Bättlihorn-Nordgipfel (2951 m); Tinguely-Skulptur in der Öügstchumma?


Publiziert von johnny68 Pro , 25. August 2009 um 20:47.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:24 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Strecke:Binn - Bättlihorn Nordgipfel und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Postauto nach Binn
Unterkunftmöglichkeiten:in Binn oder, wenn die Tour von Rosswald aus gemacht wird, in Rosswald

Das Bättlihorn, das 2 Gipfel hat,  ist im mittleren und oberen Wallis aus dem Tal fast von überall her gut sichtbar. Vom Obergoms aus gesehen ist das Bättlihorn stets etwas links vor dem Weisshorn. Der Nordgipfel (2951 m) fällt steil gegen das Rhônetal ab; währenddem der Südgipfel (2992 m) über dem Saflischpass steht. Der Grat zwischen den beiden Gipfeln ist sehr brüchig.

Ich bin schon X Mal im Rhônetal an diesem Berg vorbeigefahren, und ich habe diesen Berg von andern Gipfeln aus schon X Mal fotografiert. Ich habe mir vorgenommen, das Bättlihorn nun einmal zu besteigen. 

Das Bättlihorn wird nicht oft besucht, obwohl die Aussicht in alle Richtungen wegen der vorgeschobenen Lage grandios ist. Grund dürfte der weite Anmarsch sein. Sowohl von Rosswald wie auch von Binn aus marschiert man zuerst einmal 3 - 4 Stunden, bis man am Fuss des Berges steht. Die Route auf das Bättlihorn ist nirgends ausgeschildert oder markiert.

Ich habe meine Tour im malerischen Dorf Binn begonnen. Zuerst geht man an der auf einem kleinen Hügelchen thronenden Kirche vorbei. Danach verliert man etwas mehr als 100 Höhenmeter, weil man den Bach "Längtalwasser" an der tiefsten Stelle, beim Stausee, überqueren muss. Ennet dem See geht es steil den Wald hinauf, bis man bei "Saflischmatta" eine eben verlaufende Stufe des Saflischtales erreicht. Man folgt dem Strässchen bzw. später dem steil nach oben abzweigenden Feldweg bis rund 1 km vor den Saflischpass. Man steht nun genau südlich des Bättlihorns. Weglos geht es nun nach Norden die Alpweiden hoch. Den ganzen Weg begleiteten mich schöne Schmetterlinge. Eine Homepage, die solche zeigt, ist  www.natur-schmetterlinge.ch

Auf einem flacheren Teil der Alp (Tanzbede) sieht man in das Kar "Öügstchumma" hinein. Auf dem immer sandiger/schottiger werdenden Gelände findet man auch Trittspuren in das Kar hinein, denen man folgt.

Das Kar war zum Teil noch schneebedeckt (in früheren Monaten hat es hier meterweise Schnee und einen Schmelzwassersee). Über Schneefelder ging ich durch das Kar hindurch in Richtung einer schon von weitem sichtbaren Aufstiegsspur, die durch ein sehr steiles Sand-Couloir bis zur Gipfelkrete verläuft. Von dieser Krete sind es nur noch rund 100 zum Teil leicht ausgesetzte Meter bis zum Gipfelkreuz.

Mitten im Kar "Öügstchumma" machte ich eine lustige Entdeckung: Ein Schrottgefährt, das hier liegen gelassen wurde, erinnerte mich stark an die Skulpturen von Tinguely. Es passte, obwohl Abfall, eigentlich ganz gut in die öde Umgebung.

Tourengänger: johnny68

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