Gratweg Spitzmeilenhütte - Elm via Wissgandstöckli, Fulen, Hanen, Risetenhoren, Foostock und Foostöc


Publiziert von PStraub , 29. August 2009 um 10:43.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 2900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Unterterzen - Tannenbodenalp
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus ab Elm
Unterkunftmöglichkeiten:Spitzmeilenhütte SAC
Kartennummer:1154 / 1174

Lange und teilweise anspruchsvolle Nord-Süd-Überschreitung auf der Wasserscheide zwischen Chrauch- und Weisstannental.
Durchgehend typisches Verrucano-Land: Steil, aber meist bewachsen, mit einigen wild zerrissenen Grattürmen und -abbrüchen.


Nach der Übernachtung in der ausgezeichnet geführten Spitzmeilenhütte bin ich um gut halb acht gestartet. Der Anmarsch zur Schönbüelfurggel ist markiert. Ab da einfach immer auf dem Gratrücken zum Wissgandstöckli (T3 .. T4). Eher steil hinunter zur Senke P. 2275, was schon mal 5 km Luftlinie ergibt.
Weiterhin einfach hinauf zum nördlichen Gipfel des Fulen (T4) und in die Senke zwischen den Gipfeln.
Hier ist das Ergebnis ungehirteter Schafhaltung im Gebirge drastisch zu sehen: Wo es vor ein paar Jahren noch eine karge Vegetationsdecke gab, ist jetzt bis auf die Kratzdistel, die die Schafe nicht fressen, alles zerstört. Schlimmer noch: Dieser Vorgang ist nicht reversibel. Und alles wegen ein paar Franken an Subventionen - die eh noch wir Steuerzahler berappen ..
Auf einem guten Band (-> Foto) auf den zweiten Fulen-Gipfel und über den Südhang hinunter zur Feldeggfurggle (T3 bis gut T5: Unmittelbar über der Feldeggfurggle ist es wirklich steil).
Von der Furggel meist unschwierig über die Türme des Hanen. Warum diese eher unbedeutenden Grattürme Name und Kote auf der LK haben, ist nicht ganz klar (T5).
Nach dem Risetenpass, bei welchem immer noch Anlagen der Reduit-Befestigungen sichtbar sind, hinauf zum höheren der beiden Risetenhoren-Gipfel (oben bis T5). Erst auf dem Ostgrat, dann direkt in die Senke zwischen den Gipfeln, dann hinauf den zweiten (T5). In zunehmend steilem Gelände bis zu einem Gratabbruch im Südgrat, der vom Tal aus als deutliche Scharte zu erkennen ist. Die vertikale Schlüsselstelle ist ca. 4 m hoch. Nur wer verdorrte Grasbüschel als Griffe liebt, wird das mögen. Die Griffe und Tritte sind knapp und alles andere als vertrauenserweckend (T6 bezw. ZS).
Ab hier erst steil, dann wieder etwas einfacher zu einer Senke, von der ich meine, dass es eigentlich die Walabützer-Furggle wäre (auf der LK ist eine Senke weiter südlich so bezeichnet). Weiter über P. 2217 und weitere Senken und Türme, die zunehmend heikler werden. Das Bild mit den Edelweiss zeigt, was hier unter "Weg" zu verstehen ist (T4 .. T6).
Hier steigt eine mittlerweile gut ausgeprägte Wegspur von Walabütz zum Foostock, die dessen nördliche Grattürme, die "Schmidstöck" umgeht. Der erste ist praktisch nicht besteigbar, beim zweiten könnte es von hinten gehen. Auf dem Weg leicht über den Foostock-Gipfel, dann in die Senke P. 2462 (T3). In den Schutthalden darunter lagen sicher 40 Steinböcke jeder Grösse.
Von hier durch die steile Nordflanke auf das Foostöckli (R. 1169). Unten ist der Aufstieg eher felsig und man weicht weiter Richtung Westen aus, als einem lieb ist. Oben wird die Vegetation wieder dichter (T6). Der hübsche, kastenförmige Gipfel ist bei Gämsen und Steinböcken als Ausguck äusserst beliebt. Entsprechend vollgesch.. ist er.
Ab hier auf der Normalroute (Wegspuren) Richtung Ramin und weiter bis Elm - was immer noch (Luftlinie) 7 km und fast 1600 m Abstieg heisst. Krass unterhopft kam ich in Elm an, das Bier im Bahnhöfli war hoch verdient ..

Übrigens: Damit ist die Spitzmeilengruppe die erste des SAC-Führers "Glarner Alpen", in der alle erfassten Gipfel (mindestens) eine Beschreibung haben.


Tourengänger: PStraub

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