Mutschen und Chreialpfirst mit Kids


Publiziert von wapulajala , 4. September 2009 um 10:10.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:18 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG 
Zeitbedarf: 10:00
Strecke:Wildhaus - Gamplüt (mit Bahn) - Alp Fros - Alp Tesel - Alp Grueb - Mutschensattel - Mutschen - Chreialpfirst - Zwinglipass - Zwinglipasshütte - Alp Tesel - Vorderbannwald - Bodenweidli - Wildhaus

Um ca. 9 Uhr sind wir in Wildhaus an der Talstation der Gamplütbahn gestartet und lassen uns erst mal gute 250 Hm nach oben fahren. Oben sind wir sofort in Richtung Alp Fros losmarschiert um der Schulklasse, die mit uns nach oben fuhr, ein paar Schritte voraus zu sein.
Am Abzweig vom Flürentobel herauf kamen zwei Männer mit Hund, die uns über die Alp Tesel begleiteten. Dort hat es dann auch schon gepfiffen. Zuerst haben wir am Himmel nach einem Greifvogel Ausschau gehalten, bis uns klar wurde, dass die Pfiffe von den Murmeltieren kamen, die hier überall zwischen den Felsbrocken rumwuselten.
Die beiden Männer gingen mit ihrem Hund über den Serpentinenweg direkt zur Zwinglipasshütte. Das sollte unser Rückweg werden. Wir gingen weiter durch das Tal hinauf zur Alp Grueb. Auf dem Weg dorthin haben wir eine einzelne Gämse gesehen, die wir eine ganze Weile beobachteten.
Vorbei an den Hütten und vielen Kühen und Ziegen, haben wir in der Mulde vor dem letzten Aufstieg zum Mutschensattel die nächsten Murmeltiere gesehen. Dort oben hat es sogar noch Schnee-/Eisreste in manchen kleinen Kuhlen. Noch ein steilerer Anstieg und wir sind auf dem Mutschensattel (12.30 Uhr). Hier bläst der Wind ziemlich kräftig.
Papa und Töchterchen haben sich dort überlegt, ob sie nicht noch das kleine Stück auf den Mutschen gehen sollten. Schliesslich gingen wir zu viert hinauf, um uns dort alle zusammen ins Gipfelbuch einzutragen.
Sehr eindrucksvoll waren die Wolkenspiele um uns herum. Anfangs standen wir in einer Wolke die vom Rheintal herauf kam, gleichzeitig hatten wir auf der Alpsteinseite strahlend blauen Himmel. Dem Wind haben wir zu verdanken, dass wir auch ein paar Blicke bis ins Rheintal hinunter erhaschen konnten.
Nach dem 'Abstieg' haben wir uns auf dem Mutschensattel unser wohlverdientes Vesper schmecken lassen.
Danach sind wir weiter über den Chreialpfirst. Leider haben wir bei unserer - zugegebenermassen kurzen - Suche die hier schon öfters beschriebene Eishöhle nicht gefunden. Dafür sind wir an sehr beeindruckenden Dolinen und Karrenfeldern vorbeigekommen. Ausserdem haben wir die beiden Herren mit Hund hier oben wieder getroffen. Hier scheint wohl ziemlich genau die Mitte unserer Tour zu sein - wir sind jetzt fünf Stunden unterwegs, es ist 14 Uhr.
Zwischen Zwinglipass und Zwinglipasshütte haben wir Kaulquappen und Molche in einem kleinen Tümpel beobachtet. Ohne in der Hütte einzukehren, haben wir uns direkt an den Abstieg gemacht. Auf der Chreialp haben wir uns noch einmal aus unseren Rucksäcken gestärkt und dabei den Vögeln bei ihren Kunststücken entlang der Felswände zugeschaut.
Um 16.30 Uhr machten wir uns daran, die Serpentinen nach Alp Tesel hinab zu klettern - manche Stufen sind wirklich so hoch, dass Just (6 Jahre) sich auf den Hosenboden setzen musste. An den warmen Felsen haben wir eine Eidechse beobachtet.
Unten angekommen, konnten wir nochmals den Murmeltieren zuschauen und uns überlegen, ob wir vor zur Gamplüt laufen und mit der Gondel hinab fahren oder direkt über Vorderbannwald - Bodenweidli zur Talstation laufen sollten. Wir entschieden uns für die zweite Variante und konnten so gegen 18 Uhr bei einer Kekspause die Aussicht auf Wildhaus geniessen.
Um ca. 19 Uhr - nach zehn Stunden - waren wir wieder an der Talstation Gamplüt.

Mit Kindern sollte man sich für diese Tour einen ganzen Tag Zeit nehmen. Sie ist nicht als erste Bergtour für Kinder geeignet. 

Tourengänger: wapulajala

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»