Blüemlisalphorn 3'661 m & Abstieg über obere Fründenschnuer (Schafschnuer)


Published by holunder , 1 September 2009, 23h09.

Region: World » Switzerland » Bern » Frutigland
Date of the hike:31 August 2009
Waypoints: Blüemlisalphorn / Blüemlisalp 3661 m 12008 ft. (8)
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 9:00
Height gain: 900 m 2952 ft.
Height loss: 2000 m 6560 ft.
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Mountaineering grading: AD-
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Route:Blüemlisalphütte-Rothornsattel-Blüemlisalphorn-Rothornsattel-obere Fründenschnur (Schafschnur)-Underbärgli-Läger-Bergstation Gondelbahn Kandersteg-Oeschinen-Kandersteg
Access to start point:Mit ÖV Bahnhof Kandersteg
Maps:1248 Mürren

Sonntag: Aufstieg auf Blüemlisalphütte, bis zum Oeschinensee mit Bahn, dann schöne Wanderung über immer steiler werdenden Weg, je näher man zur Hütte kommt.
 
Montag: Traversierung des Gletschers und Aufstieg zum Blüemlisalphorn über den Rothornsattel zum Gipfel (Nordwestgrat, R. 265 , Clubführer Berner Alpen, Ueli Mosimann). Die Schlüsselstelle der Tour bildete der apere, steile Aufschwung vom flachen Blüemlisalptletscher zum Rothornsattel. Den Bergschrund überwanden wir rechts, querten ca. 30m nach links und stiegen nun in gerader Linie ca. 120 m in den Sattel hoch. Sauberer Steigeiseneinsatz ist hier Bedingung. 
 
Der Grat vom Sattel zum Gipfel war schneefrei, trocken und ohne Steigeisen machbar. Auf dem Gipfel wurden wir von zwei Vermessern und einem Bergführer überrascht, die mit dem Helikopter daher geflogen kamen. Beeindruckend, dass ein Helikopter überhaupt Leute auf einem solch kleinen Gipfel aussetzen kann. Die Aufgabe der Passagiere und des Führers war die Kontrolle der Vermessungspunkte auf dem Gipfel. Und trotzdem: Ich ziehe einen Fussaufstieg auf einen solch fantastischen Gipfel einem Heliaufstieg eindeutig vor. Der Abstieg auf den Rothornsattel war dann problemlos und durch beeindruckende Tiefblicke auf den Oeschinensee und auf Kandersteg geprägt.
 
Wie geplant stiegen wir vom Rothornsattel nach Westen (R. 265a, Clubführer Berner Alpen, Ueli Mosimann) ab. Dieser Abstieg ist Abenteuer pur, eben genau wie bereits mehrmals auf Hikr.org beschrieben. Besonders der gute Beschrieb von Sputnik war sehr hilfreich, Danke!! Der steile Abstieg geht gehörig in die Beine und guter Routensinn ist gefragt. Die S-Linie, wie im Führer erwähnt, ist total logisch, jedoch erlagen wir einmal der Versuchung, die S-Linie zu früh einzuschlagen. Mit einem steilen Aufstieg zurück wurden wir sogleich für unsere Ungeduld bestraft. Einige Wegspuren und Steinmänner weisen einem oft die richtige Richtung. Und das Ziel ist die Erreichung des bereits vom Gipfel her sichtbaren, schön grünen Grasdreieckes. Ein toller Weg (die „obere Fründenschnuer“ oder „die Schafschnuer“, wie der Weg von den Einheimeischen benannt wird) führt entlang von Felswänden hinaus ins offene Wiesengelände. Schliesslich führt ein deutlicher Pfad durch steile Wiesen nach Underbärgli, wo wir wieder auf den Hüttenweg treffen.

Tolle Tour auf abwechslungsreichem Untergrund: Eis, Fels, Schutt und Gras.

Hike partners: holunder

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Comments (1)


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Sputnik Pro says: Schöne Fotos!
Sent 2 September 2009, 06h28
Gratuliere zum Blüemlisaplhorn! Der Aufstieg zur Rothornlücke scheint ja inzwischenrichtig vereist zu sein. Schön dass Du mit meinem Bericht den Abstieg gut gefunden hast, ist ja tolles Abenteuergelände.

Viele Grüsse und weiterhin tolle Touren!

Sputnik


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