vielbegangener Abschnitt auf dem Brienzergrat: Augstmatthorn (2137 m.ü.M.) - Suggiture (2085.2 m.ü.M


Publiziert von Felix Pro , 7. September 2009 um 21:52. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum: 6 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE 
Aufstieg: 1050 m
Abstieg: 1050 m
Strecke:Tschieme (Habkern) - Bodmi - Augstmatthorn - Suggiture - Horet - Tschieme
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ab Interlaken (West) Postauto oder PW bis Habkern
Kartennummer:1208

Und auch wir (ich zum ersten - Ursula bereits zum vierten Mal)  mussten feststellen: wo denn so viele Wanderer hingehen, muss ja schon Besonderes vorliegen ... Und in der Tat: der Blick zurück auf Hohgant, Sibe Hängste (die aktuellste Version von swisstopo) und weitere Karstformationen, der immer wieder atemberaubende Tiefblick auf den Brienzersee, der Weitblick zu den heute frisch "überzuckerten" Berner Fels- und Eisriesen und zuletzt die majestätischen Steinböcke - wo findet man|frau denn das?
Und zum vielbegangenen Grat: um zusätzlich "ruhigere" Abschnitte begehen zu können, legten wir Auf- und Abstieg etwas spezieller. Etwa 750 Meter östlich von Tschieme (Beginn des Naturschutzgebietes Lombachalp, für unterwegs parkierende PWs ist hier die "Zahlstation"), bei Punkt 1180, wo der offizielle Wanderweg über Läger und Horet auf den Grat und das Augstmatthorn ansteigt, suchten wir den nur teilweise auf der Karte eingezeichneten Weg, welcher am direktesten nach Bodmi führen sollte. Es waren denn nebst zwischenzeitlich deutlicheren Spuren nur selten "Fährten" auszumachen: das hohe Gras in den Lichtungen, abgerutschte Passagen, zum Teil dichtes Unterholz und diverse Wildquerungen machten das Ganze zu einer echten Pfadfinder-Übung. Doch mit dem nötigen Orientierungssinn und gutem Kartenlesen erreichten wir auf der Höhe der 1500m-Kurve das Fahrsträsschen, welches dann in Kürze zu den neuen, sauber herausgeputzten Alpen auf Bodmi führten. Sogar den sich frei bewegenden Schweinen schien es ausnehmend zu gefallen, so viel Auslauf durften sie beanspruchen. Anschliessend sehr angenehm in der Morgensonne über die Bodmisegg zu den Punkten 1713 und 1771 auf dem Westanstieg zum Augstmatthorn. Dieser letzte, an sich problemlose Aufstieg auf den Grat erwies sich doch als etwas tückisch, da die Regen- und letzten Schneefälle den steilen Weg sehr rutschig gemacht hatten. Doch oben auf dem Gipfel und weiteren Plateau überwältigte das Panorama (einmal mehr): beinahe der ganze Brienzergrat einsehbar, klare und tolle Aussichten gen Westen, Norden und Osten, noch etwas dunstig gegen Eiger, Mönch, Jungfrau und die "Übrigen" - und halt immer wieder der prächtige Blick auf den Brienzersee mit seinen zahlreichen Dörfern, von hier oben beinahe wie aus dem Flugzeug zu schauen! Und wie viele machten dies ... kaum zu zählen, die Wanderer, kaum ein Gipfelrastplatz zu finden. Auch zwei grössere Steinbockgruppen, südwestlich gegen Suggiture und am nordöstlichen Abhang, verweilten gemütlich.  Nach der genussvollen Mittagspause an den ruhenden Steinböcken vorbei interessant auf den Suggiture; dort im letzten Aufstieg neu montierte Drahtseile. Der hier beinahe noch bessere Ausblick und die interessante Überschreitung bis zu Horet machen in unseren Augen die Gratwanderung auf diesem Teilstück erst spannend. Nach einem letzten kurzen Halt oberhalb Horet (hier sind doch bereits deutlich weniger Leute unterwegs - wir stellen uns vor, dass ein Grossteil ab der Käserei [mit dem Auto erreichbar] das Augstmatthorn anpeilt, evtl. noch die Überschreitung zum Suggitiure und den angenehmen Rückweg ab Punkt 1878 zur Käserei anhängt)) nahmen wir den markierten Wanderweg über Läger durch den Schwendiwald zurück zum Lombach unter die Füsse. Dieser muss erst kürzlich im oberen Bereich neu gestaltet worden sein: zahlreiche neue Stufen, verbreitert und gut terrassiert. Doch die Nässe an diesem meist schattigen Nordwesthang bleibt auch hier ... der oft steile Abstieg erfordert auf dem rutschigen Gelände (mit vielen Wurzeln) volle Konzentration. Diese ist  in in noch grösseren Ausmass im unteren Teil gefragt: hier windet sich der alte Weg weiterhin hin sehr steil, ruppig und mindestens so ausrutschgefährdet dem Lombach zu. Doch spannend war das Gesamterlebnis: herrlichste Aussichten, mit vielen Wanderern zu teilen - neue, steile, weglose oder kaum zu findende Routen im beinahe menschenleeren Gelände!
Herzlichen Dank an Ursula, dass sie mich wiederum auf eines meiner vielen kleinen und grösseren Wunschziele geführt hat! Es bleiben noch derer viele ...

Tourengänger: Ursula, Felix

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