Zinalrothorn 4221m


Publiziert von Schlumpf , 26. August 2009 um 15:41.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:20 August 2009
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2600 m
Abstieg: 2600 m
Unterkunftmöglichkeiten:Rothornhütte SAC 3198m
Kartennummer:1:25'000 1327 Evolène, 1348 Zermatt

Tourenwoche mit Bombo und Jörg
 
Teil 3
 
Das Zinalrothorn 4221m, krönender Abschluss unserer Tourenwoche.
 
Aufstieg von Zermatt 1616m vorbei am Hotel du Trift 2337m, in 4 ¼ Stunden zur schön gelegenen Rothornhütte SAC 3198m mit 4000er Panorama.
 
Start um 04:30. Wir folgten den Steinmänner und Wegspuren östlich unterhalb des Eseltschuggen 3360m zum Firnfeld. Über dieses zum “Wasserloch“ auf ca.3480m, ein 20 Meter hohes Kamin dass im II Grad erklettert wird.
Über Geröll und Felsbänder kommt man zum ersten Schneefeld dass überquert wird. Weiter geht’s wieder über Geröll zum zweiten Schneefeld, dass in Richtung Nordwesten (zwischen P.3671 und P.3786) zu einem weiteren Geröllband führt. Über dieses und dem folgenden Firnfeld gelangt man zum Südostgrat der sich zu einer schmalen Schneide zuspitzt und schliesslich an den Fuss des Felsgrates des Zinalrothornes 4221m leitet.
 
Hier machten wir unser Steigeisendepot und folgten auf der Westseite über Bänder dem Grat, bis man die Südflanke querend das Couloir einfach erreicht (Steinschlaggefahr!). Man steigt auf der linken Seite des Couloirs über eine Rippe (II-III) Richtung Gabel auf. Wir liessen uns verleiten und stiegen unterhalb der Gabel links über eine steile Platte (III-) hoch. Wir trafen auf eine weitere Platte die heikel zu begehen scheinte und zur Gabel führte. Wir stiegen nach etwa der Hälfte dieser Platte wieder ab und gelangten so zur Rippe und der eigentlichen Aufstiegsroute zur Gabel. Siehe Foto Nr.6.
 
Von der Gabel geht’s über eine Steilstufe hoch bis es nicht mehr weiter geht. An dieser Stelle quert man links durch einen schmalen Durchschlupf und erreicht so die Biner-Platte. Über die abschüssige Platte die mit zwei Bohrhaken ausgerüstet ist, gelangt man zu einer Rippe mit Eisenstiften, über die der Südostgrat wieder erreicht wird (III).
 
Der Gratkante folgend wird der erste Turm links umgangen. Der folgende Turm, die Kanzel umgeht man rechts sehr exponiert, jedoch mit guten Griffen. Über zwei weitere kleine Türme und einer Platte, kletterten wir nach 6 Stunden Aufstieg auf den Gipfel des Zinalrothornes 4221m (II+).
 
Bei bestem Wetter konnten wir die uneingeschränkte Aussicht über die Walliser 4000er geniessen.
Doch hatten wir erste die Hälfte der Tour, der Abstieg über die Aufstiegsroute erfordert genau soviel Konzentration.
 
Sind die Eisenstifte oberhalb der Biner-Platte erreicht, kann man sich an diesen zur Biner-Platte und dessen Bohrhaken abseilen. Auch über die Steilstufe zur Gabel wird abgeseilt. Von der Gabel führt eine 5x25m Abseilpiste durch das Couloir und über den Sporn, über den die Aufstiegsroute führt. Die Abseilringe sind nicht überall sofort ersichtlich, z.B. nach den ersten 25Meter müssen einige Meter zu Fuss abgestiegen werden.
Hat man die horizontalen Bänder erreicht, geht’s über diese zurück zum Steigeisendepot und Firngrat.
 
Der weitere Weg zur Hütte stellt keine grösseren Schwierigkeiten dar. Es sollte jedoch bei hohen Temperaturen wie sie bei uns herrschten, dem schmalen Firngrat und den Traversen genügend Aufmerksamkeit geschenkt werden.
 
Zwischenhalt nach 5 Stunden Abstieg in der Rothornhütte 3198m und weiter auf dem Hüttenweg nach Zermatt 1616m.
 
Die Tourenwoche ging mit drei schönen Gipfeln zu Ende und weitere Projekte konnten geschmiedet werden.
 
Bombo organisierte die Hotels und Hütten, joerg machte die ganze Woche souverän den Vorstieg in unserer 3er Seilschaft.
 
Danke an Euch für diese schöne Zeit!

Tourenbericht von Bombo

 

Tourengänger: Schlumpf, joerg, Bombo

Galerie


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