Schneeschuhtour über Nüsellstock - Höch Tändli - Grossbrechenstock - Hochstuckli


Publiziert von budget5 , 5. Januar 2010 um 18:12.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 3 Januar 2010
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: Mythengruppe   CH-SZ   Alptaler Berge 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 700 m
Strecke:Biberegg - Nüsellstock - Höch Tändli - Grossbrechenstock - Nätschboden - Hochstuckli - Herrenboden - Mostelberg - Seilbahn nach Sattel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zentralbahn bis Biberegg (Halt verlangen)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Zentralbahn bis Sattel

Verlegenheitstour vom Nüsellstock bis Hochstuckli. Wegen Blattern an den Füssen musste ich die geplante Skitour aufs Teltschehorn absagen. 

Am heutigen Morgen war ich schon ein wenig deprimiert, als ich den blauen Himmel von meinem Fenster aus sah. Die beiden Kollegen, die ich im Zug traf und mir ihre Vorfreude auf den heutigen Skitag demonstrierten, waren da auch keine grosse Hilfe. Nun, nicht desto Trotz wollte ich das Beste aus diesem kalten Traumtag machen und reiste mit den Schneeschuhen im Gepäck nach Rothenturm bzw. nach Biberegg. Hier startete ich beim Skilift und folgte der Skipiste ungefähr bis zur Bergstation. Kurz davor bog ich links ab und marschierte geradewegs über die verschneiten Hänge zum Nüsellstock. Zum Glück war bis hierher gespurt und ich konnte meine Kräfte ein wenig schonen. Mit den Blattern hatte ich kaum Probleme. 

Die schöne Aussicht und das gewaltige Panorama liessen meinen Unmut in Bezug auf die verpasste Skitour schnell vergessen. Von nun war nur noch eine Skispur vorhanden, die ich selbstverständlich nicht mit den Schneeschuhen zerstörte (dass kenne ich aus von meinen eigenen Skitouren). Schnell überholte ich eine grosse Gruppe und genoss den frischen Powder bis zum Höch Tändli, dass ebenfalls eine gewaltige Aussicht bietet. Die Kälte war längst vergessen. Der Gratweg verläuft weiter durch den Wald, der romantische Wintergefühle aufkommen lässt, mit all den verschneiten Tannen und der unbezahlbaren Stille, die man nur in den Bergen erleben kann. 

Der nächste "Gipfel" war der Grossbrechenstock, auf dem ich allerdings nur kurz pausierte, da dieser weniger einsam war als die vorherigen. Über Nätschboden gelangte ich bis zu einer kleinen Scharte und bog dort Richtung Banegg und Mostelberg ab. Auf dem Weg entschloss ich mich links abzubiegen und das Hochstuckli auch noch mitzunehmen, was ich nicht bereute. Der Aufstieg war ebenfalls Gespurt und innerhalb einer halben Stunde erreichte ich den höchsten Punkt. 

Der Abstieg erfolgte wieder mehr oder weniger der Skipiste entlang bis Herrenboden und anschliessend nach Mostelberg, wo ich die Seilbahn ins Tal nahm, da meine Blattern mir jetzt doch ein wenig zu schaffen machten. Es war ein gelungener Wintertag, obwohl ich natürlich lieber mit den andern ins Wallis gereist wäre, um das Teltschehorn bzw. Brudelhorn zu besteigen. 



 

Tourengänger: budget5


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Kommentare (3)


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Seeger Pro hat gesagt: Einmalige Gegenlichtaufnahmen
Gesendet am 5. Januar 2010 um 19:41
Ciao budget5
Kompliment zu Deinen Fotos und vorallem dem spannenden Text, welcher zwischen Freude und Enttäuschung hin- und herswitcht, um am Schluss nochmals durchzubrechen. Da ist Dir ein grosser Wurf gelungen!
Jedes Mal, wenn budget5 erscheint, muss ich schnell reinschauen.
Cari saluti
Andreas

GeoFinder hat gesagt: Teltschehorn
Gesendet am 7. Januar 2010 um 21:47
Schön war's auf dem Telschehorn. Aber Du hast ja einen schönen Ersatz gefunden ...

GeoFinder hat gesagt: Wiederholung Deiner Tour
Gesendet am 18. Januar 2010 um 14:47
Deine Tour habe ich gestern auf Ski wiederholt. Ich startete am Bahnhof Biberbrugg und ging über Chatzenstrick, Windwurf, Nüsellstock, Näbikenfirst, Nätschboden bis zum Hochstuckli. Die Tour ist mit Ski (und ohne Blattern) auch eine reizvolle Angelegenheit. Nur das Wetter war gestern gar nicht schön. Wolken, Wind und manchmal Regen machten weniger Freude!

Ich freue mich, wenn wir kommendes Wochenende gemeinsam auf den Pizol steigen. Hoffen wir auf schönes Wetter!


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