Frühlingswanderung im Schneesturm zum Rappastein


Published by MunggaLoch Pro , 11 May 2010, 20h15.

Region: World » Liechtenstein
Date of the hike: 8 May 2010
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Snowshoe grading: WT3 - Demanding snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: FL 
Height gain: 1280 m 4198 ft.
Height loss: 1280 m 4198 ft.
Route:Steg - Sücka - Kulm - Chrüppel - Heubüal - Kolme - Goldlochspitz - Rappastein - Gapfahl - Valüna - Steg
Accommodation:Hotel Restaurant Martha Bühler, Triesenberg, www.martha-buehler.li Oder Hotels in Malbun und Triesenberg

Genau so hab ich mir die Frühlingswanderung vorgestellt. Aus Buchelis "Quellwolken im Osten" schneite es zum Teil wie im Dezember... Fast alles an Equipment aus dem Rucksack wurde gebraucht: Schneeschuhe, Handschuhe, Mütze, Sonnenbrille, fast die Apotheke... Nur die Sonnencreme, die brauchten wir definitiv leider nicht!

Relativ spät machten wir uns ab Steg auf den Weg. Denn der Wetterbericht versprach, dass das Wetter mit der Zeit besser werde. Was auch gut war, denn es regnete beim Start...

Chrüppel
Den Chrüppel kannte ich schon vom Herbst, als ich mit Schneeschuhen unterwegs war. Aber auch heute war er nicht viel angenehmer. Er ist und bleibt ein... Aber das Hüttchen oben bleibt herzig... Auf halbem Weg zum Chrüppel wurde aus dem Regen langsam Schnee!

Heubüal
Kurz nach dem Chrüppel verloren wir dann den Wanderweg. Er war noch voller Schnee. Und da es steiler wurde, zogen wir das erste mal die Schneeschuhe an. Was ein weiser Entscheid war, denn wir sanken auch damit noch genug ein! Wenn man von Norden auf den Heubüal kommt, weiss man zuerst nicht, welches der höchste Punkt ist. Einfach weiter gehen, es kommen noch ein paar Punkte, welche höher sind ;-) Und noch ein Tipp: Auf diesem Büal wurde schon lange nicht mehr geheut...

Kolme
Nach dem Heubüal geht es auf dem Wanderweg weiter. Für uns zuerst ohne, dann wieder mit Schneeschuhen. Und dann wieder ohne ;-) Bei der Weggabelung P.1884 muss man sich entscheiden, in welche Richtung die Wanderung gehen soll. Man kann hier auf beide Seiten runter. Wir entschieden uns natürlich für Geradeaus! Hier ist auch eine erste Schwierigkeit der Wanderung. Es gib ein Stücklein, welches bei Schnee nicht sehr gut begangen werden kann (siehe Fotos)! Ist diese Stelle geschafft, ist es kein Problem mehr. Ebenfalls ohne Probleme kann man vom Süden her über die Grasflanke auf den Kolme gelangen!

Goldlochspitz
Die versprochene Wetterbesserung liess weiter auf sich warten. Es schneite wieder ziemlich ergibig. Dies hinderte uns jedoch nicht daran, den Goldlochspitz auch noch zu versuchen. Dabei zog ich die Schneeschuhe wieder an ;-) Weiter oben dann wieder aus, da es dort wieder weniger Schnee hatte! Technisch ist diese Spitze keine Herausforderung. Schwieriger ist die Frage, welche der beiden Punkte dieses Hügels höher ist. Wir glauben, es ist die nördliche Spitze. Aber mit dem Felsklotz und den Drahtseilen ist die südliche Spitze sicher spannender (aber nicht gefährlich, wenn es Trocken ist).
Vom Goldlochspitz sah es nicht so aus, als ob wir heute noch auf den Rappastein können. Aber wir mussten ja sowieso in diese Richtung. Und als wir die Abzweigung Richtung Gapfahl erreichten, meinten wir, wir können ja mal den Wegweiser etwas oberhalb anschauen gehen... ;-)

Rappastein
Und schon entschieden wir, es auch beim Rappastein zu versuchen! Vom Schnee her ging es. Gerade so an der Grenze, da man zuerst ein paar Meter durch den Felsen rauf muss. Dies ist mit Drahtseilen gesichert, aber etwas trockner als es bei uns war, dürfte es trotzdem sein... Dann montierte ich wieder mal die Schneeschuhe. Denn bis zum Rappastein lag eine geschlossene Schneedecke. Technisch nichts schwieriges, bis 10 Meter vor das Gipfelkreuz. Das wiederum steht auf einem Felsbrocken. Also Schneeschuhe wieder ausziehen und rauf kraxeln. Auch das bei Nässe kein Vergnügen!
Von da an gings aufwärts! Also nicht mehr höhenmetermässig, sondern wettermässig: Endlich kam die Sonne mal zum Vorschein und für ein paar Minuten zeigte sich blauer Himmel!
Und das Hoch haltete noch etwas länger an. Mindestens so lange bis wir merkten, dass wir um den Felsblock rumlaufen hätten können. Aber von unserer Seite her war dies wegen dem Schnee nicht zu sehen!
Wieder vom Felsblock runter verliess auch die Sonne wieder ;-) Dafür zogen wir die Schneeschuhe wieder mal an und machten uns auf den Rückweg.

Über Gapfahl gings runter nach Valüna. Und weder in der Alp Gapfahl noch in Valüda gab es ein Bierchen... Dafür mussten wir bis nach Steg laufen und sogar mit dem Auto nach Triesenberg fahren. Dafür wurden wir dort bei Martha Bühler verpflegt, was sehr empfehlenswert ist!

Hike partners: MunggaLoch

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Geodata
 2356.xol Steg - Rappastein

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