6-Gipfel-Tour (Kandergrund-Kandersteg)
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Gemäss dem SAC-Führer Berner Voralpen sei dies eine sehr einsame und wilde Route, die auf das Elsighorn führt. Genau das ist sie auch. Da sie entsprechend wenig begangen wird ist der auf der Karte eingezeichnete Weg auch fast nicht mehr zu finden. In schier endlosen Spitzkehren führt der Weg auf den Elsiggrat. Auf der Alp Underi Balme wurde ich von zwei Hunden bellend durch eine Schafherde eskortiert. Es waren zwei Herdenschutzhunde die ihre Schäfchen bewachten. Auf Hinweistafeln wurde man über das Verhalten gegenüber diesen Hunden und den Schafen informiert. Ich muss diesen Schafbesitzern und Hirten ein grosses Kompliment aussprechen, denn damit haben sie bewiesen dass gegen Wolf, Luchs & Co tatsächlich etwas unternommen werden kann. Manche Bergkantone könnten an diesem Beispiel noch was lernen...!!!
Auf der Alp bei Pt. 1609 traf ich auf einige Älpler, die sich nach den Hunden und Schafen erkundigten. Ich konnte ihnen versichern dass das Zusammentreffen mit den Hunden keinerlei Probleme verursachte.
Der Elsiggrat war für mich die mühsamste Etappe dieser ganzen Tour. Es gibt hier zwar einen Weg, der ist aber von so dichter Vegetation eingewachsen dass ein Durchkommen sehr kraft- und zeitraubend ist.
Langsam kam dann das Elsighorn in Sichtweite. Von dieser Seite ist das Elsighorn ein stattlicher Berg, der eher abweisend als einladend aussieht. Seine Besteigung ist dann auch von allen sechs Gipfeln die Schwierigste und die Schwierigkeit der ganzen Tour bezieht sich auf diese Stelle.
An der Stelle an der sich der Gipfel aus dem Grat erhebt, quert man rechts nur wenige Meter, knapp unter den Felsen, in die NW-Flanke bis zu einer kleinen Gras- und Felsrampe die nach links oben führt. Diese steigt man empor und kommt in einen kleinen Sattel. Nun wechselt man in die E-Flanke und steigt über eine kleine Gras- und Felsrampe schräg nach links oben an. Nach dieser kleinen Rampe praktisch in der Falllinie hinauf auf den Gipfel (siehe auch 2. Foto). Der SAC-Führer führt die Route durch ein Couloir weiter links, das meiner Meinung nach alleine nicht durchstiegen werden sollte (Kletterstellen im III. Grad und sehr exponiert). Ich habe mir das angeschaut und mich für meine Variante entschieden. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich auf Voralpen-Touren immer einen Eishammer und 20m Reepschnur dabei habe. Der Eishammer kommt eben in diesem Gelände zum Einsatz und bietet immer einen sicheren Halt in sehr steilen Grashängen.
Auf dem Elsighorn staunte die holländische Familie nicht schlecht als ich plötzlich mit dem Pickel in der Hand vor ihnen stand.
Nach kurzer Rast stieg ich über den Normalweg ab bis Hohmatti und Pt. 2107. Von da gings in nordöstlicher Richtung auf den Grat zum Chilchhore. Auf der linken Seite fallen die Felswände senkrecht ins Tal, auf der rechten Seite findet man einen mässig steilen Grashang. Ich bin dann immer schön der Gratkante entlanggewandert und wenig später stand ich vor dem Golitschehöri. Dieser Gipfel ist von dieser Perspektive nicht viel mehr als eine kleine Erhebung im Grat. Aber von Kandersteg aus gesehen ist er doch als richtiger Gipfel wahrnehmbar. Vom Golitschehöri aus sichtbar war dann auch mein nächstes Etappenziel, der Stand.
