar ist, wagten wir wegen der eventuellen Umkehr nicht. Also die rechte Variante, die zwar direkter und deswegen auch kürzer ist, aber bis auf 600 Meter hinab ins Val dei Molini führt. Dazu geht es zwischen Schotter und Gebüsch auf einem kleinen Pfad steil hinab, bis wir einen Forstweg erreichen. Hier verlassen wir den Wanderweg nach links und Folgen der Straße bis sie in eine weitere Fahrstraße mündet. Gleich gegenüber weist ein kleines Schild in den Wald ("chiesa alpina").
Wir folgen dem Pfad bergab zu einer häßlichen Kirche. Auch das Grillgebäude auf der Wiese ist nicht besonders hübsch.
Wir überqueren die Wiese du folgen den nun wieder vorhandenen Markierungen links bergab zum Bach. Hier stürzt ein Wasserfall malerisch in einen natürlichen Pool. Der Pfad überquert den Bach und führt auf der anderen Seite den Hang bergan. Bald darauf kommen wir zu einer Verzweigung. Hier gehen wir links. Nun folgen nochmal 400 schweißtreibende Höhenmeter durch Mischwald bergan, später kommen wir an einen Bachgraben, wo das Wasser über mehrere Kaskaden zu Tale rauscht.
Schließlich flacht das Gelände ab und wir erreichen die Wiesen von Unterfennberg. Auf der Straße geht es noch die letzten Meter zurück zum Ausgangspunkt.

Tourengänger: Tef


Galerie


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