Piz Tambo ab Splügen City


Publiziert von ossi , 22. April 2010 um 16:55.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Hinterrhein
Tour Datum:20 April 2010
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Tambo-Curciusa   CH-GR   I 
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:Splügen-Hüscherenbach-Bodmenstafel-Pkt.2215-Lattenhorn-Piz Tambo
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Splügen City Postbus
Kartennummer:267S

Grandioser Gipfel in grandioser Umgebung: Unverkennbar thront er über Splügens Skigebiet und verleiht ihm seinen Charakter.

14mal waren wir mit der Familie in Splügen zum Skilaufen. Auch heute noch umweht mich die Atmosphäre vergangener Jahre: Und neben ganz viel Freude und Zufriedenheit macht sich ein leises Gefühl der Trauer breit, weil kein Moment, keine glückliche Lebensphase festgehalten werden kann.

Aufstieg: Start beim obersten grossen Parkplatz und von da dem Häusernbach (Hüscherenbach) entlang auf die Passstrasse und weiter zum Bodmenstafel. Der Weg zieht sich hin, doch Erinnerungen an vergangene Zeiten verkürzen den Aufstieg. Ab Bodmenstafel (die Strasse ist bis hierher geräumt, aber immer noch geschlossen) geht's über offene Hänge zu Pkt. 2215 (Bergstation Skilift) und weiter am Alpetlistock vorbei bis zum Sattel zwischen Lattenhorn und Piz Tamborello (die obersten Meter steil, eingeblasener Triebschnee). 

Bis zum Skidepot auf knapp 3100m passiert man Lattenhorn und einige Gratkuppen meist leicht aufsteigend. Kurz vor dem Skidepot ist ein etwas steilerer Hang zu meistern (etwas über 30°). Hier geniesst man auch einen guten Einblick ins steile Tambocouloir (gemäss Führer oben 45°, S+), eine Befahrung schien mir aber zu unsicher.

Gipfelkopf: Der Fussaufstieg erweist sich dann als deutlich anspruchsvoller als vermutet. Am besten hält man sich wohl zuerst möglichst an den Grat, um dann nach den Felsstufen ein bisschen nach links ausholend (im Aufstieg gesehen) über Schnee den Gipfel zu gewinnen. Mein Aufstieg wird recht bouldrig und an einer Stelle heikel. In der Hoffnung auf einen günstigeren Abstieg versteige ich mich etwas gar fest in die Nordwand hinein, was mich neben Zeit vor allem ziemlich viel Nerven kostet: langweilig war's jedenfalls nicht. Fussaufstieg vielleicht WS+ auf der Normalroute?

Abfahrt: Bis Pkt. 2215 auf der Aufstiegsroute. Man könnte auch zum Splügenpass abfahren oder via Bärghus den Bodmenstafel gewinnen, doch die apere Strasse unterhalb Bodmenstafel mag mich gar nicht begeistern. Ab Pkt 2215 (Bergstation Lift "5") passiere ich etwas unterhalb die Bergstation des Sessellifts, halte die Richtung bei und gelange unterhalb der Talstation des Lifts "3" (ein rotbraunes Skilifthäuschen) auf einen offenen Hang im Wald, der zur Passstrasse hinabführt. Von der Passstasse aus folgt man dann wieder der Aufstiegsstrecke dem Häusernbach entlang zurück nach Splügen.
Der Schnee oberhalb 2400m war pulvrig, bis zur Waldgrenze schön sulzig und darunter war's etwas aus der Do-it Zementabteilung.

Tour im Alleingang.

Tourengänger: ossi


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Kommentare (3)


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Bombo hat gesagt:
Gesendet am 23. April 2010 um 09:09
Tambostisch! Gratuliere Dir, hast Du's doch noch gepackt :-) Lass mich wissen, wenn Ihr auf Cou-Cou-Li-Fang geht :-)

ossi hat gesagt: RE:tomba la bomba
Gesendet am 23. April 2010 um 17:21
Ja klar, machen wir.

2bd hat gesagt: Von Ferne
Gesendet am 12. Mai 2010 um 17:26
Leider konnte ich diesmal nicht dabei sein (siehe Bericht von ossi zum Piz Cavradi!). Doch das Couloir ruft. Übrigens: Bei meinem zweiten Skiaufstieg auf den Tambo, einige Jahre ists her, dünkte uns nach der bereits etwas wackligen Querung des Lattenhornhangs der Schluss(E-)hang zum Skidepot zu heikel, weshalb wir die zahmere Variante des Tambocouloirs wählten und durch die offene Nordflanke zum Tambogletscher und zur Tamboalp abfuhren; Marke «sehr empfehlenswert», wenn nichts aus dem Couli wird, oder einfach für Geniesser. Am Schluss überliess ich meine Gruppe dem zweiten Leiter und fuhr mit ein paar Getreuen gleich links des Schutzwaldes direkt durchs Tobel zur Passstrasse ab, eine der wilderen Wald- und Bachabfahrten, mit Sprüngen und allem Drum und Dran, für entsprechende Geister das wahre Vergnügen.


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