Mutschen - Chreialpfirst (Höhlen) - Saxer Lücke (Höhenweg)


Publiziert von dani_ , 25. September 2009 um 17:16.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:18 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG 
Zeitbedarf: 10:45
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1750 m
Strecke:Gamser Berg (Mettlen) - Chueweid - Alp Loch - Mutschen - Chreialpfirst - Saxer Lücke - Unteralp - Heuberge - Fälen - Chueweid - Gamser Berg (Mettlen)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Strasse von Gams Richtung Wildhaus, hinter dem Zollhaus rechts abbiegen Richtung Rotenberg. Am Ende der Strasse (Schranke) ist ein kleiner Parkplatz.
Kartennummer:2598 Werdenberg - Alvier

Im Bericht der Wanderung vom 7. Sep 09 hatte ich es schon angekündigt. Nächste Projekte meiner Mutschen-Saxer Lücke-Wanderungen sollten die Höhle im Chreialpfirst, die Kreuzberge und der Höhenweg unterhalb der Kreuzberge auf der Rheintaler Seite sein.

Mutschen (T4)

Start am Gamser Berg (Mettlen) Richtung Alp Loch. Bei der Alp Loch sind sie mit dem Alpabtrieb beschäftigt und treiben die Schafe nach unten. Auf dem Weg von der Alp Loch auf den Mutschen treffe ich zwei Wanderer aus Winterthur. Wir gehen ein Stück zusammen und schauen, dass wir auf dem Weg bleiben. Trotz der vielen blauen Markierungen ist dies schwierig, da es viele, teils sehr ausgeprägte Schafwechsel gibt. Liebe Grüsse nach Winterthur, hat mich gefreut, euch kennen zu lernen und mit euch zu wandern!

Auf dem Mutschen war es windig, daher habe ich dort nicht lange verweilt, sondern habe mich an meine Projekte gemacht.

Chreialpfirst (T2)

Abstieg vom Mutschen zum Mutschensattel. Von dort auf den Chreialpfirst.

Höhlen Chreialpfirst (Zustieg T5, Wegstieg Klettern II)

Die beiden Berichte von Delta (siehe 1 und 2) hatten mich motiviert, mich auf die Suche nach der Höhle im Chreialpfirst zu machen. Mit den Beschreibungen habe ich sie relativ schnell gefunden (T5). In der grossen Eingangshalle habe ich länger nach dem Eissee oder einem weiteren Gang gefunden, leider ohne Ergebnis. Enttäuscht bin ich schliesslich wieder ausgestiegen. Ohne die auf den Fotos von Delta dokumentierten Eisskulpturen ist die Höhle nicht besonders schön.

Weiter südwestlich bin ich auf eine weitere Höhle gestossen. Sie sieht aus wie ein Tunnel und führt geradeaus in den Berg hinein. In sie bin ich etwa 50m gegangen. Danach verläuft sie schräg rechts weiter. Sie wird sehr flach, dh ab hier müsste man kriechen. Ich denke, dass sie von dem Knick aus bald zu Ende ist, bin mir aber nicht sicher. Meine Stirnlampe hat nur die ersten Meter beleuchtet.

Von dem Ausgang der Höhle II aus bin ich zunächst ein paar Meter in der Rinne nach unten und dann links in den Fels. Im Fels bin ich dann schräg über dem Eingang der Höhle nach oben auf das Plateau des Chreialpfirsts geklettert (II. Grad).

Chreialpfirst (T2)

Zurück auf dem Chreialpfirst habe ich ein wenig auf dem Gras verweilt. Es war sonnig und warm. Grandioses Panorama mit den Bergen des Alpsteins, strahlendem Sonnenschein und Nebelbänken über Wildhaus, dem Rheintal und dem Bodensee. Kein Wanderer zu sehen, nur das Rufen von Vögeln zu hören. Richtig idyllisch und angenehm für die Seele.