Ein guter Weg führt fast horizontal durch die Nordflanke des Stand. Die Besteigung des Gipfels erfolgt über den NW-Rücken. Das schöne an dieser Tour ist, dass man immer von einem Gipfel zum nächsten Etappenziel sieht. Die Tour wird dadurch wie in kleine leicht verdauliche Portionen eingeteilt...
Der leichte Abstieg vom Stand brachte wieder etwas Abwechslung und bei Pt. 2280 erhält man einen schönen Tiefblick und einen Einblick in die geologischen Schichten des Hohwangs, meinem nächsten Etappenziel.
Bei der Querung der Westflanke entschloss ich mich direkt in der Gipfelfalllinie aufzusteigen. Dieser Berg besteht auf dieser Seite nur aus losen Steinen; wer also gerne Steine zählt dem sei dieser Aufstieg sehr empfohlen...Doch der Aufstieg dauerte nicht lange und schon stand ich auf dem Hohwang und genoss die Aussicht zum Oeschinensee und Altels. Dieser Gipfel lud mich zum Verweilen ein und ich legte mich eine halbe Stunde in die Sonne. Doch meine Tour war ja noch nicht zu Ende, denn der höchste Berg dieser Tour wartete noch auf mich, der First. Also stieg ich genüsslich den SSE-Grat ab, der zu meiner Freude sehr leicht zu begehen ist. Was in Anbetracht von bereits über 2000 überwundenen Hm nicht zu vernachlässigen ist...
Der First wartete noch mit einer Überraschung auf. Die Steilstufe zum Gipfel ist als kleiner Klettersteig eingerichtet. Ein Drathseil weist den Weg zum Gipfel, doch bin dann ganz klassisch neben dem Drahtseil über die Felsen geklettert. Noch ein letztes mal habe ich die grandiose Aussicht genossen, ehe es für mich wieder hiess ins Tal abzusteigen. Weit unten konnte ich bereits die Allmenalp ausmachen, das Ende meiner Tour. Von dort aus überliess ich mein Vorwärtskommen nun ganz der Technik, zuerst der Seilbahn und später dem Bus. Ein letzter Fussmarsch von der Talstation der Seilbahn zum Bahnhof erwies sich nach einer fast zehnstündiger Tour doch noch als recht mühsam.
Da natürlich gerade kein Bus nach Kandergrund fuhr, nutzte ich die Gelegenheit meine Füsse in der nahen Kander zu kühlen, aah einfach herrlich...!
Auf dieser langen Tour trifft man andere Leute höchstens auf den Gipfeln oder wo es gerade einen Wanderweg hat. Ansonsten ist man alleine unterwegs.
Auf der Alp bei Pt. 1609 traf ich auf einige Älpler, die sich nach den Hunden und Schafen erkundigten. Ich konnte ihnen versichern dass das Zusammentreffen mit den Hunden keinerlei Probleme verursachte.
Der Elsiggrat war für mich die mühsamste Etappe dieser ganzen Tour. Es gibt hier zwar einen Weg, der ist aber von so dichter Vegetation eingewachsen dass ein Durchkommen sehr kraft- und zeitraubend ist.
Langsam kam dann das Elsighorn in Sichtweite. Von dieser Seite ist das Elsighorn ein stattlicher Berg, der eher abweisend als einladend aussieht. Seine Besteigung ist dann auch von allen sechs Gipfeln die Schwierigste und die Schwierigkeit der ganzen Tour bezieht sich auf diese Stelle.
An der Stelle an der sich der Gipfel aus dem Grat erhebt, quert man rechts nur wenige Meter, knapp unter den Felsen, in die NW-Flanke bis zu einer kleinen Gras- und Felsrampe die nach links oben führt. Diese steigt man empor und kommt in einen kleinen Sattel. Nun wechselt man in die E-Flanke und steigt über eine kleine Gras- und Felsrampe schräg nach links oben an. Nach dieser kleinen Rampe praktisch in der Falllinie hinauf auf den Gipfel (siehe auch 2. Foto). Der SAC-Führer führt die Route durch ein Couloir weiter links, das meiner Meinung nach alleine nicht durchstiegen werden sollte (Kletterstellen im III. Grad und sehr exponiert). Ich habe mir das angeschaut und mich für meine Variante entschieden. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich auf Voralpen-Touren immer einen Eishammer und 20m Reepschnur dabei habe. Der Eishammer kommt eben in diesem Gelände zum Einsatz und bietet immer einen sicheren Halt in sehr steilen Grashängen.
