Von der Bernina ins Münstertal (Etappe 3: Rif. Solena - Valchava)


Publiziert von Baeremanni Pro , 18. Januar 2010 um 17:25.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum: 2 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   I 
Zeitbedarf: 7:45
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1788 m
Strecke:Rif. Solena -Baita di Forcola - Btta di Forcola - Spi da Rims -Lai da Rims -Las Clastras - Val Vau - Valchava
Zufahrt zum Ausgangspunkt:eventuell Pilgerbus von Bormio zur Kapelle oder Hüttentaxi
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV Postauto
Unterkunftmöglichkeiten:Notunterstände in den Bunkern vom 1. Weltkrieg auf der Btt. die Forcola
Kartennummer:1:50'000 269 Passo di Bernina + 259T Ofenpass

Heute geht es wohl richtig bergauf. Beizeiten starte ich im Rifugio Solena, denn ich möchte in Valchava noch ein Postauto zur Heimfahrt erwischen. Nun vorerst auf einer Kiesstrasse, welche zu einer Wasserfassung des Kraftwerkes im Valle Forcola bis Le Fornelle auf 2021 MüM. Von da weg immer steiler über die bewirtschaftete Alp Baita di Forcola hinauf zur Btt. di Forcola auf 2768 MüM. Immerhin überschritt der Weg nie eine gewisse Steilheit. Wohl deswegen, weil auf diesem Weg im 1. Weltkrieg die Kanonen und anderes Kriegsmaterial hoch geschleppt. wurde.
Hier oben trifft man noch immer auf Ruinen der Stellungen und einer Kaserne. Nun weiter hinauf, wohl auch einst ein Militärweg, nun aber teilweise verschüttet, zur Landesgrenze auf der Spi da Rims. Entlang der Grenze, nun auch mit Stellungen der Schweiz ziehe ich Richtung Piz Umbrail. Über den Grat weht ein orkanartiger Sturm, selbst kleine Schieferstücke fliegen umher, irgendwie macht es so keinen Spass. Da ich annehmen darf, dass die Soldaten auch nicht immer über den Piz Umbrail gegangen ist, suche ich einen Weg der den Piz umgeht.
Das Gelände ist nicht schwierig, schiefriges Gestein und keine unübersichtlichen Felsen, zudem finde ich Spuren. Diesen folge ich hinunter bis ich auf etwa 2600 m in den markierten Bergweg treffe. Klar, dass ich nun diesem folge. Beim Lai da Rims halte ich kurz Rast und geniesse die schöne Gegend. Kein Mensch weit und breit. Der folgende Abstieg über die Talstufe hat es in sich, aber der Weg ist erstaunlich gut.  Bei Las Clastras, auf rund 1950 MüM treffe ich auf den Alpweg, welche ich nun das Val Vau hinaus folge.  Bei Maragun da la Präsura finde ich eine Haltestelle für das Postauto. Leider nur in der Hochsaison einen Bus pro Tag. Also weiter zu Fuss, nun aber auf der linken Talseite. Der auf der Karte eingezeichnete Bergweg ist nun aber eine breite Forststrasse. Es kommt dann aber ein Abstieg auf dem Bergweg durch den Wald hinunter. Mit dem Handy frage ich die Postautoverbindung ab. Ich habe noch genug Zeit und wandere nach Valchava. Schlussendlich reicht es auch noch zu einem grossen Bier und einem Zvieri bevor mich das Postauto über den Ofenpass heimwärts bringt.

Zum Marschprofil: Mit SwissMap kann ich nur beschränkt nach Italien hinein. GPS-Datein zu erstellen kein Problem, für Profile fehlt das Höhennetz. zum unter den Fotos zu findenden Profil kommen also noch 4 km und 220 Höhenmeter dazu, somit auch noch ca. 1 Stunde Marschzeit.

Eine weitere, schöne und interessante Wanderung liegt hinter mir. Ich finde langsam aber sicher Gefallen daran im Grenzgebiet zu Italien herum zu ziehen. Es ist einfach zufrieden hier und auf den Bergwegen schon gar nicht überlaufen.

Tourengänger: Baeremanni

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