Abstecher Kreuzberge (T5, II)

Das zweite Projekt waren ja die Kreuzberge. Ich wollte auf einen der beiden südlichen Kreuzberge (VII oder VIII) klettern. Vom Sattel zwischen Mutschen und den Kreuzbergen bin ich gegen die Lücke zwischen Kreuzberg VII und VIII aufgestiegen (T5). Am Ende des Grases erwartete mich steiler Fels mit einer Kletterroute. Etwa 30m weiter rechts war der Sattel zwischen K VII und K VIII. Von dort sah der weitere Aufstieg auf K VIII auch nicht besonders schwer aus. Allerdings habe ich keine einfache Querung von mir aus auf diesen Sattel gesehen. Der Normalweg auf diesen Sattel müsste parallel zu dem Weg, auf dem ich gekommen war, etwa 30m weiter Richtung Rheintal verlaufen. Um wandernd auf diesen Weg zu gelangen, hätte ich einige Meter absteigen müssen und einen Grat umrunden müssen. Da ich nicht richtig fit war und es ausserdem bereits spät war, beschloss ich, ohne Kreuzberggipfel weiter zu gehen. Von der Grenze Gras-Fels am Kreuzberg VII bin ich nach unten Richtung Wanderweg zur Saxer Lücke abgestiegen (T5, Klettern II). Das sah von oben einfacher aus, als es war.

Saxer Lücke (T2)

Auf dem Wanderweg zur Saxer Lücke und zur Unteralp. Dort waren sie auch intensiv mit dem Alpabtrieb der Schafe beschäftigt, und diesmal hatte der Schäfer keine Zeit für einen Plausch.

Höhenweg (T6)

Nun wollte ich mein drittes Projekt in Angriff nehmen, den Höhenweg. Von der Unteralp aus führt er unterhalb der Kreuzberge nach Südwesten weg. Die Wegspur ist sichtbar, allerdings muss man schon darauf achten, auf ihr zu bleiben. Ich bin ein paar Mal abgekommen, da der Weg stets leicht nach oben führt, ich aber eigentlich lieber leicht abwärts gestiegen wäre. Auf meiner Karte endet der Weg nach etwa 1 km. Das war auch in der Realität so. Es gab einen fliessenden Übergang von mit Gras überwucherter Wegspur zu keiner Wegspur. Ich dachte, dass der Weg ungefähr parallel zu den Höhenlinien weiter verlaufen müsste. Ich habe länger nach einer logischen Fortführung gesucht. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es am Ende der Wegspur nicht geradeaus weitergeht, sondern dass man entweder auf- oder absteigen muss, damit es eine Wanderung bleibt. Meine Vermutung ist, dass man auf etwa 1650m aufsteigen sollte. Es gibt nämlich nachfolgend einige Tobel, die weiter oben nicht so ausgeprägt bzw noch nicht vorhanden sind. Weiter unten (Kobel, Kobelwand) sieht das Gelände auf meiner Karte wie auch in der Realität nicht so einfach aus.

Öfter auf- und absteigend und nach dem besten Weg suchend bin ich durch die Heuberge gestiegen (T6). Es ist steiles Gelände, ausserdem gibt es einige Tobel. Da war ich nicht wirklich auf einem Höhenweg unterwegs, und es war mehr Abenteuer als Wanderung.

Schliesslich bin ich auf ungefähr 1600m auf den Weg Alp Loch - Mutschen gestossen. Nun war es bereits fast vollständig dunkel. Da ich den Weg schon einige Male gegangen war, habe ich den Weg über die Felsstufen bei Uf de Bettere gut gefunden. Anschliessend bin ich allerdings vom Weg abgekommen. Hinter der zweiten Felsstufe bin ich von 1400m aus mehr oder weniger direkt nach unten abgestiegen. Das war mühsam und besonders durch den Wald war die Orientierung schwierig. Bei Fadura bin ich auf die Schotterstrasse gekommen. Über P. 1125 und Chueweid zurück nach Mettlen.

Fazit

Die drei Projekte warten noch auf ihre Fortführung
1. Höhle Chreialpfirst -> Wo ist das Eis? (Edit: Am 30.10.10 nochmal dagewesen).
2. Kreuzberge -> Anderen Weg zum Sattel zwischen K VII und K VIII nehmen (Edit: Am 10.10.10 Stelle überwunden)
3. Der Höhenweg von Unteralp aus unterhalb der Kreuzberge mit freier Sicht ins Rheintal ist toll. -> Da muss es doch eine bessere Fortführung bis Fälen geben als die, die ich gegangen war. (Edit: Ja, gibt es, siehe Bericht vom 09.06.10)

11:40 Start am Gamser Berg (Mettlen)
14:05 Ankunft Mutschen
14:20 Abstieg vom Mutschen
14:45 Chreialpfirst, Beginn Suche der Höhlen
16:15 Fertig mit Höhlen
17:40 Saxer Lücke
18:10 Unteralp
22:30 Zurück am Gamser Berg (Mettlen)

Tourengänger: dani_

Galerie


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