Illhorn


Publiziert von akka , 25. Oktober 2009 um 19:09.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:24 Oktober 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Sierre est 565m - Plan Palet 1146m - Ponchet 1950m - Pas d`Illsee 2544m - Illhorn 2717m - Chandolin 1950m - Fang 1080m

Es wurde gerade hell, als ich mich an der Walliser Kantonalstrasse beim Kreisel Sierre est / Crans Montana / Anniviers auf den Weg machte, um aufs Illhorn zu wandern. Während die esten Sonnestahlen die Gipfeln der Berner und Waadländer Alpen in feierliches orangegelb färben, gewinne ich recht schnell an Höhe. Ein sehr guter Weg, der auch zur Strecke beim Berglauf Sierre-Zinal zählt, führt mich zunächst durch mässig dichten Laub- und Mischwald. Oberhalb von Plan Palet (1150m) findet man sich in dichtem Nadelwald wieder. Die Sonne lässt an diesem Nordhang natürlich auf sich warten, ich sollte sie noch länger nicht zu Gesicht bekommen. Als ich endlich die Lichtung Ponchet 1870m erreiche, ist schon einige Zeit vergangen. In diesem Bereich verläuft der Weg sehr flach, da es sich um eine mit PW befahrbare Piste von Chandolin handelt.
Die Sonnenstrahlen wärmen angenehm. Der Morgen ist sehr kühl. Ich gewinne längere Zeit nur sehr wenig höhe, ehe sich der Illgraben auftut (1970m). Sehr beeindruckt bin ich von dieser eigenartigen Konstruktion der Natur, die man nicht betreten möchte. Am Rand des Graben verläuft nun der Weg weiter nach Südosten. Hier sind feine Schneereste vom Vortag liegengeblieben.  Als der Rand des Illgraben einen Knick nach Osten macht, gehe ich auf dem Wanderweg weiter und queere das Illhorn westseitig. Ein direkter Aufstieg zum Gipfel durch die Geröllflanke wäre hier möglich (vermutlich T4). Bei den angetroffenen Verhältnissen allerdings nicht sinnvoll. So gelange ich auf die Weiden der Alpage Chandolin ins Skigebiet. Die Verschandelungen halten sich in Grenzen und ich gehe weiter zum Pas de l`Illsee 2445m. Ein eiskalter Wind begrüsst mich. Auf dem Südrücken strebe ich dem Illhorn entgegen. Auch dieser Abschnitt ist recht flach und nach 13km erreiche ich endlich den Gipfel. Der Tiefblick ins Rhonetal ist dann sehr eindrücklich. Genauso der Blick in den Süden, zu den prominenten 4000ern des Mittelwallis, die sich hier wunderschön aufreihen. Der Wind bläst fürchterlich. Auf eine längere Gipfelrast ist trotz meiner winterlicher Ausrüstung deshalb nicht zu denken.  Meinen urspünglichen Plan, über den Illsee und  Illalp nach Susten / Leuk abzusteigen, verwerfe ich. Diese Variante liegt mittags um 1 Uhr schon fast vollständig im Schatten und wirkt deshalb sehr abweisend. Dageben präsentiert sich die Südwestseite ins Val d`Anniviers sonnenüberflutet und einladend. Da brauche ich nicht mehr lange überlegen und ich freue mich auf einen Abstieg mit der Sonne im Gesicht. Mein Ziel ist nun Fang, an der Anniviersstrasse Sierre-Vissoie. Chandolin (1950m) ist nun recht schnell erreicht. Immer wieder verweile ich, um die fantastischen Herbststimmungen aufzusaugen. Von Chandolin führt ein sehr guter, und steiler Weg Richtung Süden nach La Rèche 1609m. Durch scheinbar unwegsames und steiles Gelände schlängelt sich der Weg dann ohne Schwierigkeiten bis auf 1080m. Bei Fang erreiche ich die Strasse Sierre-Vissoie. Ich habe Glück und wenige Minuten später bringt mich ein Postbus zurück zum Ausgangspunkt nach Sierre est.

Eine sehr einfache, aber längere Wanderung, die landschaftlich viel Abwechslung bietet. Das Niveau schwankt zwischen T1 und T2.


Tourengänger: akka

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