Cotopaxi 5898m


Publiziert von Patrik Hitz , 10. Januar 2007 um 21:43.

Region: Welt » Ecuador
Tour Datum:28 Dezember 2003
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: EC 
Zeitbedarf: 2 Tage 10:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Allradfahrzeug in den Cotopaxipark bis zum Parkplatz auf ca. 4600m.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Gleich wie zum Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Refugio Jose F. Rivas

Mein vierter Gipfel innerhalb meiner ersten Ecuadroreise. Nach einem gescheiterten Versuch vor zwei Tagen, den Illiniza Norte 5126m zu besteigen, gingen wir nun in den Cotopaxi Nationalpark. Mit unserem Bus fuhren wir bis zum Parkplatz auf  ca. 4600m. Bei Schneefall kämpften wir uns im weichen Lavasand  zur Hütte hoch.  Die Höhe war gut spürbar, denn wir benötigten für die 200Höhenmeterchen ca. 45min. In der Hütte angekommen bezogen wir unser Bett und schlossen unser Gepäck in unseren Schränken ein. Dafür hatte ich ein Schloss mitgenommen. Die nassen Kleider hingen wir zum trocknen auf. Danach nahmen wir ein sehr gutes und von unseren Bergführeren zubereitetes Essen zu uns.  Ca. 20Uhr legten wir uns noch ein paar Stunden schlafen. Um 24Uhr wurden wir von geweckt. Nach den üblichen Vorbereitungen und einem Imbiss ging es los. Leider gab kurz nach dem Gletschereinstieg meine Stirnlampe seinen Geist auf und ich musste im dunkel weiter. Das war mühsam, denn es wurde erst um 5.30 Uhr hell. Ich merkte allmälich, wie meine Kräfte nachliessen. Vorallem mit dem Atmen tat ich mich schwer. Als dann noch unser Bergführer an der steilsten Passage eine langsamere Gruppe überholte, konnet ich bald nicht mehr. Ich hatte die Höhe ein wenig unerschätzt! Um ca. 7Uhr erreichten die Höhe von ca.5700 M.ü.M. Der letzte Aufschwung zum Kraterrand stand vor uns. Leider hat es  am Tag zuvor sehr viel Neuschnee hingeworfen, so dass wir bis zur Hüfte einsanken. Unser Bergführer ging das letzte Stück voran um die Lage zu erkunden. Nach einiger Zeit kam er zurück und teilte uns mit, dass wir hier undrehen müssten. Auf dem Kraterrand hätte es so viel Schnee, dass die vielen Seilschaften die heute unterwegs sind, mit einem Schneebrett in die Tiefe gerissen werden könnten.
Das war sehr hart, so kurz vor dem Gipfel umdrehen zu müssen. Trotzdem geht die Sicherheit bei jeder Besteigung vor. Zuviel Risiko kann oft sehr tödlich sein.
So machten wir uns an den Abstieg. Die Sonne war schon da und  brannte genadenlos auf den Schnee. Schon um 10Uhr war er so weich, dass nicht mehr viele Schneebrücken hielten.
In der Hütte angekommen, war ich sehr fertig mit der Welt. Ich merkte wie sich eine Grippe anbahnte und das war dann auch das Aus für weitere Besteigungen.

Tourengänger: Patrik Hitz

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