Piz Stavelatsch 2754m- Piz Rentiert 2615m


Publiziert von nobana , 18. Oktober 2009 um 00:11.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum:25 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Gruppo Piz Medel 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2400 m
Abstieg: 2400 m
Strecke:Curaglia- Piz Ault- Alp Sura- Medelser Hütte- Alp Lavaz- Fuorcla dalla Stavelatsch- Piz Stavelatsch- Piz Rentiert- Rentiert Dadens- Tenigerbad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Curaglia (Postauto)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Tnigerbad (mit Taxi nach Rabius/Surrein)
Unterkunftmöglichkeiten:Medelser Hütte (Winterraum)

Ich berichte hier über eine Tour in Medelsergebiet, die ich gerade vor einem Jahr mit SAC erlebte.

Es war mir bewusst, dass diese zwei-tätige SAC-Tour eine Herausforderung für mich wird, 1800m Aufstieg am ersten Tag und viel Kraxrei am zweiten Tag. Nun ich wusste noch nicht, dass die Teilnehmer extrem sportlich sind, eine Bikemarathon-Fahrerin, eine Triathlon-Läuferin, ein Herr der jeden Morgen! als Training mit Bike nach Uetliberg fährt... So sah ich nur ihren Rücken während des 1800m Aufstiegs. Und ich fand keinen Bericht bei Hikr über Piz Stavelatsch und konnte nicht einschätzen wie schwierig die Kraxrei ist. Tatsächlich dauerte die ausgesetzte Gratwanderung fast 3 Stunden und eine psychische Ausdauer war gefragt.

Eher war meine Sorgen wegen dem Wetter. Es regnete ganze Woche in Zurich und ich dachte, es wird sicherlich in den Bergen schneien und die Tour wird abgesagt. Dann kam eine fröhliche Email von Tourenleiter, dass es erstaunlicherweise in Medelsergebiet gar nicht schneite und war sogar sonnig gewesen. Die Tour wird wie geplant stattgefunden!

Wir starteten von Curaglia 1332m kurz nach 10:30. Die Truppe war marschtüchtig und ich streckte meine Beine so breit aus, das Tempo mitzuhalten... vergeblich... Aber ich nutzte diese Gelegenheit und machte einen Fotoshot (1. und 2. Bild). Ich bin der Meinung, dass man von hinten am besten schöne Fotos machen kann, wenn man mit der Gruppe unterwegs ist. Piz Ault 2470m war erreicht und wir hatten ein riesiges Glück, am diesen Tag Ende Oktober noch eine lange Pause auf dem Gipfel machen zu können. Nach der Pause lief der Weg auf dem Grat nach Süden, Richtung F.dalla Buora 2292m. Hier war die Wegweisung und wir stiegen ab nach links, nach Osten- Alp Sura 1982m, ein romantischer Ort. Der Bach leuchtete wunderschön nun einen kurzen Moment und dann war es plötzlich dunkler und kühler. Die Bergkette schattete auf die Alp. Weiter marschierten wir jetzt hoch, letzten 600m Aufstieg nach der Medelserhütte 2524m, wo die Sonne noch schien. Ich kam ein bisschen verspätet als die anderen kurz vor 17:00 in die Hütte an und die Männer waren wieder bereit loszulaufen. Es gab kein Wasser in der Hütte und sie stiegen ab, Wasser zu holen. Währenddessen sägten wir Frauen Brennholz und machten Feuer. Die Männer kamen auch bald mit vollgefüllten 10L Wassertanks.

Der Winterraum war angenehm eingerichtet und gut isoliert. Wir hatten 1.5kg von Spagetti mit verschiedenen fertigen Pastasause für 7 Personen und alles war aufgegessen. Der Raum war warm und die Stimmung war nett. Dieser Abend bleibt in mir als eine schöne Erinnerung meines ersten Aufenthalts im Winterraum.

Nächsten Morgen verlassen wir die Hütte, in der viel Wasser auf das nächste Gast wartet. Zur Erst stiegen wir nach der Richtung Alp Lavaz ab, von dort 2329m verabschiedeten wir uns von dem markierten Wanderweg, der nach Osten führte und wir machten einen Aufstieg nach Norden, Fuorcla Dalla Stavelatsch 2593m. Hier sah ich Vorgipfel und Hauptgipfel Piz Stavelatsch 2754m. Hier begannen die Kraxrei und Gratwanderung, die die Konzentration und Aufmerksamkeit benötigten. Nach dem Erreichen von Piz Stavelatsch ging es so weiter mit der Gratwanderung und teilweise Gratkrabbrei (? Krabbeln auf dem Grat) bis Piz Rentiert 2615m, und dann kam es noch der schwierige Abstieg auf dem Nordgrat Piz Rentiert. Ich war so konzentriert noch nie. Irgendwann standen wir auf einer Wiese und der markierte Wanderweg nach Tenigerbad war nur unterhalb von uns.

Eine anspruchsvolle Alpintour wie ich hier beschrieb. Eine einsame aber gerade deswegen schöne Tour, niemand kam so tief in die Bergen, nachdem die Hütte geschlossen war. Eine weglose Tour, davon ich lernen will. Ich denke, alles ist nicht einfach, die Karte zu lesen, Wege zu finden, den Schwierigkeitsgrad einzuschätzen und die Tour zu ermöglichen. Dass der Tourenleiter diese Tour am Ende Oktober durchführte, war eine mutige und besondere Idee und ich bin sehr dankbar dass ich diese Tour erleben dürfte.

Tourengänger: nobana

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