Gross Muttenhorn 3099m


Publiziert von bulbiferum Pro , 11. Oktober 2009 um 16:54.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:24 Februar 2008
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-VS   Gruppo Pizzo Rotondo 
Strecke:Realp - Oberstafel - Rotondohütte - Leckipass - Gross Muttenhorn - der Muttenreuss entlang - Realp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem PW nach Realp

 An diesem Wochende führten wir unser alljährliches Ausbildungsweekend Winter durch. Das Programm besteht immer aus praktischer Postenarbeit am ersten Tag und einer Tour am zweiten Tag. Auf dem Weg zur Rotondohütte, bei Oberstafel, haben wir unsere Übungseinheiten durchgeführt. Im Vordergrund standen diesmal das Kennenlernen der neuen LVS Geräte und deren Anwendung, das schnelle und effiziente Ausgraben von Verschütteten und das Erstellen von Verankerungen in steilem Gelände. Gegen Abend stiegen wir zur Rotondohütte auf. Sie war proppenvoll, wie das an einem schönen Wochende eben so ist. Das Hüttenteam hatte aber jederzeit alles im Griff und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend. Selbstverständlich sorgte auch der Übungsstoff für Diskussionen. Wir haben einige Kollegen die schwören auf ihr 68er Barryvox, ich hingegen würde mein neues Pieps nicht mehr hergeben, obwohl ich mit dem analogen Gerät auch gut klar komme.

Am nächsten Morgen brachen wir bald zum Gross Muttenhorn auf. Über den Leckipass erreichten wir den Muttengletscher. Auf ihm fuhren wir bis zu einer Höhe von ca. 2600m ab und querten dann unter dem Chli Muttenhorn durch bis wir den Gletscher erreichten der vom Sattel südlich des Gross Muttenhorn herunter kommt. Dann hinauf in den Sattel, wo wir das Skidepot errichteten und von da zu Fuss auf den Gipfel. Die Fusspassage ist teilweise ausgesetzt und ein Pickel ist empfehlenswert. Ich montiere für solche Passagen immer meine Steigeisen. Macht ja auch keinen Sinn, die Dinger mitzuschleppen und dann im Rucksack zu lassen.

Die Aussicht auf dem Gipfel war super. Das Gross Muttenhorn liegt ideal und bietet einen guten Überblick über das Goms. Die Abfahrt später war dann nicht für alle ein Genuss. An diesem Wochenende war es überdurchschnittlich warm und der Schnee wurde sehr schnell weich und tief. So versanken man dann schon mal mit einem Bein bis fast zu den Knien, wenn man das Gewicht nicht schön auf beide Ski verteilte. Vor der Durchquerung des Tälchens der Muttenreuss beratschlagten wir noch mals die Situation. Vom Gipfel hatten wir aber gesehen, dass schon fast alles runtergekommen war und die Hänge frei waren.

Die Durchquerung war ziemlich mühsam, wir überquerten unzählige Kegel von Schneerutschen und die Sonne brannte unbarmherzig. Schlieeslich erreichten wir aber doch den Ausgang bei Ebnen. Nun musste nur noch das Flachstück der Bahnlinie entlang zum Parkplatz bewältigt werden, ehe wir uns vor ein grosses kühles Bier setzen konnten.


Tourengänger: bulbiferum

Galerie


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