Geburtstagsweg (Kleiner Daumen 2297m)


Publiziert von Berglurch , 6. Oktober 2009 um 20:00.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum: 5 Oktober 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: S+
Klettern Schwierigkeit: V (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Hinterstein - Eggalpe - Wiesloher Hütte - Kleiner Daumen - Wiesloher Hütte - Eggalpe - Hinterstein
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Hinterstein - Bus von DB Sonthofen oder mit dem Pkw zum gebührenpflichtigen Parkplatz am Ortsende

Ein Versteiger macht eine Tour erst so richtig alpin - auf einen typischen Allgäuer Bruchhaufen.

Unsere Tour heute war wohl so schön wie sie "unhomogen" war. Eine spannende Felsfahrt mit fotmidablen Tief- und Ausblicken in der beliebten Daumengruppe hoch über dem Ostrachtal - mit einer witzigen Überrraschung.

Inhomogen I: Die Seilschaft: Meine Wenigkeit durfte heute mit dem Formidablen Sport- und Alpinkletterer Tobi unterwegs sein. Wow: Ein Acht- und ein Sechtsgrädler zusammen zum Plaisirklettern. Naja, sollte klappen.

Inhomogen II: Die Route: "Die Wände über der Wiesloher Hütte entpuppen sich bei näherer Betrachtung als üble Bruchhaufen. Einzig der Nordostgrat bietet luftige Genusskletterei in teilweise festem Fels. Zuvor müssen allerdings einige Seillängen in der feuchten und nicht immer festen Wand zurückgelegt werden. Die Route ist durchgehend mit geklebten Standhaken ausgestattet - für die Zwischensicherung ist selbst zu sorgen". So steht es im Kletterführer der Gegend. Die Schwierigkeit der Route ist mit V bewertet, wobei die Seillänge im V. Grad umgangen werden kann und man sonst im 4. Grat unterwegs ist. Insgesamt 11 SL.

Unhomogen III: Der Zustieg: Macht mans genau so wie im Führer beschrieben (Direkt nach der Wiesloher Hütte links im Schuttfeld bis zum Fuß der schwarzen Wand), kann  man sich kaum Verlaufen. Wählt man die Direttissima so wie wir, kommt man an der Ostwand an und muss diese durch Legföhre ca 45 mühsame Minuten bis zum Einstieg queren.

Inhomogen IV: Das Schuhwerk: Berglurch vergaß den Kletterpatschen und kletterte mit Bergschuhen.

Inhomogen V: Das Verhältnis Plaisirkletterei - Ausrüstung. Wir waren parat für Großes
Inhomogen VI: Die Kletterei: Die Route war einfach zu finden und in der ersten Seillänge (IV+) waren sogar 2 nicht im Topo eingezeichnete Bohrhaken. Der erste Stand war perfekt abzusichern. Die zweite Seillänge am Dach vorbei (V) hingegen wies (aber das hatten wir so erwartet) keine Zwischenhaken auf, ist aber gut mit Camalots bis Größe drei abzusichern. Aber dann: wir fanden die offizielle Route nicht mehr. Was uns erwartete waren 6 abenteuerliche Seillängen (IV bis V) und ebenso abenteuerliche Stände: Insgesamt würde man sich festeren Fels und weniger Gras wünschen. nach der Querung eines Schuttfeldes nach links erreichten wir wieder die "offizielle" Route - eine Seillänge im III. Grad mit im unteren Teil sehr vielen, sehr neuen Bohrhaken, dann ein Wandbuch aus den 70er Jahren [sic!], das im Jahr durchschnittlich 5 Einträge aufweist, wunderschöne Tiefblicke und ganz oben nochmal zwei luftige Seillängen im IV. Grad und in bombenfestem Fels, die fast schon sportklettermäßig abgesichert waren.
Auf dem Gipfel das bekannte 1000 Berge Panorama, das man aus diesem isoliert stehenden Gebirgsstock, der Daumengruppe kennt.
Unsere Einschätzung: Die Route dürfte in jüngerer Vergangenheit stark saniert worden sein - die Zwischensicherung müssen nicht alle selbst angebracht werden. Allerdings sollten sich Gebietsunkundige an die Umgehund er Ver Seillänge machen, da hier die Route wohl bersser zu finden ist.

So, ab hier ist alles unterstrichen, weil mein Browser spinnt.... :-(

Inhomogen VII: Das Wetter. Unten strahlender Sonnenschein, oben Nieselregen

Inhomogen VIII: Die Gipfelbrotzeit. Ich: trockenes Brot, Tobi: Kuchen. Und zwar, wie er mir am Gipfel sagte: sein Geburtstagskuchen. An dieser Stelle: Happy Birthday!

Homogen: Das Fazit: Tolle Tour, trotz der Versteiger absolut lohnend für Alpine. Sportkletterer könnten teilweise verzweifeln ;-)


Tourengänger: Berglurch

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Kommentare (4)


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Alpin_Rise Pro hat gesagt: In homo musst du ge'n
Gesendet am 7. Oktober 2009 um 00:24
Lieber Un homo gen!
Lass uns doch mal in festen fels ge'n
Im Schweizerländle doppelt so scheen!
Wennschon Bruch, dann richtig feste

Würd mich auf die Höfats oder ein anderes T6- im Allgäu freuen ;-)
G, Rise

Berglurch hat gesagt: RE:In homo musst du ge'n
Gesendet am 7. Oktober 2009 um 08:22
Das machen wir. Alles.
Bruch im Fels ist wie ne Skitour im Bruchharsch: Nervig!

Berglurch hat gesagt: RE:In homo musst du ge'n
Gesendet am 7. Oktober 2009 um 08:50
Und ja, es ist wirklich peinlich - trotz der unhomogenen Grammatik....

secarsuwor hat gesagt: Other
Gesendet am 11. März 2016 um 07:35
Thanks for share bro agen poker


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