Rigi Gesamtüberschreitung von Schwyz nach Immensee
Wer kennt die Rigi schon nicht, mit ihren zahlreichen Gipfel und Nebengipfelchen. Ein schöner und gemütlicher Wanderberg inkl. Zufahrt mit der Zahnradbahn oder Seilbahn rundherum. Aber auch ein interessanter Chraxelberg, z.B. Bändereweg Nordflanke Rigi Kulm oder natürlich die sehr interessante Rigi Hochflue mit den vielfälligen, z.T. recht anspruchsvollen Zustiegen. Aber wer kennt sie wirklich? Da muss man doch einfach einmal die Gipfel allesamt besteigen resp. begehen.
Mein Startpunkt ist der Bahnhof von Schwyz und für eine Gesamtüberschreitung selbstsprechend Endpunkt Küssnacht oder Immensee, wenn man alles auf dem Grat absteigen will.
Wie
Bombo beschrieben hat, ist der Abstieg über die Zünggelenflue nach Schwyz etwas mühsam. Der Aufstieg lässt sich jedoch gut finden. Beim Bahnhof Schwyz in Seewen bin ich los, unter der Autobahn hindurch und dem Strässchen bergwärts gefolgt. Beim Wegweiser 'Rundweg' bin ich rechts (nördlich) auf dem Waldweg zum Einstieg. Man merkt zweifelsfrei, wenn man sich auf dem Grat befindet, hier ist der Einstieg. Also rein in den Wald und dem natürlichen Verlauf dem Grat folgen. Die Wegsuche und die paar Felsstufen auf dem Grat sind hier das Gewürz dieses Abschnittes.
Der Abstieg von der Zünggelenflue zum Joch Ränggen ist interessant, gut machbar, aber trotzdem steil! Die letzte Felsstufe, eigentlich bereits am Klettergarten Urmiberg ist etwas heikel. Es hat eine Schnur, dieser würde ich nicht vertrauen und ist von oben her mehr im Wege als nützlich.
Zaza hat diesen Abschnitt etwas anders beschrieben und wenn ich es richtig verstanden habe, hat er diese Felsstufe südlich bis runter zum Strässchen umgangen. Ich wollte aber nicht unnötig weit absteigen und bin auf dem Grat geblieben. Ich dachte im ersten Moment da komme ich nicht runter! Ganz vorne, also wirklich zuvorderst erst sieht man die Abstiegsmöglichkeit.
Von Ränggen weiter auf dem Grat mit gutem Blick zur Stockflue, erst steiler Aufstieg, dann eine gemütliche Wanderung zum Punkt 1198m Schwand, oberhalb von Obertimpel.
Weiter auf dem Grat übers Gottertli zum Punkt Egg.
Nun beginnt ein interessanter Aufstieg mit vielen Wurzelgriffen, teilweise recht steil mit Seilsicherungen an heiklen Stellen. Hier habe ich einem Bergwanderer zusehen können wie er sicher und gekonnt eine schwierige Stelle im Abstieg gemeistert hat. Nach ein paar Worten hat sich herausgestellt, dass es
Bombo war auf seiner Gesamtüberschreitung der Rigiberge. Spasseshalber habe ich gesagt, hier ist also die Hälfte der Überschreitung. Natürlich weit gefehlt. Hatte er schon die schwierigsten und längsten Teilstrecken hinter sich, so standen mir diese noch bevor!
Von der Rigi Hochflue die Leiter runter war nicht so mein Ding. Allgemein steige ich lieber auf als runter. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, waren es 58 (?) Sprossen an der langen Leiter.
Vom Gätterlipass stieg ich am Waldrand entlang zum Punkt 1365m zum Grat auf. Wie schon von
Bombo im Gipfelbuch auf dem Dosse geschrieben, immer auf der höchsten Linie resp. dem Grat entlang geht es weiter zur Rigi Scheidegg, Dosse, Chli Dosse, Würzestock, Schild und Rotstock. Eines muss ich sagen, ich war da schon etwas müde und die Versuchung, ganz gemütlich auf dem alten Bahntrasse zu wandern, war vorhanden. Jede Erhebung und war sie noch so einfach, wurde zum Mühsal und zur Überwindung.
Sitzt man da auf dem Bänkli auf dem Rotstock, hat man einen schönen Blick zur Station Rigi Staffel und zur Rigi Kulm. Das Ziel resp. der höchste Punkt der Rigiüberschreitung ist nicht mehr fern. Auf der Rigi Kulm nochmals der letzten Versuchung standhalten und nicht mit der Bahn zurück sondern absteigen. Falls der Bänderweg zu heikel ist empfehle ich den Wanderweg gegen Osten runter nach Arth-Goldau zu nehmen oder zurück zur Station Rigi Staffel und von hier nach Seebodenalp abzusteigen.
