Eiskletterkurs, Gries im Sellrain


Publiziert von oli.m , 25. September 2009 um 12:34.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum:15 März 2009
Eisklettern Schwierigkeit: WI4
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4 Tage
Strecke:Verschiedene Fälle (siehe Bericht)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von D: Füssen - Reutte/Fernpassstrecke - Telfs - Gries im Sellrain - Praxmar
Unterkunftmöglichkeiten:Alpengasthof Praxmar

1. Tag: nach Ankunft am Gasthof Begrüßung durch Bergführer Stefan und Besprechung der geplanten Touren in den kommenden Tagen.

2. Tag "Baffelfall": Kleine Parkbucht max. 4 PKW an einer Bushaltestelle auf der linken Seite, unweit von Gries i. Sellrain in Richtung Kühtai. Zustieg ca. 20min etwas steil und bei Neuschnee mitunter rutschig.
Super kompaktes Eis in allen Steilheiten. Der ideale Einstieg ins Eisklettern. Im Toprope übten wir die Techniken mit Steigeisen und Eisgeräte. Immer im Bereich der ersten Seillänge. Später dann noch einige Topropeversuche links neben dem Hauptfall, in filigranerem Eis.

3. Tag "Easy Afternoon": am Ende des Lüsental am Gasthof Parken, Zustieg leicht und fast eben zum Wasserfall.
Nach einigen Routen im Toprope setzten wir die ersten Eisschrauben und machten uns an das Vorsteigen. Jetzt macht das Klettern erst richtig Spaß! Am Ende des Tages dann noch die 2. Seillänge im Nachstieg durch massive Eiszapfen. Abends im Gasthof wie jeden Abend gemütliches Beisamen sein und Vermittlung einiger Theorien.

4. Tag "GS-Fall (Ochsengarten)": nach dem Ort Kühtai noch ein Stück Richtung Ötztal, sehr kleine Parkbucht max. 3 PKW hintereinander.  In Zweierseilschaft ging's durch die 2 Seillängen des Eisfalls. Vor- und Nachstieg sowie Standplatzbau konnte prima trainiert werden. Abstieg: Abseilen über Route. An einer Wand "Kühgartenwand (Ochsengarten)" in der Nähe gab es die Möglichkeit sich sportlich an sehr filigranen Eisstrukturen zu versuchen. Ebenso erste Versuche in Mixed Routen, natürlich im Toprope.

5. Tag "Baffelfall": In der Nacht gab es ca. 15cm Neuschnee. Heute gingen wir den gesamten Fall bis zum Ausstieg nach 4 Seillängen. Die geneigte ausstiegs Seillänge gab mit dem Neuschnee zusammen ein ordentliches gewuhle und nasse, kalte Hände. Aber so ist das im Eis eben, muss man sich klar sein.
Abstieg: über teilweise sehr steilen Pfad links am Ausstieg durch den Wald zum Fuß des Falls.

Fazit: Ein toll organisierter Eiskletterkurs mit einem Bergführer der auf alle Wünsche seiner Gruppe einging. So machen geführte Touren Spaß!

Text+Fotos: Oli

Tourengänger: oli.m

Galerie


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