T-Shirt-Wetter auf der Wankspitze 2209m


Publiziert von felixbavaria , 19. November 2009 um 20:01.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
Tour Datum:19 November 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 1060 m
Abstieg: 1060 m
Strecke:Arzkasten - Lehnberghaus - Wankspitze und retour
Zufahrt zum Ausgangspunkt:B179 Fernpassstraße bis südlich von Nassereith, dort auf B189 Richtung Telfs abbiegen. Noch vor Obsteig links nach Holzleiten und den Schildern zum Gasthof "Arzkasten" folgen. Gebührenpflichtiger Parkplatz (4 € / Tag!)
Unterkunftmöglichkeiten:Lehnberghaus, Ghf. Arzkasten
Kartennummer:Kompass 25

Heute war sogar ich im T-Shirt unterwegs. Ziel war die Wankspitze in den Miemingern, nicht zu verwechseln mit dem berühmten Wank, dem Hausberg von Partenkirchen. Die Wankspitze ist hauptsächlich durch den pfiffigen Mini-Klettersteig am Nordgrat bekannt, kann jedoch von Süden ohne jede Schwierigkeit erstiegen werden. Eine dankbare Tour für die Übergangszeit. Wie von jedem Berg der südlichen Mieminger ist der Blick auf das Inntal fantastisch.

Aufstieg: vom Gasthof Arzkasten über Lehnberghaus (gut 2 Std.)

Start um 9.15 am Gasthof Arzkasten (nicht etwa "Arztkasten"!). Die Größe des Parkplatzes lässt vermuten, dass im Sommer hier einiges los ist. Heute stehen aber nur 2 Autos da.

Der Weg führt schnurstracks aus meiner geliebten Herbstsonne in den dumpfen Wald hinein. Wieder einmal stellt sich ein vermeintlicher Südanstieg als in Wahrheit westseitig exponiert heraus. Man hat 2 Möglichkeiten: Den vermutlich sehr langweiligen Forstweg und den anfangs ebenfalls monotonen "Bachweg". Dieser macht seinem Namen alle Ehre, denn jetzt im Herbst ist der Bach weg. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze scheint er aber durchaus da zu sein und hat den halben Weg mitgerissen. Der Abschnitt mit dem "Wasserschaden" wird über einen kleinen Pfad (beschildert) rechts umgangen. An einer Jagdhütte vorbei zum geschlossenen Lehnberghaus (etwa 45 min.)

Nun auf gefrorenem Pfad in angenehmer Steigung durch lichten Wald zum Aussichtspunkt "Lacke". Eine Lacke gibt es hier nicht. Dafür ist jetzt der "echte" Südhang erreicht und die Sonne wieder da. Die Jacke wandert in den Rucksack, es geht nun zusehends steiler den Latschenhang empor. Im Hochsommer wohl schweißtreibend, jetzt angenehm warm.

Ab etwa 1900m findet sich eine Schneedecke. Der Schnee ist zwar teilweise knietief, aber der Harschdeckel hält noch recht gut und ich breche nur vereinzelt ein.

Recht anstrengend gelange ich über eine schneegefüllte Rinne (im Sommer wohl ein Serpentinenweg) und über den Ostrücken links der nordseitigen Abbruchkante zum Gipfel.

Abstieg: auf gleicher Route (gut 1 1/2 Std.)

Am Gipfel entdecke ich, dass mein Handy Panoramafotos machen kann. Das wird die nächsten 2 Stunden ausgiebig probiert. Leider stellt das Handy dabei auf VGA-Auflösung (640x480) um. Naja, das nächste Mal weiß ich es besser :)

Keine Wolke am Himmel, ein windgeschütztes Plätzchen in der Südflanke - gegen halb zwei geht es schweren Herzens wieder an den Abstieg. Schnell merke ich, dass mit Abfahren der Schneefelder nicht viel los ist - zu oft breche ich unvermittelt bis zu den Knien ein.

Die Temperaturunterschiede sind gewaltig - von gefühlten 20 Grad in Latschengassen bis zu gefrorenem Waldboden ist alles dabei. An der "Lacke" könnte ich auch über einen Knieschnacklerpfad (mit Warnschild!) nach Osten absteigen, müsste allerdings dann auf einem Forstweg ("Seniorenweg"!) um den Bergfuß herum. Da ich nicht zum Nordic Walking gekommen bin, lasse ich dies bleiben.

So bin ich recht schnell wieder am Auto und trete die zugegebenermaßen etwas längliche, aber landschaftlich beeindruckende Heimfahrt nach München an (mit Tankstopp an der erfahrungsgemäß billigsten Tankstelle Tirols direkt am Fernpass).

Tour im Alleingang.

Tourengänger: felixbavaria


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