Ortstock (2717 m) - unser erster Versuch


Publiziert von alpinos , 26. Oktober 2009 um 21:44.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Strecke:Braunwald - Oberstaffel - Bärentritt - Furggele u.z.
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem Auto/Zug bis Linthal, dann mit Standseilbahn nach Braunwald (Retour 7,60 CHF mit Halbtax), anschließend mit Sesselbahn auf den Gumen (als Kombiticket 18 CHF)

Nachdem uns das Glarner Land bei der Tour auf die Rautispitz so begeistert hatte, beschlossen, wir eine weitere Tour in diesem Gebiet anzuschließen. Nach der Rautispitz auch eine weitere Tour aus der Serie "Unsere Balkon-Panorama-Touren", hier Nr. 2. Allerdings sollte es ein Versuch bleiben...
 

 
Tourenbeschreibung
 
  • Mit der ersten Bahn um 5:55 Uhr fuhren wir von Linthal nach Braunwald. Von hier aus stiegen wir in zügigem Tempo über Oberstafel zum Bärentritt auf. Anfangs war das Wetter herrlich, nur wenige Wolken, die Temperaturen recht auch morgen schon recht warm. Schon am früheren Vormittag zogen allerdings dicke Quellwolken auf. Während der letzten Wochen hatte es sehr viele Gewitter gegeben und das Wetter war recht unvorhersagbar und unbeständig; deshalb beunruhigten uns die Wolken doch etwas.
  • Der Bärentritt ist ein interessanter Steig, anfangs mit ein paar Kraxelstellen, die mit Seilen versehen sind. Man steig flott auf und gelangt dann in den Lauchboden im Euloch. Diesen durchquert man auf einen großen Felsbrocken zu. Dann beginnt der Aufstieg zum Furggele. Ende Juni lag hier noch sehr viel Schnee. Ab und an trat ein Schotterband durch den Schnee und man sah die Aufstiegsspur. Ansonsten suchten wir uns den angenehmsten Weg. Nach einer halben Stunden Arbeit machten wir noch eine großen Schritt über eine Art Schrund, dann hatten wir die Felsnase im Furggele erreicht.
  • Der Aufstieg hatte uns einiges an Kraft gekostet, zumal wir auch gesundheitlich angeschlagen waren. Die Quellwolken hüllten uns und den Grat auf den Ortstock dicht ein - sehr zu unserem Missfallen. Nach etwas hin und her überlegen beschlossen wir umzukehren. Die Gewitter der letzten Wochen hatten uns vorsichtig und misstrauisch werden lassen.
  • Nun genossen wir aber die Abfahrt auf dem Schnee vom Furggele hinab ins Euloch; anfangs ist es noch etwas steil und die Schwünge mit den Bergschuhen waren eine Herausforderung; nach den ersten Metern war der Neigungswinkel aber genau richtig und in wenigen Minuten waren wir mit viel Spaß und nur leicht nassem Hintern wieder unten. Auf halben Weg nach Braunwald lockertern sich die Quellwolken wieder zusehens auf und als wir den Ort erreicht hatten, konnten wir den Ortstock in seiner ganzen Pracht bewundern. Schade. Wir haben uns wegen unserer Vorsicht etwas geärgert, aber waren doch froh, es hätte auch anders kommen können. Und die Abfahrt vom Furggele hat uns mehr als entschädigt, das war die Tour dann doch schon wert!

Tourengänger: alpinos

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Geodaten
 1401.gpx Ortstock, 1.Versuch


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