Über den Verbindungsgrat auf den grossen Bockmattliturm


Publiziert von ossi , 28. Dezember 2009 um 11:38.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:30 August 2008
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Oberseegruppe 
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 950 m
Strecke:Innerthal-Schwarzenhöchi-Gross Chälen-Bockmattli Gipfelwiese-Verbindungsgrat-Grosser Bockmattli Turm
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postbus Innerthal
Kartennummer:1153 Klöntal

Der grosse Bockmattliturm wird vor allem von Kletterern bestiegen, die sich eine der vielen Nordwandrouten zum Projekt erkoren haben. Über den Verbindungsgrat "grosser Turm-Bockmattli Hauptgipfel" steigen sie aus ihren Routen aus. Vielen dient er lediglich als hübsche, allenfalls lästige Verlängerung eines anregenden Klettertages in der Nordwand. Einige aber -von denen habe ich ein Exemplar im Kletterhüttli getroffen- ist der Verbindungsgrat Grund genug für eine lustvolle Kraxelbeghung im Bockmattligebiet. Namentlich in Kombination mit dem Aufstieg durch die "Klein Chälen"  oder einer der anderen gehobenen Wandertouren im Gebiet scheint mir der grosse Bockmattliturm ein lohnenswertes Ziel.

Dank der regen Klettertätigkeit in der Nordwand des grossen Turmes sind über den ganzen Verbindungsgrat deutliche Trittspuren auszumachen. Zudem findet man stets irgendwo einen Bohrhaken und grosse Ringe zum Abseilen. Die Begehung ist in beide Richtung etwa gleich schwer; sicher ein Vorteil, denn der Verbindungsgat stellt die einzige (Wander-Kraxel)Möglichkeit dar, auf den grossen Turm und von da wieder hinunter zu gelangen.

Vom Wägitalersee erreicht man die Schwarzenegghöchi und folgt dem Weg in die Gross Chälen (zu Beginn der Gross Chälen kann auch in die Klein Chälen eingestiegen werden, um aufs Bockmattli zu gelangen). Die Gross Chälen wird in vielen Kehren überwunden, bis man auf die Bockmattliwiese unter dem Gipfel gelangt. Auf Pfadspuren quert man nun die Wiese links aufwärts haltend (Richtung Nordwesten), bis die Abbruchkante erreicht wird; man befindet sich hier immer noch ein Stück unter dem Bockmattli-Gipfel. Mit etwas Glück findet man eine farbige Markierung, der man nun um die Abbruchkante herum folgt und weiter den Pfadspuren entlang abwärts haltend den Verbindungsgrat erreicht.

Die erste III+ - Passage im Abstieg kann auch abgeseilt werden, Trittspuren führen anschliessend weiter bis in eine Einsattelung hinunter. Hier gilt es eine kurze V- -Stelle zu knacken, die man dank einer herunterhängenden Reepschnurschlinge einigermassen sicher meistert. Bis zur nächsten Einsattelung folgt hübsche Gratkraxelei im dritten Grat (dank der vielen Begehungen ist der Grat recht gut von losem Material gesäubert). Die nun folgende, etwa zehn Meter hohe Stufe, ist einfacher als Letztere zu erklimmen und im gehobenen zweiten Grad wird unter den Gipfelaufbau gekraxelt, den man über Gras-Schrofengelände (T6) bald erreicht (Trittspuren, Gipfelaufbau ca. 50m hoch). Wer sich unsicher fühlt, kann an diversen Gratzacken und den vereinzelten Bohrhaken recht gut sichern.

Der ganze Grat zurück kann geklettert werden. Der Gipfelaufbau sowie die Stufen in die beiden beschriebenen Einsattelungen kann aber auch abgeseilt werden, die V- braucht man also nicht im Abstieg zu bewältigen. Der Gipfelaufbau kann in zweimal 25m abgeseilt werden, anschliessend folgen eine 10m- sowie eine 20m-Abseilstelle.

Begehung mit Röbi im Rahmen meiner Freetrip-Tour.

Tourengänger: ossi


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