Herbstwanderung auf das Spitzli


Publiziert von Leopold , 18. September 2009 um 18:50.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:12 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AR   Alpstein 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Strecke:Grüenau - Guggeien - Alp Spitzli - Spitzli - Hoch Petersalp - Blattendürren - Grüenau
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto bis nach Urnäsch. Gleich am Ortsende Richtung Schwägalp auf der linken Seite bei Grüenau parken.

Auf der Fahrt nach Urnäsch höre ich im Autoradio, dass heute der
Almabtrieb von der Schwägalp stattfindet, „Mit Behinderungen ist zu
rechnen!“. Letztes Mal das Schwingen, heute
der Almabtrieb. Offenbar suche ich mir immer die Festtage im
Veranstaltungskalender aus. Gegen 8 Uhr parke ich bei Grüenau. Wird sich schon ausgehen
mit dem Almabtrieb, bis ich wieder herunten bin. Rasch steige ich über die
Wiesen und durch den Wald nach Guggeien hinauf. Dort beginnt der
Bergwanderweg. Zuerst steil über eine Weide, danach, noch steiler,
durch den Wald. Schliesslich erreiche ich den Durchschlupf durch die
Nagelfluh. Ein Stahlseil erleichtert den Halt. Ich stimme Martin (MunggaLoch)
zu, dass diese Stelle im Winter kein Vergnügen ist. Der Weg ist schmal, und
auf der rechten Seite geht es steil hinunter. Psychologisch beruhigend ist der Nebel, denn ich kann nicht sehen, wie weit. Meine Hoffnung, dass das Wetter weiter oben besser wird,
erfüllt sich nicht. Schliesslich komme ich zur Alp Spitzli, von wo es
vielleicht noch 10 Minuten bis zum Gipfel sind. Oben sehe ich zwar
etwas Sonne, aber heute bietet das Spitzli keine Aussicht. Wie weiter?
Auf dem Hinweg zurück ginge es am schnellsten, wäre aber langweilig.
Ich beschliesse, noch zur Hoch Petersalp zu gehen. Von einzelnen Auflockerungen
abgesehen, liegt alles im Nebel, der beim Abstieg zum Berggasthof Blattendürren dann noch dichter
wird. Manchmal sieht man gerade einmal zehn Meter weit. Das einzige, was man hört, ist
das Bimmeln unzähliger Kuhglocken … Es wundert mich nicht, dass ich an diesem Tag keiner Menschenseele begegne.
Nach vier Stunden wieder in Grüenau angekommen ist deutlich mehr los.
Folklore zum Angreifen, wie in dem Film „Die Schönheiten des Alpstein“, der Ende 2008 im
Kino zu sehen war. Im Schritttempo rollt die Kolonne hinter den Kühen her,
die nach einem Sommer auf der Alp zurück in ihre Winterquartiere getrieben werden.
Manchmal werden wir über Feldwege umgeleitet. Wäre schön, im Sommer einmal
hier mit dem Rad zu fahren. Jedenfalls ist das Spitzli eine lohnende Tour, vor allem,
weil man in diese Wanderung auch andere Berge einbinden kann. Warum also nicht
einmal eine 2 Tagestour von Appenzell nach Neu St. Johann machen?

Tourengänger: Leopold

Galerie


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Kommentare (1)


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sportli hat gesagt: DVD SCHÖNHEITEN DES ALPSTEINS
Gesendet am 19. September 2009 um 20:44
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