Mürtschenstock - Stock und Fulen über Schwarzschnuer


Publiziert von stockloch Pro , 19. September 2009 um 11:23.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:13 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Schilt-Mürtschengruppe 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1650 m
Abstieg: 1650 m

Mit dem Bike von Obstalden über Hüttenberge, Altstafel, über die neue Strasse weiter auf die Meerenalp. Da das Bike deponiert und abgeschlossen. Zu Fuss weiter auf den Robmen.

Jetzt folgt der Aufstieg über R1025, aber auf dem rechts hinaufziehenden Pfad. Im Geröllfeld angekommen weiter rechts haltend zieht man aufwärts bis zum gut ersichtlichen Anfang der Schwarzschnuer (R1023). An der Schwarzschnuer hält man sich immer ganz zu unterst wo der Einstieg auch mit Steinmännern markiert ist. Der Pfad ist am Anfang sehr breit und äusserst gut, wenn auch teilweise mit viel Luft unter den Füssen zu begehen. Erst wenn man um die Ecke zur Mühlruns kommt wird es sehr schmal und sehr gefährlich! Bei dieser Begehung lag da noch Schnee und Stufenschlagen war angesagt. Die 2 Schneefelder waren äusserst steil und gefährlich zu überqueren. Steigeisen wären da angebracht gewesen. Auch die Stellen zwischen den Schneefeldern waren schmal und schwierig zu begehen.

Bei unserer zweiten Begehung am 26. September 2009 war die Mühlruns schneefrei. Da wo die beiden Schneefelder im Juni zu überqueren waren lagen nun aber zu meinem Erstaunen auch die grössten Schwierigkeiten der Route! Trotzdem sind wir wieder nicht von der ehemals einfachen Originalroute abgewichen und haben die Mühlruns auf der Schwarzschnuer durchquert. Die Schwierigkeiten würde ich mit ZS bewerten, dazu jedoch erwähnen, dass es da sehr ausgesetzt, brüchig und äusserst gefährlich ist. 

Tipp: Beim Steinmann vor der Einquerung in die Mühlruns rechts über den Wiesengrat ca. 40m absteigen und da unten die Mühlruns einfach durchqueren. Anschliessend zurück auf die Schwarzschnuer aufsteigen. Diesen Weg benutzend würde ich die ganze Route R1023 mit T6 bewerten!

Weiter in einfachem Gelände auf der Schnuer erreicht man am Schluss aufwärtsgehend die Türme. Von dort kann man weitergehen auf R1021 oder R1021a. Wir haben uns für den Aufstieg und Abstieg über den Fingerriss entschieden. Von der Jägernase dann weiter auf R1027 zum Fulen und von da wieder zurück über Robmen zur Meerenalp. Es ist eine Freude da auf's Bike zu sitzen und gemütlich hinunterzufahren.

Eine wunderschöne Tour! Man könnte den Ruchen via Nordgrat auch noch anhängen, müsste dann aber über die brüchige Route via Gchasseten (R1028) absteigen, um die Meerenalp auf dem kürzesten Weg wieder zu erreichen. Ausserdem benötigt der Aufstieg zum Stock über die Schwarzschnuer viel mehr Zeit als der meist begangene Aufstieg vom Talapsee via Stocklochwand.

Für Mürtschen-Fans ist die Durchquerung des Massivs auf der Schwarzschnuer sicher ein Highlight!

Tourengänger: stockloch, maesae

Galerie


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