I. Piza Cuecena (2224m), Südkante IV (Cirgruppe), meine 1. alpine Kletterei


Published by Roman Keimel Pro , 22 September 2009, 23h05.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike: 5 September 2009
Climbing grading: IV (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 3:00

ZITAT der TOUR: "Meine erste alpine Tour!"

Endlich raffe ich mich auf meine Berichte nach zutragen. Eine längere Krankheit aber eine noch größere Faulheit haben mich bis jetzt davon abgehalten.
Die Idee kam von Walter: Er will von Freitag bis Montag nach Südtirol seine alten Wanderfreunde besuchen, und ob ich nicht mit kommen wolle. Wer kann zu Südtirol schon nein sagen, also schnell Zeitausgleich beantragen und ab nach Südtirol und zwar zu unserem Stützpunkt St. Kassian. Der Anfahrtstag war regnerisch und so hatte ich eigentlich für den nächsten Tag schon meinen ersten Kletterversuch gecancelt, aber es kam doch anders. In dem Hotel lernte ich Anita kennen, die dann glatt ihren Urlaub verlängerte um mit mir klettern gehen zu können. Sie meinte, dass man in den Dolomiten auf Südhängen sehr wohl nach einem Regentag klettern gehen kann. Und so war es auch!
Unser Ziel war der 1. Piza Cuecena (2224m). Am Vortag noch schnell Kletterschuhe für sie gekauft und die notwendigen Topos von Mauro Bernardi. Das Buch bietet eine Auswahl an wirklich interesssanten Routen sehr viele so um den IV Grad, aber für den alpinen Charakter der Touren völlig ausreichend. Den Zustieg wählten wir nicht wie im Buch beschrieben von Wolkenstein sondern vom Hotel Cir (das einen eigenartigen Besitzer hat, ich erzähle lieber nicht davon) am Grödnerjoch, gingen zur Danercepies-Gondelbahnstation hinauf und von dort die Skipiste hinunter. Der Piza Cuecena ist dann rechts deutlich sichtbar und dort wo ein Schuttfeld ziemlich nahe an die Skipiste reicht, muss man auch rechts abbiegen. Man überquert das Schuttfeld und gelangt zum Einstieg. Interessant ist, dass das Gestein dort sehr kristallin ist und man tausende glitzernde Kristalle findet. Die Tour wird laut Gipfelbuch sehr wenig begangen, ist aber nicht nur wegen seiner Aussicht sehr schön. Der Fels wird als mäßig beschrieben, ist aber für Dolomitenverhältnisse doch nicht so brüchig. Es war meine erste Toure dieser Art, die Standplätze waren gut, Zwischensicherungen gab's aber nicht.
Ausrüstung: 10 Expressen, ein Klemmkeilesatz und ein Friend (habe so einen mit 3 mögl. Größeneinstellungen)
Abstieg: Zuerst zweimal abseilen, eigentlich recht spektakulär, da man frei hängt dann weiter im steilen Gelände, was mir überhaupt nicht behagte. Weiter wieder über die Skipiste zum Grödnerjoch.
Topo: Mauro Bernardi "Klettern in Gröden und Umgebung - Die schönsten Routen in den Dolomiten" Athesia Verlag

Hike partners: Roman Keimel

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