Schafberg und die Bänder der Federispitz Nordflanke


Publiziert von ossi , 3. März 2010 um 17:29.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:25 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Speerkette   CH-SG   Speer-Mattstock   Zürcher Hausberge 
Strecke:Mittler Wengi-ob.Bogmen-Chüemettler- Furggen (Pkt.1669)-Schafberg-Nordbänder am Federi-Federi Nordkante-Federi Gipfel-Normalabstieg nach Mittler Wengi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:P Mittler Wengi
Kartennummer:1:25000 Walensee und Linthebene

Die Bänder der Federispitz Nordflanke kennt jeder, der mit dem Zug gen Ziegelbrücke saust. Anfänglich sieht die ganze Flanke wie eine senkrechte Mauer aus. Wer sich ihr nähert, erkennt bald die vielen grasigen Bänder: Da muss doch was zu machen sein....

Der Schafberg -einsamer Gipfel zwischen den Nagelfluhkolossen "Speer" und Federispitz" -wird über die Route Mittler Wengi-Chüemettler Nordgrat-Furggen (Pkt. 1669) und die VIA ADRIAN erklommen (T6). Dank (oder trotz?....;)) seiner Beschreibung ist die Aufstiegsroute sehr schnell gefunden. Einzelne Tierspuren verraten, dass der Aufstieg auch von andern Spezies sehr geschätzt wird. Die T6-Passage ist zwar ausgesetzt, aber nur kurz und nach meinem Dafürhalten ebenso logisch wie gehtechnisch vertretbar.

Querung der Federspitz Nordflanke (T5): Abstieg vom Schafberg ins Chämi und auf halber Höhe hinausgequert auf eines der hier ansetzenden Bänder: Im Prinzip lässt sich kaum ermessen, welches der vielen Bänder besonders geeignet ist, um durch die Nordflanke auf den Nordgrat zu gelangen. Ich wähle ein Band mit besonders sympathischem, sattem grünem Kraut und folge ihm bis auf die Nordkante hinaus. Die Bänder sind naturgemäss ausgesetzt und vermutlich der Nordlage wegen oft nass. Das satte Kraut bietet aber guten Halt, so dass die Schwierigkeiten kaum über T5(+) hinausgehen. Je nach individuellem Gusto kann während der Querung auf andere Bänder ober- bzw. unterhalb ausgewichen werden, wobei dann die Schwierigkeiten recht schnell ansteigen können. Auch hier finde ich vereinzelte Trittspuren, die wohl nur von Wildtieren stammen können. Die Querung bietet herrliche Ausblicke ins Tiefland, zieht sich gegen Ende aber ganz schön in die Länge.

Auf dem Nordgrat angelangt, folgt man demselben an dessen Westseite bis zum Gipfel. Die Schwierigkeiten lassen nochmals nach (ein klassisches "plaisir-T5"), die letzte Stufe unter dem Gipfel ist etwas steiler.

Die Tour eignet sich für alle, die fern ab touristisch bedeutsamer Routen ursprüngliche Nagelfluh-Natur erleben wollen.

Tour im Alleingang

Tourengänger: ossi


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Kommentare (4)


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3614adrian hat gesagt: HE...
Gesendet am 4. März 2010 um 08:51
...was heisst da (oder trotz?....;))???
Für meine Verhältnisse habe ich diese Route doch äusserst präzise beschrieben und erst noch ein Routenfoto angehängt.
Danke aber für die Benennung VIA ADRIAN, auch wenn ich nebst den vielen Schafen sicher nicht der Erste Zweibeiner in dieser Route war. Da ich aber ohne Infos spontan drauf los ging, fühlte es sich dennoch "pioniermässig" an!

Gruss Adrian

P.S. Die saftig-nebligen Bilder gefallen mir gut.

ossi hat gesagt: RE:HE...
Gesendet am 6. März 2010 um 13:45
Hast ja recht, Deine Beschreibung war eindwandfrei!

Gruss
o.

rogerg hat gesagt: Querung am Grat vom Schafberg zur Federi möglich
Gesendet am 9. September 2012 um 21:08
Super Bericht ossi. Habe diese Tour auch im Kopf gehabt und werde diese bald machen. Was ich mich frage, wäre es auch möglich dem Grat oben entlang (mit Köpfen Besteigung) vom Schafberg aus zum Federi zu gelangen?

ossi hat gesagt: RE:Querung am Grat vom Schafberg zur Federi möglich
Gesendet am 10. September 2012 um 13:31
Gemäss Führer müssen die Köpfe in der Südflanke grosszügig umgangen werden. Auch Delta hat sich am Grat die Zähne ausgebissen.


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