Schnebelhorn - Hörnli - Grat


Publiziert von Linard03 Pro , 3. November 2009 um 07:51.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum: 1 November 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   CH-TG   Zürcher Oberland   CH-ZH 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 820 m
Abstieg: 964 m
Strecke:Libingen - Schnebelhorn - Älpli Süd - Hulftegg - Hörnli - Allenwinden - Grat/Groot - Höll - Ootenegg - Fischingen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:per Bahn bis Büschwil, per Bus bis Libingen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus Wil - Fischingen

Dem Nebel entfliehen, nochmals ein schöner Herbsttag geniessen, nicht allzu weit fahren; das waren die primären Ziele. Daraus entstanden ist eine wunderschöne Tour mit 3 Aussichts-"Gipfeln", inkl. 2 "Kantons-Höchsten" ;-))

Doch der Reihe nach: das heutige Tourenziel war schnell auserkoren, schliesslich ist es schon wieder einige Jahre her, als ich das letzte Mal auf dem Schnebelhorn war. Doch sollte der Aufstieg diesmal nicht wie üblich von Steg aus erfolgen, sondern von der mir unbekannten St. Galler-Seite her (ev. sogar eine hikr-Erstbegehung im Sommer? Zumindest konnte ich keinen Eintrag von Libingen finden ...).
Also fuhr ich per Bahn nach Bütschwil und weiter mit dem Bus via Mosnang nach Libingen. Von hier aus startete ich dann mit der Wanderung mit dem Ziel Schnebelhorn und Abstieg nach Steg. Die Option "Hörnli" hielt ich mir dabei offen ...

1. Abschnitt (Libingen - Schnebelhorn, 1 Std. 15 Min.)
Bei schönstem Wetter und bereits angenehmen Temperaturen ging's bei der Kirche gleich mal steil hoch; innert Kürze befand man sich bereits über dem Ort und hatte einen schönen Rundblick. Nach gemächlichem Anstieg wird's dann im Wald etwas steiler und bald schon ist eine Höhe von 1080m erreicht ("Steinweid Ost"). Von nun an ist's ein schöner Höhenweg und ich geniesse die Ruhe, welche höchstens durch herabfallendes Laub durchbrochen wird - was gibt es Schöneres an einem Sonntagmorgen wie diesem?
 
Bald schon ist dann die "Meiersalp, 1131m" in Sicht, ein verlockendes Restaurant mit dem vermutlich letzten Öffnungstag. Für mich ist's jedoch noch zu früh für eine Einkehr und ich nehme den letzten, etwas steileren Waldabschnitt unter die Füsse.
Und dann stand ich auch schon auf dem "Schnebelhorn, 1292m", dem höchsten Punkt des Kanton Zürich! Was für eine Aussicht! Ganz alleine geniesse ich die Alpen-Rundsicht; allerdings geht hier oben ein zügiger Wind. Da ich anstelle der in Libingen angeschriebenen 2 Std. 15 Min. eine ganze Stunde weniger benötigte, war ich noch entsprechend früh dran und somit war für mich klar, dass jetzt auch noch das "Hörnli" in Angriff genommen wird.

2. Abschnitt (Schnebelhorn - Hörnli, 2 Std.)

War ich beim Aufstieg von der St. Galler Seite her noch ganz alleine, kamen mir jetzt beim Abstieg Richtung Hirzegg und Roten nun allmählich einige Leute entgegen, welche ebenfalls dem Schnebelhorn zustrebten.
Immer schön dem Kamm nach ging's hinunter bis zum "Älpli Süd, 980m" . Nun kam die für mich langweiligste Strecke: auf breiter Waldstrasse galt es, den Hügel zur Hulftegg zu umrunden. Dort war dann Töff- und Autolärm angesagt und jede Menge Betrieb.
Von hier aus war's landschaftlich nun wieder interessanter, aber erwartungsgemäss ein gewaltiger Rummel von Leuten, die von der Hulftegg zum Hörnli spazierten. Kurz unterhalb des Hörnli's tönte es bereits aus dem Restaurant-Lautsprecher "Nr. 257, bitte abholen ...!". Verständlicherweise zog es die Massen auf's Hörnli, da die Aussicht wirklich phänomenal ist bei einem so schönen Herbsttag. Mir war's jedoch etwas zuviel Rummel ...

3. Abschnitt (Hörnli - Grat/Groot - Fischingen, 1 Std. 35 Min.)

Nach einer kurzen Rast überlegte ich mir den Abstieg nach Steg, als ich auf dem grossen Wegweiser "Fischingen" las. Das wäre doch auch noch eine Variante, welche zudem gleich noch über den "höchsten Thurgauer" führen könnte!
Ich zögerte also nicht lange und stieg ein kurzes Stück Richtung Hulftegg zurück und nahm dann den Weg Richtung "Allenwinden". Von dort war's dann nicht mehr weit bis zum "Grat/Groot", dem höchsten Punkt im Kanton Thurgau. Und wiederum war ich überwältigt von der Aussicht - Säntis und Churfirsten zum Greifen nahe!
Das letzte Stück nach Fischingen zog sich noch etwas dahin und meine Knie gaben mir zu verstehen, dass ich die Tour langsam beenden sollte. Da ich dann auf den Bus warten musste, rundete ich meine Tour mit einem kleinen kulturellen Abstecher in's Kloster Fischingen ab; auch dies überaus empfehlenswert.

Fazit: alles in allem eine überaus lohnenswerte Tour!

Tour im Alleingang



Tourengänger: Linard03


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