Der Abstieg via Bänderenweg hat es in sich. Zumal jetzt immer noch Altschneefelder anzutreffen sind. Diverse heikle Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Dazu muss ich jedoch sagen, dass diese Sicherungen von oben her eher sch... sind! Der oberste Teil der Sicherung beginnt nicht etwa auf Hand- oder Kniehöhe, nein sie beginnt unterhalb der Füsse wenn man über der Stelle steht. Diese Sicherungen sind wohl gut für den Aufsteig jedoch eher schwierig im Abstieg! Wer es aber schwierig liebt, wird auch die Nordflanke der Rigi Kulm gern bekommen.
Da ich möglichst lange über den Grat steigen möchte, entschliesse ich mich bei der Station Seebodenalp nach Immensee abzusteigen. Natürlich wäre auch Küssnach als Endziel valabel. Aber vielleicht kann ich mir ja noch die Hohle Gasse ansehen, was ich dann doch nicht mehr gemacht habe.
Die Zugsfahrt von Immensee Richtung Zürich ist an einem Samstag um diese Uhrzeit nicht empfehlenswert! Egal wie man es dreht oder wendet, die Anschlusszüge -busse fahren jeweils zwei bis drei Minuten bevor man an der Station eintrifft. Da besteht noch Optimierungspotentional liebe SBB!
Alles in allem:
Eine lange Überschreitung, stellenweise anspruchsvoll T5, lohnend, eine schöne Erfahrung, geniale Fernsicht wenn es das Wetter zulässt, eine Herausforderung für jeden Hiker.
Mein Startpunkt ist der Bahnhof von Schwyz und für eine Gesamtüberschreitung selbstsprechend Endpunkt Küssnacht oder Immensee, wenn man alles auf dem Grat absteigen will.
Wie
Der Abstieg von der Zünggelenflue zum Joch Ränggen ist interessant, gut machbar, aber trotzdem steil! Die letzte Felsstufe, eigentlich bereits am Klettergarten Urmiberg ist etwas heikel. Es hat eine Schnur, dieser würde ich nicht vertrauen und ist von oben her mehr im Wege als nützlich.
Von Ränggen weiter auf dem Grat mit gutem Blick zur Stockflue, erst steiler Aufstieg, dann eine gemütliche Wanderung zum Punkt 1198m Schwand, oberhalb von Obertimpel.
Weiter auf dem Grat übers Gottertli zum Punkt Egg.
Nun beginnt ein interessanter Aufstieg mit vielen Wurzelgriffen, teilweise recht steil mit Seilsicherungen an heiklen Stellen. Hier habe ich einem Bergwanderer zusehen können wie er sicher und gekonnt eine schwierige Stelle im Abstieg gemeistert hat. Nach ein paar Worten hat sich herausgestellt, dass es
Von der Rigi Hochflue die Leiter runter war nicht so mein Ding. Allgemein steige ich lieber auf als runter. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, waren es 58 (?) Sprossen an der langen Leiter.
Vom Gätterlipass stieg ich am Waldrand entlang zum Punkt 1365m zum Grat auf. Wie schon von
Sitzt man da auf dem Bänkli auf dem Rotstock, hat man einen schönen Blick zur Station Rigi Staffel und zur Rigi Kulm. Das Ziel resp. der höchste Punkt der Rigiüberschreitung ist nicht mehr fern. Auf der Rigi Kulm nochmals der letzten Versuchung standhalten und nicht mit der Bahn zurück sondern absteigen. Falls der Bänderweg zu heikel ist empfehle ich den Wanderweg gegen Osten runter nach Arth-Goldau zu nehmen oder zurück zur Station Rigi Staffel und von hier nach Seebodenalp abzusteigen.
Der Abstieg via Bänderenweg hat es in sich. Zumal jetzt immer noch Altschneefelder anzutreffen sind. Diverse heikle Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Dazu muss ich jedoch sagen, dass diese Sicherungen von oben her eher sch... sind! Der oberste Teil der Sicherung beginnt nicht etwa auf Hand- oder Kniehöhe, nein sie beginnt unterhalb der Füsse wenn man über der Stelle steht. Diese Sicherungen sind wohl gut für den Aufsteig jedoch eher schwierig im Abstieg! Wer es aber schwierig liebt, wird auch die Nordflanke der Rigi Kulm gern bekommen.
Da ich möglichst lange über den Grat steigen möchte, entschliesse ich mich bei der Station Seebodenalp nach Immensee abzusteigen. Natürlich wäre auch Küssnach als Endziel valabel. Aber vielleicht kann ich mir ja noch die Hohle Gasse ansehen, was ich dann doch nicht mehr gemacht habe.
Die Zugsfahrt von Immensee Richtung Zürich ist an einem Samstag um diese Uhrzeit nicht empfehlenswert! Egal wie man es dreht oder wendet, die Anschlusszüge -busse fahren jeweils zwei bis drei Minuten bevor man an der Station eintrifft. Da besteht noch Optimierungspotentional liebe SBB!
Alles in allem:
Eine lange Überschreitung, stellenweise anspruchsvoll T5, lohnend, eine schöne Erfahrung, geniale Fernsicht wenn es das Wetter zulässt, eine Herausforderung für jeden Hiker.
Hike partners:
Freeman




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