Chlingenstock - Sisiger Spitz Überschreitung


Publiziert von Delta Pro , 31. Dezember 2006 um 09:38.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:30 Dezember 2006
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Fronalpstock - Kette   CH-SZ 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1520 m

Grosse Jahresabschluss-Wanderung bei halbwinterlichen Verhältnissen über den langen Chlingenstock-Sisiger Spitz-Grat!
 
Wer denkt, dass die Wandersaison im Jahr 2006 je zu Ende geht, der liegt falsch! Wer hätte gedacht, dass es am zweitletzten Tag des Jahres für eine T5-Grat-Überschreitungstour reicht?
 
Zwischen dem Muotathal und dem Riemenstaldental zieht sich ein langer Bergkamm von West nach Ost, der in seiner ganzen Längen überschritten werden kann. Es bieten sich schöne Ausblicke in die Zentralschweizer Alpen, aus den Urnersee und gegen die östlichen Voralpen. Der erste Abschnitt von Fronalpstock bis Chlingenstock ist leicht und häufig begangen. Anschliessend wird der Grat wilder und bietet vor allem um den Sisiger Spitz eine wilde, einsame und spannende Voralpentour.
 
Start etwas unterhalb von Riemenstalden. Aufstieg auf einem steilen Weg zur hübschen Alp Husen, wo uns die ersten Sonnenstrahlen begrüssen. Weiter in strahlendem, goldenen Morgenlicht auf einem, der schönsten Wanderwege der Alpen, die ich kenne, bis ins Furggeli (T3). Der Weg auf den Huser Stock ist massiv ausgebaut worden – Geländer, Treppen usw. Da hat sich Baumeler-Abenteuer-Trekking ein Denkmal gesetzt – damit Bergwandern auch wirklich spannend bleibt!
 
Vom Huser Stock auf einer guten Schneeschuhspur zügig über den Rot Turm auf den Chlingenstock. Der Grat ist nirgends steil oder schmal (T2). Vom Chlingenstock zum Chalberstöckli gibt’s noch eine Spur, dann sind wir, die ersten Menschen, die sich einen Weg durch den Schnee bahnen. Immer ganz oben auch der Gratschneide – links viel griesiger Schnee, rechts apere Südhänge. Wenn man auf dem Grat balanciert, kann man der mühsamen Spurarbeit entgehen.
 
Nach dem Hengst wird der Grat schmaler und steiler. Schlüsselstelle der Tour: Abstieg vom Lauchstock. T6 für 30m. Steile, felsdurchsetzte Grasflanke mit ausgesetzter Querung, jedoch gute Tritte. Schönster Gratabschnitt zwischen dem Lauchstock und dem Sisiger Spitz, meist T5, recht ausgesetzt (im Sommer evtl. leichter?). Der Sisiger Spitz ist ein sehr schöner Berg, steil auf allen Seiten und einsam (Gipfelbuch). Diesem entnehmen wir, dass ein Einheimischer vor wenigen Tagen direkt durch die Südflanke aufgestiegen ist – sollte sich in dem Fall auch für den Abstieg eignen... Man versuche das besser nicht! Einer meiner ärgsten Verhauer in den letzten Jahren... Extrem steile Grasplanggen mit langem, rutschigem Gras, im Wald versteckte Felsabbrüche usw, immerhin schneefrei. Wir brauchen eine geschlagene Stunde für 150Hm Abstieg... Merke: Man vertraue nie Gipfelbuch-Einträgen von Einheimischen! ;-) Durchs Riemenstaldental in teils recht tiefem Schnee zurück.

Tourengänger: Delta, sglider

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