Brunnensteinspitze (2179m) - absolut einsame Frühjahrstour in wilder Umgebung


Publiziert von felixbavaria , 9. Mai 2010 um 17:56.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Tour Datum: 9 Mai 2010
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Strecke:Scharnitz - Pürzlgrat - Brunnensteinspitze - Rotwandlspitze - Feichtl - Pürzelkapelle - Scharnitz
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Scharnitz liegt direkt an der B2, im Ort gibt es nur kostenpflichtige Parkplätze, z.B. Karwendeltal (3 €). Die Tour lässt sich auch gut mit dem Zug machen, der Ausgangspunkt liegt in der Nähe des Bahnhofs Scharnitz (ÖBB).
Kartennummer:Kompass 26 (Karwendel)

Die Brunnensteinspitze ist ein Gipfel mit sehr steilen Hängen hoch über dem Isartal, der leichteste Zustieg geht von der deutschen Seite über die Brunnensteinhütte. Im Sommer kann man sie leicht als Zugabe zum Mittenwalder Klettersteig mitnehmen, im Frühjahr ist sie dagegen sehr einsam, obwohl schon früh schneefrei.

Ich bin die von Tef beschriebene *Tour in der Gegenrichtung gegangen. Vom ersten Parkplatz im Karwendeltal ein Stück an der Isar entlang Richtung Hauptstraße und nach rechts über die Brücke. Man geht zwischen einigen Häusern mit Gärten hindurch, bis der Weg schmaler wird. Bald ist es auch kein rechter Weg mehr, sondern bloß Trittspuren, die ziemlich direkt den Waldrücken hinaufführen. Zwischendurch wird es recht steil und unangenehm, Ausrutscher sollte man sich nicht leisten. Ist man einmal in der Latschenzone, ist es "nur noch" anstrengend. Ich habe den markanten Vorgipfel rechts umgangen (den Markierungen nach), dort war das Gelände aber etwas heikel und m.E. nicht mehr T3. Hat man das Schild in die Gegenrichtung nach Scharnitz erreicht, sind die Schwierigkeiten vorüber und man kann sich schon auf die Gipfelbrotzeit freuen. Leider fiel diese etwas kurz aus, da ein ziemlich böiger Wind herrschte. Das Wetter sah auch kurzzeitig nicht mehr so gut aus.

Ich habe noch die Rotwandlspitze mitgenommen und bin dann aber direkt über die Schrofenflanke zum Weg über den "Feichtl" abgestiegen (am Nordgrat war noch ~1m Schnee). Dieser ist gut markiert, von "Weg" kann man aber kaum sprechen. Es geht auf Spuren durch steiles Gras und Schrofen, später durch typischen Karwendelschotter. Verlaufen kann (und sollte) man sich nicht, da alle 2m ein Farbtupfer angemalt ist. Wer wohl auf die Idee gekommen ist, diese Steinwüste "Feichtl" zu nennen? Es ist alles staubtrocken und bis auf ganz kleine Flecken auch schneefrei.

Ein rechter Knieschnackler ist der Abstieg ja schon, und auf Steinschlag müsste man auch aufpassen, wären noch andere Leute unterwegs. Heute habe ich aber nur unten in Scharnitz jemanden angetroffen. Nach einer Brotzeit an der Pürzlkapelle ging's dann in ein paar Minuten zurück zum Auto (links halten und gleich über die Brücke, dann an der Isar entlang).

Tourengänger: felixbavaria


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