Bristen (3073 m) über NO-Grat


Publiziert von alpinos , 7. Oktober 2009 um 21:48.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:27 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Hinterbristen - Bristenstäffeli - Bristensee - NO-Grat
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem Auto; über Amsteg von der Autobahn nach Hinterbristen; Parkplätze bei der Post

Bei jeder Fahrt Richtung Gotthard haben wir diese beeindruckende Pyramide aus Schutt und Felsen bewundert, die sich hoch über das Reuss-Tal erhebt. Der Aufstieg ist eine rechte Herausforderung, 2300 m von Hinterbristen aus, und erfordert doch eine gute Kondition. Wer sich mehr Zeit lassen will, kann aber auch am Bristenstäffeli oder beim Bristensee übernachten.
 

 
Tourengäner   Anna & Robert
 

 
Tourenbeschreibung
 
  • In der beginnenden Dämmerung stiegen wir um 6.45 Uhr von Hinterbristen durch den zunächst noch dunklen Wald auf steilen Weg Richtung Bristenstäffeli auf. Kurz hinter dem Dorf schloss sich uns eine junge Katze an; sie hoffte wohl auf zusätzliche Streichel-Einheiten. Wir waren recht erstaunt, dass sie uns ca. 30 min lang folgte, immer wieder laut miauend zurückblieb und dann wieder angerannt kam. Erst als an einer Verzweigung andere Bergsteiger unseren Weg kreuzten,blieb sie zurück. Wir hoffen, sie hat wieder nach Hause gefunden.
  • Der Weg ist stellenweise wegen nicht vorhandener Markierung intuitiv zu finden, aber wenn man immer dem Hang nach ober folgt, dann kann man nicht viel falsch machen. Ab dem Bristenstäffeli ist es dann kein Problem mehr. Von der Hütte beim Bristensee sieht man schon den legendären weißen Pfeil, der übergroß am NO-Grat den Einstieg auf den selben markiert. Man erreicht ihn, indem man sich weglos zumächst etwas rechts haltend auf dem Schutthang hinauf bewegt, dann oberhalb eines Abbruchs nach links direkt auf den Pfeil zu quert. Über einige Stufen gelangt man auf den NO-Grat.
  • Dem Grat folgten wir nun direkt, nur manchmal wichen leicht nach rechts aus. Einige Passagen sind in recht netter, aber einfacher Kletterei zu überwinden.Über den Rotbristen gelangten wir zu dem Punkt, an dem NO- und NW-Grat zusammentreffen. Hier in ein kleiner Gendarm zu überwinden (II). Es empfielt sich, diesen zu überklettern und nicht seitlich auszuweichen, hier ist der Fels sehr brüchig und nicht angenehm. Die letzten Meter zum schon sichtbaren Gipfelkreuz sind wieder recht gut zu machen.
  • Vom Gipfel, den wir nach 4 1/2 Stunden erreichten, hatten wir leider nur noch etwas eingeschränkte Sicht, da mittlerweile recht viele Quellwolken aufgestiegen waren, aber trotzdem genossen wir das Panorama. Nach 30 min Gipfelrast stiegen den gleichen Weg wieder hinab. Ab dem Bristenstäffeli wurde der Abstieg zu nehmend beschwerlich, die vielen Höhenmeter ließen die Beine schwer werden. Wir waren froh, als wir wieder im Auto saßen. Den Abstieg spürten wir noch 3 Tage später, aber es hat sich gelohnt.
 

 
Bedingungen

 
  • Anfangs war es recht schwül und wir haben ziemlich geschwitzt. Auf dem Grat war es dann sehr angenehm.
  • Leider war die Sicht eingeschränkt, bis zum Mittag schossen Quellwolken in den Himmel. Hohe Wolken verhinderten aber mehr.
  • Der Grat war schneefrei und optimal zu klettern; bis auf ein paar lose Brocken ist der Fels prima
  • Der NW-Grat, den wir eigentlich zum Abstieg nehmen wollten, ist sehr brüchig und nachdem ein Bergsteiger eine kleine Steinlawine ausgelöst hatte, entschieden wir uns für den Abstieg über den NO-Grat.
 


Tourengänger: alpinos

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Geodaten
 1349.gpx Bristen, NO-Grat

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