Auf dem Elsighorn staunte die holländische Familie nicht schlecht als ich plötzlich mit dem Pickel in der Hand vor ihnen stand.
Nach kurzer Rast stieg ich über den Normalweg ab bis Hohmatti und Pt. 2107. Von da gings in nordöstlicher Richtung auf den Grat zum Chilchhore. Auf der linken Seite fallen die Felswände senkrecht ins Tal, auf der rechten Seite findet man einen mässig steilen Grashang. Ich bin dann immer schön der Gratkante entlanggewandert und wenig später stand ich vor dem Golitschehöri. Dieser Gipfel ist von dieser Perspektive nicht viel mehr als eine kleine Erhebung im Grat. Aber von Kandersteg aus gesehen ist er doch als richtiger Gipfel wahrnehmbar. Vom Golitschehöri aus sichtbar war dann auch mein nächstes Etappenziel, der Stand.
Ein guter Weg führt fast horizontal durch die Nordflanke des Stand. Die Besteigung des Gipfels erfolgt über den NW-Rücken. Das schöne an dieser Tour ist, dass man immer von einem Gipfel zum nächsten Etappenziel sieht. Die Tour wird dadurch wie in kleine leicht verdauliche Portionen eingeteilt...
Der leichte Abstieg vom Stand brachte wieder etwas Abwechslung und bei Pt. 2280 erhält man einen schönen Tiefblick und einen Einblick in die geologischen Schichten des Hohwangs, meinem nächsten Etappenziel.
Bei der Querung der Westflanke entschloss ich mich direkt in der Gipfelfalllinie aufzusteigen. Dieser Berg besteht auf dieser Seite nur aus losen Steinen; wer also gerne Steine zählt dem sei dieser Aufstieg sehr empfohlen...Doch der Aufstieg dauerte nicht lange und schon stand ich auf dem Hohwang und genoss die Aussicht zum Oeschinensee und Altels. Dieser Gipfel lud mich zum Verweilen ein und ich legte mich eine halbe Stunde in die Sonne. Doch meine Tour war ja noch nicht zu Ende, denn der höchste Berg dieser Tour wartete noch auf mich, der First. Also stieg ich genüsslich den SSE-Grat ab, der zu meiner Freude sehr leicht zu begehen ist. Was in Anbetracht von bereits über 2000 überwundenen Hm nicht zu vernachlässigen ist...
Der First wartete noch mit einer Überraschung auf. Die Steilstufe zum Gipfel ist als kleiner Klettersteig eingerichtet. Ein Drathseil weist den Weg zum Gipfel, doch bin dann ganz klassisch neben dem Drahtseil über die Felsen geklettert. Noch ein letztes mal habe ich die grandiose Aussicht genossen, ehe es für mich wieder hiess ins Tal abzusteigen. Weit unten konnte ich bereits die Allmenalp ausmachen, das Ende meiner Tour. Von dort aus überliess ich mein Vorwärtskommen nun ganz der Technik, zuerst der Seilbahn und später dem Bus. Ein letzter Fussmarsch von der Talstation der Seilbahn zum Bahnhof erwies sich nach einer fast zehnstündiger Tour doch noch als recht mühsam.
Da natürlich gerade kein Bus nach Kandergrund fuhr, nutzte ich die Gelegenheit meine Füsse in der nahen Kander zu kühlen, aah einfach herrlich...!
Auf dieser langen Tour trifft man andere Leute höchstens auf den Gipfeln oder wo es gerade einen Wanderweg hat. Ansonsten ist man alleine unterwegs.
Hike partners:
Lukas71

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