Haldensteiner Calanda retour für Ausgeschlafene


Publiziert von dyanarka , 9. September 2009 um 09:39.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Calanda
Tour Datum: 9 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: Calanda   CH-GR   CH-SG 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:Gut ausgeschildert. Achtung: Erste Wasserstelle nach Haldenstein erst auf 1495m!
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Autobahnabfahrt Chur-Nord, Wegweisung Haldenstein, Parkplatz rechts hinter der Rheinbrücke, Kosten: 5 SFr für 24 Std.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Mountain-Bike Teer/Schotterstrasse zur Calandahütte ab Dorfausgang Haldenstein. 1500 Höhenmeter. Manchmal stehen Kühe mitten auf dem Weg, da die Strasse oben durch Alpgebiete führt. Gut aufpassen, falls Kälber dabei sind. Ansonsten problemlos fahrbar. Ab Hütte zu Fuss weiter knapp 800 Höhenmeter (1 - 2,5 Std. je nach Tempo). Zum Teil steiler Schuttweg mit sehr leichten Klettereien im Gipfelgebiet. Die letzten 100m leicht ausgesetzt nach Nordwesten (Man sollte relativ schwindelfrei sein, aber man kann auch vor diesem letzten Stück sein Endziel setzen, von der Aussicht her geht nichts verloren)
Unterkunftmöglichkeiten:Chur, Haldenstein Dorf oder Calandahütte (00 41 81 285 15 37). Geöffnet bis ca. November, bis erster bleibender Schnee kommt.
Kartennummer:Landeskarte 1:25000, Nr.: 1175 "Vättis"

Auf die Haldensteiner Calanda wollte ich schon seit Jahren. Möglichst an einem Tag hin-und zurück. Aber ohne in den nächtlichen Morgenstunden los zu marschieren. Gestern war es endlich soweit. Ich war fit. Ich hatte frei. Das Wetter war hervorragend (Nicht zu heiss und trotzdem blauer Himmel). Also los: Mit dem Auto nach Haldenstein. Ankunft 9.15h. Bike aus dem Kofferraum. Rucksack zusammenraffen. Parkgeld bezahlen. Und Start um 9.40h. Die Sonne wärmte schon ordentlich, so dass ich leicht bekleidet bergauf fahren konnte. Zwei Trinkflaschen a 0,7 Liter waren am Velo befestigt. Immerhin neues Gebiet für mich. Und tatsächlich: Die erste Wasserstelle nach Haldenstein lag 1000 Höhenmeter weiter oben. Eine grosse, 5m lange Tränke für Vieh, Wanderer und Biker. Dann weiter in gemütlich zügigem Tempo. Bei Punkt 1748m wurde ich von einer sportlichen Bikerin grad am Hang "stehengelassen". Ich staunte ihr hinterher und versucht noch ein paar Meter mitzuhalten, bis die Vernunft wieder zum eigenen Rythmus aufforderte. Bei Punkt 1981m verwirrende zwei Schilder zur Calandahütte. Ich nahm den nördlichen Weg und fluchte ordentlich im Zeug rum. Nur noch Schieben ging bis zur Hütte (Die andere Route wäre die bessere gewesen, wie ich auf der Rückfahrt später merkte). Bei der Hütte (Ankunft 12.30h, Fahrzeit bergauf also: 2 Std. 50min, incl. 10min Versorgungspausen) traf ich die Sportbikerin wieder , die sich schon parat machte für den Aufstieg und Minuten später verschwand.Um 12.45h war ich dann auch per pedes unterwegs und holte die Bikerin am Steilhang bei 2440m Höhe ein, als sie dabei war umzukehren wegen dem rutschigen Terrain. Wir redeten kurz und sie fragte mich, ob ich bereit wäre sie nach oben zu begleiten und notfalls zu helfen in diesem steil-rutschigen Staubschotter-Terrain. Also marschierten wir als spontanes Zweierteam zackig bergauf, machten eine kurze Fotopause auf dem eindrucksvollen Hochplateau bei Punkt 2634m und waren um 13.50h am Gipfelkreuz (also rund 1Std. Aufstieg anstatt der ausgewiesenen 2,5 Std). Die Aussicht war einfach atemberaubend, vor allem nach Nordwesten. Mit dem Fernglas konnte man geradewegs den Eingang des Drachenlochs oberhalb von Vättis sehen. Und ansonsten: Dammastock, Sustenhorn, Rheinwaldhorn, Valser Horn, Piz Bernina, Schesaplana, Glärnisch und der Ringelspitz gegenüber mit dem Sardonamassiv schräg dahinter. Tolles Areal auch der Calanda selbst: Schroff, wild geformtes Kalkgestein in verschiedenen farblichen Ausführungen. Der Rückweg dann gemütlich irgendwann nach 15h. An der Hütte Abschied und noch eine längere Pause, sowie ein Gespräch mit dem Hüttenwart. Um kurz vor 17h rollte ich dann talwärts. Mit einer tollen Tour und vielen Eindrücken im Gepäck, war ich dann um kurz nach 18h beim Auto. Und als ich endlich alles verstaut hatte, ging auch grad die Sonne am Calandagrat im Westen unter. Ein Tag also, wo einfach alles gepasst hat...

Tourengänger: dyanarka

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Kommentare (1)


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Staiibook hat gesagt: Gratuliere...
Gesendet am 9. September 2009 um 14:32
...zum Calanda!

Das gefällt mir als Churer natürlich, dass Dein erster Bericht vom Haldensteiner Calanda ist! Habe diese Tour ca. vor einem Monat gemacht, jedoch ohne Bike...
Toller ausführlicher Bericht mit informativen Fotos!

Viele Grüsse

Staiibook


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