Jöchli - Nädliger - herrliche Gratüberschreitung im Alpstein


Publiziert von Ivo66 Pro , 2. September 2009 um 20:03.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:30 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-SG   CH-AI 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Wildhaus - Flürentobel - Wildhuser Schafboden - P. 2069 - Jöchlisattel - Jöchli - Nädliger - Zwinglipasshütte - Alp Tesel - Flürentobel - Wildhaus
Kartennummer:1:25000 Säntis

Eine meiner Lieblingstouren im Alpstein. Eine detaillierte Routenbeschreibung erübrigt sich, ist die Tour doch hervorragend ausgeschildert und bestens markiert. Der Abschnitt nach dem Flürentobel (P.  1389) bis zum Ende der Überschreitung des "Nädligergrats" ist weiss-blau-weiss markiert, ab P. 2069 zu Recht.

Ab Wildhaus folgt man dem markierten Bergwanderweg zunächst Richtung Gamplüt, verlässt diesen aber bald nach rechts ins Flürentobel (Richtung: Zwinglipasshütte, Wasserauen etc.). Ab P. 1389 folgt man dann dem als alpine Route ausgeschilderten Bergweg Richtung Schafberg bis sich die Route bei P. 2069 verzweigt (blaue Pfeile auf einem Kalkfelsen am Boden). Richtung Jöchli steigt man den weiss-blau-weissen Markierungen nach rechts immer steiler werdend hoch. Es hat hier auch zahlreiche ältere Markierungen in allen Farben (weiss-rot-weiss, orange und grün....). Davon braucht man sich nicht beirren zu lassen; irgendwie führt jede Variante nach oben - hin und wieder in leichter Kletterei in gutgriffigem Kalkfels.

Bald ist der Jöchlisattel erreicht (P. 2294). Der Abstecher zum Gipfel des Jöchli (2335 m) ist leicht und sehr zu empfehlen, hat man doch einen imposanten Blick hinüber zum benachbarten Wildhuser Schafberg. Jetzt beginnt die Grattour über den Nädliger: Dieser ist fast übermässig mit Markierungen - wiederum in allen Farben - versehen und nicht zu verfehlen. Ein herrliches Panorama zeigt sich - Säntis und Altmann, die beiden mächtigsten Berge des Alpsteins dominieren die Szenerie. Heute reichte die Sicht bis zum Piz Kesch, Piz Palü, Piz Bernina, weiter natürlich zu den Glarner Alpen und Bodensee.

Eigentlich hätten wir noch Lust gehabt, den Altmann zu besteigen - dafür hätten vielleicht zusätzliche 30 - 45 Minuten investiert werden müssen, doch sahen wir aufgrund des heute sehr grossen Andrangs (praktisch im Minutentakt stiegen einzelne bzw. mehrere Leute dort hinauf und wieder hinunter) bald davon ab. Der Altmann ist eines jener Gipfelziele im Alpstein, das sich für einen Sonntag wenig eignet... Hingegen ist die Jöchli-Nädliger-Tour relativ wenig frequentiert.

Also stiegen wir via Zwinglipasshütte hinunter zur Alp Tesel ab und weiter zum Ausgangspunkt nach Wildhaus.

Die Tour ist in der Regel ein Garant für herrliche Begegnungen mit Steinböcken. Heute hatten sich diese wunderbaren Tiere etwas zurückgezogen bis an den Fuss des Altmanns. Dafür erfreuten wir uns der vielen jungen Murmeltiere, welche sich in den Karrenfeldern um die Zwinglipasshütte offenbar einen eigenen Kletterpark eingerichtet hatten und Kletterstellen bis und mit Schwierigkeitsgrad II bewältigen konnten :-)

Tourengänger: Ivo66, Lena

Galerie


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