Santnerpass-Klettersteig


Publiziert von Delta Pro , 2. September 2009 um 18:14.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:21 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 880 m

Eine sehr lohnende Rundtour mit einem landschaftlich schönen Klettersteig und imposanten Felstürmen
 
Die hier beschriebene Runde gehört sicher zum Besten, was man in den Dolomiten unternehmen kann! Die Tour hat gewissermassen den Charakter einer Wanderung, weist aber am Beginn einen steilen Einstieg über ausgesetzte Felsbänder und einen Klettersteig auf. Der Rückweg führt vorbei an den weltbekannten Vajolet-Türmen und durch die eindrückliche Dolomiten-Landschaft über einen zweiten Pass zum Ausgangspunkt. Für den Aufstieg durch die Westflanke zum Santnerpass ist neben etwas Gewandheit am Stahlseil auch Sicherheit im Alpinwander-Gelände von Vorteil. Der eigentliche Klettersteig setzt erst erstaunlich weit oben an und ein grosser Teil des landschaftlich wunderschönen Aufstiegs vollzieht sich auf ausgesetzten Pfaden und in leichtem Klettergelände (I-II) ohne Sicherung. Es empfiehlt sich die Tour so früh wie möglich anzugehen, da sie sehr beliebt ist. Besonders beim Abstieg auf der Ostseite sind Heerscharen von Wanderern, welche die Vajolet-Türme mit eigenen Augen sehen wollen wahrscheinlich an jedem Tag üblich.
 
Mit der Sesselbahn zur Kölnerhütte, die unmittelbar unterhalb der senkrechten Wände des Rosengartens liegt. Schon nach zwei Minuten folgen die ersten (grauenhaft abgespeckten) Kletterstellen (I) und man darf sich sogar an einem Stahlseil einhängen. Anschliessend quert man auf einem breiten, leicht abfallenden Geröllband nach rechts zum Einstieg des Santnerpass-Klettersteiges. Die Westwand der Rosengartenspitze sieht von weitem ziemlich unnahbar aus, kommt man aber näher, glaubt man die diagonalen Bänder zu erkennen, die den Aufstieg vermitteln. Etwas erstaunt stellen wir fest, dass es auf fast drei Vierteln des Aufstiegs keine Stahlseile gibt. Das Gelände ist nicht wirklich schwierig, aber ein Ausrutscher könnte schnell fatal sein. Später findet man auch Kletterstellen im II. Grad. Die Schwierigkeit des ungesicherten Abschnittes ist insgesamt ca. T5. Die Landschaft wird immer spannender und der Weg führt an „wackeligen“ Türmen vorbei und durch enge Scharten. Im obersten und steilsten Teil ist die Route dann man Stahlseilen gesichert. Künstliche Tritte usw. sucht man vergebens, dafür hält sich die Steilheit in Grenzen. Etwas störend ist, dass die Felsen des Klettersteiges abgespeckt sind, als würde hier jeden Tag eine Elefantenherde vorbeiziehen. Wir sind halt nicht in den einsamen Schweizer Alpen, sondern in den Dolomiten.
 
Im Santerpass tritt man in die Sonne – wunderschön! Abstieg auf dem Wanderweg zur Gartlhütte am Fuss der Vajolet-Türme und weiter auch einem steilen, gerölligen und häufig begangenen Weg (einige Stahlseile) gegen das Rifugio Vaiolet. Will man dort kein Bier trinken biegt man rund 50 Höhenmeter über der Hütte unter den Felswänden nach rechts ab. Diese Abkürzung auf einem schmalen, aber spannenden Weglein erlaubt eine Ersparnis von einigen Aufstiegs-Höhenmetern. Der Weg quert auf einem ausgesetzten Grasband durch die Nordflanke der Rosengartenspitze. Das Band ist an einer Stelle nur noch einen halben Meter breit, ist jedoch gut zu begehen. Aufstieg zum Tschagerpass und durch schmale eine Rinne, die mit feinem Geröll gefüllt ist zurück zur Kölnerhütte.

Tourengänger: Delta, sglider

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Kommentare (1)


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Bernhard01 hat gesagt:
Gesendet am 5. Oktober 2011 um 09:33
Bin am Wochenende bei Traumwetter die Tour gegangen. Es war die schönste Tour die ich bisher gemacht habe


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