Alphubel 4206m


Publiziert von sandro_92 , 12. Oktober 2009 um 01:44.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:26 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Mittelallalin-Feejoch-Feechopf-Alphubeljoch-Alphubel-Längflue
Kartennummer:1328-Randa

In den Sommerferien in Saas-Fee bot unser Vater meinem Bruder und mir an den Alphubel zu besteigen. Ich war von dieser Idee von Anfang an hellauf begeistert, mein Bruder weniger. Aber er erklärte sich bereit mitzukommen. So buchten wir im Bergführerbüro Saas-Fee die Alphubel-Tour und freuten uns auf den Donnerstag, der ein schöner Tag zu werden versprach. Da es erst meine zweite richtige Hochtour war, schlief ich in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag etwa 1-2 Stunden. Um 3 Uhr am Donnerstag genossen wir dann unser Thermo-Frühstück, das uns das Hotel freundlicherweise am Abend zuvor vorbereitet hatte. Danach machten wir uns zur Felskinn-Bahn auf, wo wir unseren Bergführer, Stefan, trafen.

Um 6:00 Uhr ging es dann beim Mittelallalin los. Ich war extrem aufgeregt, weil ich bis dahin noch nicht gross im Fels unterwegs war und beim Feechopf niemanden aufhalten wollte. Die ganze Zeit schwirrte mir der Gedanke durch den Kopf "bin ich gut genug oder habe ich mich überschätzt?". Vor dem Feejoch bogen wir rechts ab und nun wurde es ernst! Die Felsen waren zwar ausgesetzt, aber leichter als ich erwartet hatte. So erreichten wir problemlos den Feechopf auf 3888m. Vom Feechopf hiess es nun wieder absteigen zum Alphubeljoch. Dieser Abstieg führt über ein recht flaches Gletscherplateau. Im Alphubeljoch gabs dann die erste Pause. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg über die Eisnase auf den Gipfel. Vom Joch aus stiegen wir zuerst über einen Firngrat, dann über ein ca. 40° steiles Firnfeld, die sog. Eisnase, hoch. Kurz vor dem Ende des Firnfelds kam mein Bruder, damals 13 Jahre alt, so langsam an die Grenze seiner Belastbarkeit. Doch einen Moment später befanden wir uns schon auf dem Gipfelplateau.

Fast eine Stunde lang genossen wir die geniale Aussicht auf die nahe Mischabel, die Saaserberge,die Zermatter Riesen (Weisshorn, Zinalrothorn, Matterhorn, Monte Rosa und co.)

Nochmals gestärkt begannen wir dann den Abstieg über den Feegletscher zur Längflue, vorbei an imposanten Spalten und Séracs.

Bei der Längflue gabs dann noch hastig ein Rivella, um die letzte Bahn vor der Mittagspause nicht zu verpassen. Wir erwischten sie tatsächlich noch. Bei der Station Spielboden war allerdings schon Mittagspause, weshalb wir den restlichen Weg nach Saas-Fee zu Fuss zurücklegten.

Alles in allem eine sehr schöne Tour, der Gletscher Feegletscher oberhalb der Längflue ist allerding recht zerrissen und deshalb gefährlich.

Tourengänger: sandro_92

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